Dahlbrucher Sauna
Fitnessplan fürs Hallenbad

Der Betreiber des Dahlbrucher Hallenbads möchte sein Angebot erweitern: In einem zweigeschossigen Anbau in Richtung Bachlauf (auf dem Foto zwischen Abfallbehältern und Graffiti-Wand) sollen Sauna und Fitnessstudio untergebracht werden Foto: Jan Schäfer
  • Der Betreiber des Dahlbrucher Hallenbads möchte sein Angebot erweitern: In einem zweigeschossigen Anbau in Richtung Bachlauf (auf dem Foto zwischen Abfallbehältern und Graffiti-Wand) sollen Sauna und Fitnessstudio untergebracht werden Foto: Jan Schäfer
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js Dahlbruch. Die Verwandlung des in die Jahre gekommenen städtischen Gebäudekomplexes am Bernhard-Weiss-Platz zum Kulturellen Marktplatz Dahlbruch (KMD) lässt weiterhin auf sich warten. Der vorgesehene Baustart zu Beginn der Sommerferien lässt sich aufgrund einer deutlichen Kostensteigerung des Projekts nicht halten (die SZ berichtete). Dennoch wird die an des Hallenbad angeschlossene Sauna am 15. Juli schließen – für immer. Zu hoch ist der Sanierungsstau, um das Mindeste zu reparieren, müsste die Stadt rund 20 000 Euro in die Hand nehmen.

Lenne Therme möchte investieren

Die Firma Lenne Therme aber, die das von der Stadt gepachtete Bad betreibt, möchte ihre Kunden auch künftig ins Schwitzen bringen. Ihr schwebt vor, einen Anbau auf die grüne Wiese in Richtung Rothenbach zu setzen. In einem zweigeschossigen Gebäude, so der Vorschlag, könnte unten ein Fitnessstudio eingerichtet werden. Im Obergeschoss wäre Platz für zwei Gruppen-Trainingsräume.

Auf dem Dach wiederum könnte wieder eine kleine Saunalandschaft drapiert werden – zwei Kabinen, ein Ruheraum und ein Außenruhe- und Duschbereich. Rund 400 Quadratmeter Grundfläche könnte der Anbau bieten, der Anschluss an die vorhandene Infrastruktur würde das Mitnutzen der Umkleiden und des Eingangsbereichs ermöglichen.

Politik gab grünes Licht

Der Hilchenbacher Haupt- und Finanzausschuss gab am Mittwoch im Grundsatz grünes Licht für weitere Planungen. Genau dieses hatte sich Lenne Therme von der Stadt gewünscht, um die Idee konkretisieren zu können.

Unabhängig vom Kulturellen Marktplatz

Mit dem eigentlichen Projekt KMD habe diese Planung nichts zu tun, stellte Baudezernent Michael Kleber klar. Im städtebaulichen Großprojekt, das u. a. auch das Hallenbad betrifft (der Eingangsbereich wird verlegt), sei an der von Lenne Therme für den Anbau ins Auge gefassten Stelle bereits ein „Platzhalter“ für ein solches Angebot markiert. Mit der nunmehr neu zu überprüfenden Finanzierung des 10-Mill.-Euro-Vorhabens habe dies aber nichts zu tun. Denn: Die Firma Lenne Therme möchte selbst bauen und investieren, dafür hätte sie aber gern einen Pachtvertrag, der nicht nur für fünf, sondern für mindestens zehn Jahre Sicherheit gibt. Lenne Therme gehe ehrgeizig an das Projekt heran, ziele auf einen Bau spätestens im Jahr 2021 ab.

Michael Stötzel (SPD) begrüßte die Initiative des Betreibers. Der Bedarf an einer Sauna sei vor Ort gegeben. Annette Czarski-Nüs (Grüne) fragte sich, wie die Gebäudefrage geklärt werde – das Bad selbst sei schließlich städtisch, der Anbau privat. „Wer finanziert das?“ Zudem müsse darauf geachtet werden, dass die Architektur zu der des KMD passe.

Das neue Gebäude könne auch völlig autark errichtet werden, erwiderte Kleber. Das Grundstück könnte über einen Erbbauvertrag überlassen werden – mit entsprechender Laufzeit. „Alle haben ein Interesse daran, dass sich das Gebäude einfügen würde“, sagte der Baudezernent zur optischen Gestaltung. „Das geben wir so als Erwartungshaltung weiter.“

Rechtlichen Rahmen klären

Arne Buch (CDU) wünschte sich zunächst die genaue Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen, sie seien wichtiger als die Optik. „Wir wären dann schließlich nicht mehr so frei in der Entscheidung, wenn es künftig um die Verlängerung des Pachtvertrags geht.“ Es gebe vieles abzuklären und abzustimmen, räumte Kleber ein. „Das werden wir mit dem Betreiber offen ansprechen.“

Wie und wann der Fitness-Sauna-Bereich kommen kann, stand am Mittwoch nicht zur Diskussion. Mit dem positiven Signal aus der Politik können die Stadtverwaltung und vor allem die Lenne Therme nun aber in eine konkrete Planung einsteigen – die Ergebnisse davon müssen sie den Stadtverordneten wieder vorlegen.

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