Fahrzeuge Nr. 17 und 18 für die ungarische Feuerwehr

Armin Setzer startete gestern mit Helfern weitere Aktion

Dahlbruch. So etwas nennt man für gewöhnlich Völkerverständigung, was Armin Setzer seit 1995 mit etlichen emsigen Feuerwehrhelfern, aber auf eigene Faust, betreibt: Ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge überlässt der ehemalige Kreisbrandmeister nicht etwa Schrotthändlern, sondern überführt die Wagen nach Ungarn, wo sie im Bezirk Bekes rundum saniert und etliche weitere Jahre eingesetzt werden. Gestern Mittag gingen die Fahrzeuge Nummer 17 und 18 auf die 24-Stunden-Reise in den ländlichen Südosten des Landes.

Mit an Bord: Dieter Hoffmann, Erhard Wiesel, Stephan Menn, Stefan Binsack und natürlich Setzer selbst. Mit zum Konvoi zählt ein Mercedes-Bus für den Rücktransport der deutschen Fahrer, gesteuert von Sandor Katona, dem ungarischen Kontaktmann. Setzer und Katona haben seit 1995 alle Hilfsaktionen gemeinsam gemanagt. Die ersten Fahrzeuge wurden noch bei der Firma Blefa - dort arbeitet Katona - so umfassend erneuert, dass sie beinahe als Neufahrzeuge durchgegangen wären. Die Folge: »An der ungarischen Grenze mussten wir 25 Prozent Mehrwertsteuer zahlen«, plauderte Setzer gestern kurz vor der Abfahrt aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Bei den letzten Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen wurde deshalb nur das Nötigste an Reparaturen erledigt. So auch bei den Fahrzeugen 17 und 18, die zuvor 25 bzw. 26 Jahre in den Löschzügen Wahlbach und Lippe im Feuerwehrdienst gestanden hatten. Es handelt sich dabei um Löschfahrzeuge vom Typ LF 8, regulär ausgerüstet mit Vorbaupumpe und Schläuchen. Sie sind bestimmt für die ungarische Stadt Totkomlos.

Erst kurzfristig war die Transaktion möglich geworden. In den vergangenen Tagen hatten Binsack und weitere Helfer die beiden LF 8 für die Ungarn-Tour fahrbereit gemacht. Regelrecht runderneuert werden sie von den ungarischen Partnern. Armin Setzer: »Die Ungarn haben einen eigenen TÜV, der strenger ist als der unsrige. Dort müssen die Fahrzeuge vorgeführt werden. Es ist sogar schon passiert, dass ein hierzulande geprüftes Fahrzeug dort auf Anhieb nicht durchgekommen ist.« Am Sonntag wird die Nordsiegerländer Feuerwehrtruppe zurückerwartet.

Ob auch die Hilfsaktionen Nr. 19 und 20 in allernächster Zukunft möglich sein werden, muss sich zeigen. Angesichts schwindender Zuschussgelder sind die Kommunen immer weniger in der Lage, Neufahrzeuge zu beschaffen. Selbst überalterte Fahrzeuge müssen bei den hiesigen Löschzügen »durchhalten«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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