Filmmusik hoch im Kurs

Die vom Musikverein Müsen 1919 gespielte Filmmusik kam vor allem bei den Jugendlichen gut an.  Foto: hmw

hmw Müsen. Auch im Bergwerksdorf Müsen hält allmählich der Frühling Einkehr, und für die entsprechende Stimmung sorgte am Sonntagnachmittag der Musikverein Müsen 1919 unter seinem Dirigenten Lothar Setzer im voll besetzten Gebrüder-Busch-Theater. Durch das Programm führte wieder Vorsitzender Bernd Hoffmann. Schwungvoll vollzog sich der Auftakt mit dem „Mussinan-Marsch“ aus dem Genre der Militärmusik. Danach jedoch überraschten die über 40 Musiker mit einer Tondichtung in drei Sätzen: „Tirol 1809“ um den Freiheitskämpfer Andreas Hofe, eine Komposition, die in Takt und Tempi stark unterschiedlich verlief und genaues Zuhören erforderlich machte. Die versierten Musikanten meisterten das diffizile Werk jedoch mit Bravour.

In neuem Outfit präsentierte sich das Jugendorchester Müsen, das ebenfalls von Dirk Setzer geleitet wird. Dass der Nachwuchs es drauf hat, zeigte er mit rockig-fetzigen Stücken wie u. a. dem „Crocodile Rock“ oder dem „Mamma-Mia-Musical“.

Klänge der eher filigranen Art hatte anschließend die Flötengruppe unter Stefanie Hasler zu bieten. Mit zarten Klängen und durchaus sehr sauber brachten die kleinen Künstler „Irgendwann, irgendwo, irgendwen“ sowie den „Löwenzahn“ zum Vortrag.

Filmmusik ist derzeit in und vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Dem entsprach nach der Pause wieder der Musikverein mit den Sätzen „Der mit dem Wolf tanzt“ sowie „Chicken Run“ – eine musikalische Abhandlung über die Geschehnisse auf einer Hühnerfarm. Dirigent Dirk Setzer kann auf seine tolle Truppe stolz sein.

Fast kein Konzert ohne Ehrungen: Wer Musik liebt, bleibt seinem Verein auch als förderndes Mitglied treu. So ehrte Bernd Hoffmann Friedrich Franz für 40-jährige sowie Cristina Menn und Adolf Scheffe für 25-jährige passive Mitgliedschaft.Mit dem „Tanz der Vampire“ blieb man danach noch im Filmmusik-Genre. Ein Stück, in das bewusst Dissonanzen integriert wurden, hier klingt nicht immer alles (scheinbar) so harmonisch wie bei Märschen und Polkas. Für diesen Vortrag hatten sich zudem einige Kinder als Vampire geschminkt und tanzten vor und auf der Bühne. Gelungen!Udo Jürgens steht gegenwärtig hoch im Kurs, so dass auch die Müsener eine Hommage an den populären Sänger richteten. Dies geschah mit dem Medley „Udo Jürgens live“: Dass mit 66 Jahren noch nicht Schluss ist, zeigt wohl auch die enorme Alterspanne im Musikverein. Der Jüngste ist acht, der älteste bereits 75 Jahre alt.Dass Zugaben gefordert wurden, war eigentlich zu erwarten. Die gab es mit dem Medley „The-Blues-Brothers-Revue“ sowie der Polka „Wir Musikanten“ im Egerländer-Sound. Die kam so gut an, dass der letzte Teil wiederholt werden musste. Gut gemacht!

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