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Ehrenamtliche Betreiber geben Hoffnung nicht auf
Freibäder werden aufgehübscht

Saskia Grafe (l.) und Lea Scheffe lassen sich von der Corona-Krise nicht entmutigen: Sie sorgen seit einigen Tagen dafür, dass das Freibad Müsen beim Saisonstart in kräftigen Farben leuchtet – egal ob oder wann grünes Licht gegeben wird.
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  • Saskia Grafe (l.) und Lea Scheffe lassen sich von der Corona-Krise nicht entmutigen: Sie sorgen seit einigen Tagen dafür, dass das Freibad Müsen beim Saisonstart in kräftigen Farben leuchtet – egal ob oder wann grünes Licht gegeben wird.
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js Müsen/Hilchenbach/Deuz. „Wir machen alles startklar!“ Wieland Abele freut sich, dass er mit seinem Team – einer Abteilung des TuS Müsen – das Naturfreibad im Bergmannsdorf überm Wasser auf die Saison 2020 vorbereiten kann. Ob und wie diese überhaupt möglich sein wird oder ob sie statt der Erfrischungssuchenden selbst ins Wasser fallen wird, das ist bislang noch unklar. Wegen der Corona-Krise sind Sportstätten und Schwimmbäder noch immer nicht geöffnet. Den Optimismus hat die Pandemie bislang aber noch nicht aus der Bahn geworfen. „Wir sind noch immer guter Dinge“, erklärt Abele.

An die für den 13. Mai geplante Eröffnungsparty, längst fester Programmpunkt im gut gefüllten Müsener Festkalender, ist in diesem Jahr freilich nicht zu denken.

js Müsen/Hilchenbach/Deuz. „Wir machen alles startklar!“ Wieland Abele freut sich, dass er mit seinem Team – einer Abteilung des TuS Müsen – das Naturfreibad im Bergmannsdorf überm Wasser auf die Saison 2020 vorbereiten kann. Ob und wie diese überhaupt möglich sein wird oder ob sie statt der Erfrischungssuchenden selbst ins Wasser fallen wird, das ist bislang noch unklar. Wegen der Corona-Krise sind Sportstätten und Schwimmbäder noch immer nicht geöffnet. Den Optimismus hat die Pandemie bislang aber noch nicht aus der Bahn geworfen. „Wir sind noch immer guter Dinge“, erklärt Abele.

An die für den 13. Mai geplante Eröffnungsparty, längst fester Programmpunkt im gut gefüllten Müsener Festkalender, ist in diesem Jahr freilich nicht zu denken. Auch die ersten Bahnen dürften ganz so schnell noch nicht zu schwimmen sein im naturtrüben Nass. Ein bisschen später aber würden die TuS-ler gerne die Tore öffnen, sollten die Vorgaben entsprechend gelockert werden. Die Dimension des Geländes könnte den Müsenern zupass kommen: „Wir haben viel Platz“, sagt Wieland Abele. Selbst ein Abstecken von 2-mal-2-Meter-Parzellen würden die Ehrenamtler in Kauf nehmen, um den Traum von einer Saison wahr werden zu lassen.

Feuerwehr kam nicht zum Reinigen

Die Reinigung des Beckenbodens hat in diesem Jahr nicht in eingeübter Kooperation mit der Feuerwehr stattfinden können. Das hat das Freibadteam selbst übernommen, mit Hochdruckreinigern statt löscherprobten Schläuchen. Seither läuft das Bassin voll, wenn auch etwas spärlich bislang – kein Wunder angesichts der anhaltenden Trockenheit. Bis zum Nichtschwimmerbereich reicht der Pegel bislang noch nicht. Derweil werden das Gelände und die Anlagen herausgeputzt. Es wird gemäht, gereinigt und angestrichen. Mehr Helfer als in den Vorjahren beteiligen sich an der Saisonvorbereitung. Der Lockdown hat ihnen bei allen Nachteilen mehr Freizeit und zusätzlichen Tatendrang beschert.

Hilchenbach wartet auf grünes Licht

Ähnlich sieht es in Hilchenbach aus. Das dortige Freibad ist wie das Müsener im Eigentum der Stadt, für den Betrieb jedoch sind auch hier Ehrenamtler zuständig. Ohne sie lief hier nichts. Auch der TuS Hilchenbach hat bereits vor einigen Wochen mit den Saisonvorbereitungen begonnen, wenn auch weniger intensiv als in normalen Zeiten. Dass hier am 9. Mai planmäßig die ersten Badegäste kommen können, hält 2. Vereinsvorsitzender Ralf Limper für undenkbar. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung hofft der TuS mit seinem Freibadteam auf grünes Licht. Maximal zwei Wochen würden dann benötigt, das Badevergnügen zu ermöglichen.

Einladend sieht der blaue Pool derzeit noch nicht aus, noch ist das alte Wasser drin. Für das Leeren, Reinigen und Wiederbefüllen lassen sich die Ehrenamtler noch ein bisschen Zeit. Anders als die Müsener Mitstreiter müssen die Hilchenbacher in dieser Hinsicht an die Kosten denken: Sobald neues Wasser eingelaufen ist, etwa drei bis vier Tage dauert die Füllung des Beckens, müssen die Chloranlagen laufen. Das mache nur dann Sinn, wenn auch wirklich mit Badebetrieb gerechnet werden könne.

Freibadsaison wäre wichtiger denn je

„Wir hoffen alle, dass wir aufmachen dürfen“, betont Ralf Limper. Wichtig sei es aus seiner Sicht, dass spätestens zu den Sommerferien das Freizeitangebot an der Ferndorfstraße genutzt werden könne. Das sei in diesem Jahr wichtiger denn je. „Viele Hilchenbacher werden im Sommer wahrscheinlich nicht das gewünschte Urlaubsziel ansteuern können“ – wegen anhaltender Reisebeschränkungen oder kurzarbeitbestimmter Finanzlage. „Deshalb möchten wir den Kindern und Jugendlichen sehr gern die Chance geben, das Freibad zu besuchen.“ Aus dieser Hoffnung ziehe das Team seine Motivation.

Deuz fast startklar

So gut wie startbereit ist auch das Naturfreibad in Deuz. „Die Vorbereitungen laufen, das Becken läuft bereits voll“, erklärt Rüdiger Honig, Vorsitzender des Trägervereins. Eigentlich war hier der 2. Mai als Eröffnungstag vorgesehen gewesen, dieser Termin ist auch im Netpherland nicht zu halten. Es bestehe aber nach wie vor Hoffnung, mit Verzögerungen an den Start zu gehen.

Saskia Grafe (l.) und Lea Scheffe lassen sich von der Corona-Krise nicht entmutigen: Sie sorgen seit einigen Tagen dafür, dass das Freibad Müsen beim Saisonstart in kräftigen Farben leuchtet – egal ob oder wann grünes Licht gegeben wird.
Die Trockenheit lässt das Naturfreibad Müsen eher langsam volllaufen - der Pegel hat das Nichtschwimmerbecken noch nicht erreicht. Der Saisonstart ist aber ohnehin noch nicht absehbar.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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