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Marktplatz Hilchenbach
Graue Fläche mit Luft nach oben

Mehr Grün, weniger Grau – mehr Aufenthaltsqualität, weniger Verkehrsfläche: Die Stadt Hilchenbach möchte die Potenziale ihres Marktplatzes nutzen und vor allem den nördlichen Bereich (rechts im Bild) umgestalten. Um Förderchancen zu ergreifen, muss die Politik den Weg frei machen. Das kostet Geld. Foto: Jan Schäfer
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  • Mehr Grün, weniger Grau – mehr Aufenthaltsqualität, weniger Verkehrsfläche: Die Stadt Hilchenbach möchte die Potenziale ihres Marktplatzes nutzen und vor allem den nördlichen Bereich (rechts im Bild) umgestalten. Um Förderchancen zu ergreifen, muss die Politik den Weg frei machen. Das kostet Geld. Foto: Jan Schäfer
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js Hilchenbach. Der Hilchenbacher Marktplatz soll aufgewertet werden. Seit ein paar Jahren schon hat die Kommunalpolitik das alte Herzstück ihrer Stadt wieder in den Blick genommen, möchte das im Zuge der Stadtkernsanierung verkehrsberuhigte und massiv umgestaltete Zentrum wieder mit Leben füllen. Aufenthaltsqualität lautet das Wort der Stunde – genau an dieser mangelt es dem kopfsteingepflasterten Platz zwischen ev. Kirche und Rathaus.

Ideen wurden vorgestellt, zunächst in visionärer Form, erstellt von Studenten aus Siegen. Die örtlichen Händler und Gastronomen kamen zu Wort. Hinzu kam die „Erdung“ der universitären Utopien, mit denen das Siegener Planungsbüro Loth dem Stadtentwicklungsausschuss im Januar drei Entwurfsvarianten präsentierte.

js Hilchenbach. Der Hilchenbacher Marktplatz soll aufgewertet werden. Seit ein paar Jahren schon hat die Kommunalpolitik das alte Herzstück ihrer Stadt wieder in den Blick genommen, möchte das im Zuge der Stadtkernsanierung verkehrsberuhigte und massiv umgestaltete Zentrum wieder mit Leben füllen. Aufenthaltsqualität lautet das Wort der Stunde – genau an dieser mangelt es dem kopfsteingepflasterten Platz zwischen ev. Kirche und Rathaus.

Ideen wurden vorgestellt, zunächst in visionärer Form, erstellt von Studenten aus Siegen. Die örtlichen Händler und Gastronomen kamen zu Wort. Hinzu kam die „Erdung“ der universitären Utopien, mit denen das Siegener Planungsbüro Loth dem Stadtentwicklungsausschuss im Januar drei Entwurfsvarianten präsentierte. In allen Vorschlägen wurde der Marktplatz neu strukturiert, in Zonen aufgeteilt. Multifunktional nutzbar soll er bleiben, das aber in deutlich aufgehübschtem Gewand, das zum Verweilen einlädt. Veränderte Wegeführungen, Sitzgelegenheiten, Flächen für Außengastronomie, neues Grün und Wasserspiele sind das Ziel – dafür weniger Parkplätze als bisher. Auch Veranstaltungen wie Wochen- und Sondermärkte sollen möglich bleiben, wenngleich sich die Buden und Schausteller der traditionsreichen Kirmes mit ein paar Anpassungen arrangieren müssten.

„Grüner Norden“ lautet der Titel der Variante, die sich bereits im Januar in der Diskussion als Favoritin herauskristallisierte und über die der Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch in seiner ersten Sitzung nach der Corona-Zwangspause noch einmal genauer zu befinden hatte. Denn: Die Stadt möchte auch im kommenden Jahr auf Fördertöpfe des NRW-Dorferneuerungsprogramms zugreifen. In den vergangenen beiden Jahren hatte sie bereits Zuschüsse zugesprochen bekommen für diverse private Projekte sowie öffentliche wie den Spielplatz Herrenwiese, den Strand im Müsener Freibad, den Abriss der Grundschule in Helberhausen und den Wasserspielplatz im Freibad Hilchenbach.

Für 2021 stehen der zweite Abschnitt des Freibad-Müsen-Ausbaus (ein Steg zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich), der Abriss der Hauptschule Dahlbruch (Schaffung von baureifen Grundstücken, u. a. für sozialen Wohnungsbau), die Gestaltung des Dorfplatzes Vormwald und eben die Marktplatz-Neugestaltung auf der Wunschliste fürs Dorferneuerungsprogramm. Um überhaupt ins Rennen zu kommen, muss bis Ende September Priorisierung der Projekte festgelegt werden – per Ratsbeschluss.

Am Mittwoch sprach sich im Fachausschuss die Mehrheit für den von der Verwaltung präferierten Entwurf aus, bei dem der nördliche Bereich des Marktes – der Fachwerkkulisse gegenüber liegend – begrünt und bespielbar gemacht werden soll. Wie genau das aussehen könnte, ist Inhalt einer weiterführenden Planung, mit der das Büro Loth beauftragt werden soll. Im Preis inbegriffen ist eine Visualisierung eines detaillierter ausgearbeiteten Entwurfs. Der „grüne Norden“ wird demnächst also noch anschaulicher präsentiert.

Coronabedingt habe es bislang noch keinen Termin mit der Bezirksregierung gegeben, bei der diese Auskunft über Auflagen aus Stadtkernsanierungszeiten liefern soll. Auch solle vermieden werden, dass die Umgestaltung KAG-pflichtige Dimensionen annehme.

Während die übrigen Fraktionen die Umgestaltung des Marktplatzes und die damit verbundene Nutzung seines Potenzials befürworteten, goss Christoph Rothenberg (FDP) etwas Wasser in den Wein: Er stimmte nicht zu, da dieser Entscheidung kostenpflichtige Folgen habe ohne die Garantie, dass überhaupt Fördergelder fließen würden. „Aber wir können wegen dieser Unsicherheit doch nicht unsere Stadtentwicklung einstellen“, widersprach Ausschussvorsitzender Michael Stötzel (SPD).

Mehr Grün, weniger Grau – mehr Aufenthaltsqualität, weniger Verkehrsfläche: Die Stadt Hilchenbach möchte die Potenziale ihres Marktplatzes nutzen und vor allem den nördlichen Bereich (rechts im Bild) umgestalten. Um Förderchancen zu ergreifen, muss die Politik den Weg frei machen. Das kostet Geld. Foto: Jan Schäfer
Der "grüne Norden": Stadtverwaltung und Politik bevorzugen diesen Umgestaltungsentwurf für den Markt. Sowohl das Plateau im Westen als auch der Mittelbereich würden mit Baumhainen begrünt.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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