Gemeinde offenen Dialog angeboten

Pastor Martin Assauer in »St. Augustinus« als Nachfolger von Josef Utsch eingeführt

Dahlbruch. Eine Bibelstelle ist Pfarrer Martin Assauer, dem neuen Geistlichen der Pfarrgemeinde »St. Augustinus«, besonders wichtig: »Was ihr dem geringsten meiner Brüder oder Schwestern angetan habt, habt ihr auch mir angetan.« So lautete sein Primiz-Spruch bei seiner ersten Messe. Offenheit und gegenseitiges Vertrauen sind es daher, die er sich für seine kommenden Amtsjahre wünscht. Assauer tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Josef Utsch (wir berichteten) an. Rund 3500 Gläubige gehören zu seiner neuer Gemeinde.

Bis auf den letzten Platz war die St.-Augustinus-Kirche belegt, als Dechant Werner Wegener (Netphen) den Amtsbruder in sein Amt einführte. Die eigentliche Ernennung hatte bereits vor einigen Wochen im Dom zu Paderborn stattgefunden. In Dahlbruch leistete Assauer vor allen das Versprechen, in treuer Hingabe die Aufgaben seines neuen Amtes zu erfüllen, im Vertrauen auf Gottes Hilfe zu dienen zum Lobe Gottes und den Menschen zum Heil. Wegener verlas auch die Ernennungsurkunde des Erzbischofs, in der dem neuen Geistlichen besonders die Seelsorge ans Herz gelegt wird.

Pfarrer Martin Assauer ist 37 Jahre alt und wurde in Iserlohn geboren. Nach seinen Studienjahren in Paderborn und Wien wurde er 1991 zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle trat er 1991 in Bad Pyrmont an. Vier Jahre später ging er für weitere vier Jahre nach Herne. In den vergangenen zwei Jahren war er der Gemeinde Borchen bei Paderborn zugeteilt. Assauer freute sich, neben vielen Menschen seiner neuen Gemeinde auch vertraute Gesichter aus seiner zurückliegenden Amtszeit im Festgottesdienst zu sehen, beispielsweise die Fahnendelegationen der Schützenvereine aus Nord-Borchen und Alfen.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angelika Höchst wünschte Assauer, dass er sich »schnell bei uns einlebt, dass wir viel von ihm und er auch viel von uns haben wird.« Der Pfarrer ist natürlich mit einer Reihe von Erwartungen nach Dahlbruch in die Diaspora gekommen: Er könne sich gut vorstellen, dass auch die Gemeindeglieder eine Reihe von Wünschen an ihn hätten. Zugleich mahnte er jedoch, man möge kein fertiges Konzept von ihm erwarten und auch keine voreiligen Versprechungen. Vielmehr werde es so sein, dass die Gemeinde mit ihrem Pfarrer zusammen viel lernen müsse, nicht, weil der Pfarrer dies so wolle, sondern weil er anders sei als sein Vorgänger.

Assauer betonte zugleich, es lohne sich, Gemeinde Jesu Christi zu sein. Nicht derjenige, der auf der Kanzel stehe, habe alles zu sagen, vielmehr müsse sich die Gemeinde gemeinsam auf den Weg Jesu Christi machen. Dieser bestehe aus einer Vielzahl von Schritten aufeinander zu. Assauer bat die Gläubigen um Offenheit im Umgang miteinander und mit ihm, schließlich stehe es nicht jedermann auf die Stirn geschrieben, was er denke und wünsche. »Ein offenes Wort ist mir lieber, als hintenrum erfahren zu müssen, was ich alles vergessen habe«, forderte er die Gottesdienstbesucher zur Ehrlichkeit auf. Er setze auf den Geist von Kraft, Liebe und Besonnenheit, so wie er im Gleichnis vom Senfkorn beschrieben wurde, das als Grundlage seiner Predigt diente.

Das Heilige Abendmahl zelebrierte Pfarrer Assauer mit seinem Berufskollegen und Freund aus Studienzeiten, Pfarrer Norbert Wohlgemuth, seinem Amtsvorgänger Pfarrer i.R. Josef Utsch, Dechant Werner Wegener und Dechant i.R. Karl-Heinz Rohleder. Die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes besorgten der Gemischte Chor »St. Augustinus« Dahlbruch und der »Junge Chor« Hilchenbach mit Gabriel Isenberg an der Orgel. Bei einem Empfang im Gymnasium Stift Keppel hatten die Gläubigen Gelegenheit, Pfarrer Martin Assauer näher kennen zu lernen.

sib

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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