Feuerwehr kann Verstärkung gebrauchen

js Hilchenbach. Noch ist die Personaldecke der Freiwilligen Feuerwehr Hilchenbach recht stabil. Etwa 240 Kameradinnen und Kameraden löschen, retten und bergen, wenn Not am Mann ist. Von dem deutschlandweiten Trend sinkender Mitgliederzahlen bleibt die Wehr am Rothaarsteig momentan noch verschont. Dennoch ist es für Harald Stecher, Leiter der Feuerwehr, und Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab an der Zeit, sich aktiv auf die Suche nach neuen Mitgliedern zu begeben.

„Der Feuerschutz in Hilchenbach ist auf einem hohen Niveau“, konstatierte Hasenstab jetzt in einem Pressegespräch. „Dennoch stellt er uns als Kommune stets vor neue Herausforderungen.“ Vor allem in den Städten der Bundesrepublik beklage man einen Mitgliederschwund von 10 bis 20 Prozent. „So weit ist es bei uns zum Glück noch nicht, und wir wollen, dass dies so bleibt.“ Daher wolle die Verwaltung neue Anreize schaffen, um vor allem jungen Menschen eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr schmackhaft zu machen.

„Mach doch einfach mal mit!“ lautet der Titel eines Flugblattes, das Feuerwehr und Rathaus in den kommenden Tagen unter die Bevölkerung bringen möchten. Darin stellen sich die „Floriansjünger“ der Löschzüge und -gruppen Dahlbruch, Helberhausen, Hilchenbach, Grund, Lützel, Müsen, Oechelhausen/Ruckersfeld und Vormwald vor und rufen die Bürger der Stadt dazu auf, sich selbst zu engagieren – ob im aktiven Dienst oder als finanzieller Unterstützer in einem der Fördervereine.

„In den vergangenen beiden Jahren stagnierte unsere Mitgliedszahl“, berichtete Harald Stecher. In den acht Jahren davor jedoch seien die Einbrüche spürbar gewesen. 8 Prozent der aktiven Wehr und 15 Prozent der Jugendfeuerwehr seien in dieser Zeit weggebrochen. „Unser großes Problem ist der Altersdurchschnitt.“ Dieser steige immens an. „Und mit 60 Jahren müssen die Kameraden aus dem aktiven Dienst aussteigen.“ Zwar habe die Freiwillige Feuerwehr eine starke Jugendfeuerwehr. „Doch es ist absehbar, dass ihre Stärke noch nicht zur Kompensation der Abgänge ausreichen wird.“ Immerhin verließen viele der Nachwuchskräfte die Feuerwehr mit 18 Jahren aus den verschiedensten Gründen und stünden somit nicht für die aktive Wehr zur Verfügung. Auch die stets steigenden Anforderungen trügen zu Problemen bei der Nachwuchssuche bei. „Löschen ist eigentlich das, was wir heute am wenigsten machen müssen.“

Dennoch möchte die Wehr auch künftig 365 Tage im Jahr für die Hilchenbacher da sein. Um dies weiter zu unterstützen, hat die Stadt Hilchenbach nun eine ganze Reihe von örtlichen Einzelhändlern und Dienstleistern mit ins Boot geholt. Diese bieten den Inhabern eines Feuerwehr-Dienstausweises ab sofort spezielle Vergünstigungen an.„Auch wenn die Sirenen seit ein paar Monaten stumm bleiben, sollten die Hilchenbacher wissen, dass wir nicht etwa eingeschlafen sind“, sagte Harald Stecher mit Blick auf die neue Alarmierung per Digitalfunk.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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