„Der Kompass ist geeicht, der Kurs festgezurrt“
Grundsteinlegung am Kulturellen Marktplatz Dahlbruch

Trotz häufiger Bauverzögerungen kann die Stadt Hilchenbach nun die Grundsteinlegung des Großprojektes feiern.
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sz Dahlbruch. Selbst der Laie erkennt: Am Kulturellen Marktplatz Dahlbruch hat sich einiges getan. Wo noch vor wenigen Wochen lediglich blanke Eisenstäbe aus dem Fundament ragten, stehen jetzt bereits die ersten Grundmauern. Sogar Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis zeigt sich am Freitagmittag überrascht, dass es nun doch so schnell ging, denn eigentlich wollte die Stadt Hilchenbach an diesem Tag zunächst nur die Grundsteinlegung feiern. Dass der Baufortschritt aber schon einige Mauern erkennen ließe, mache ihn „sehr glücklich“.

Reichlich Gegenwind in der Bauphase

Das Regionale-Projekt von 2013 hatte sowohl in der Planungs- als auch in der Bauphase mit reichlich Gegenwind zu kämpfen. Schlechte Nachrichten von immer häufiger auftretenden Bauverzögerungen, brachten die Euphorie um das innovative Projekt ins Wanken. In Hilchenbach möchte man nun aber „in eine Richtung rudern“ und nach vorne blicken. „Wir haben für Hilchenbacher Verhältnisse ein echtes Großprojekt vor Augen und noch ein gutes Stück vor der Brust. Nicht umsonst wird der Vergleich mit der Elbphilharmonie in Hamburg genutzt, um in Relation die Bedeutung unseres Projektes darzustellen“ beschreibt Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis das einmalige Volumen und die Bedeutung des Kulturellen Marktplatz für die Stadt Hilchenbach.

Zeitkapsel für die Nachwelt

Auf eine ganz besondere Weise soll auch die Nachwelt den Moment der Grundsteinlegung erfahren und in Erinnerung behalten. Daher packten Landrat Andreas Müller, Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur und Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis einige Dinge als Erinnerungsstücke in eine Zeitkapsel: Baupläne, eine Projekturkunde sowie zwei Tageszeitungen. Auch das aktuelle Kinoprogramm des erst kürzlich wieder geöffneten Viktoria-Kinos durfte natürlich nicht fehlen. Die bronzefarbene Zeitkapsel soll später im Eingangsbereich des neuen Gebäudekomplexes einen geeigneten Platz bekommen.

Mehr Kultur im Dorf

Apropos Viktoria-Kino. Das kleine Lichtspielhaus wird als Teil des neuen Gebäudes besonders geschätzt. Wie Landrat Andreas Müller betont: „Man muss nicht zwingend nach Siegen fahren, um ins Kino zu gehen. Wir haben hier ein dezentrales Angebot für Kultur.“ Die glückliche Kombination aus Kino, Theater, Jugendzentrum, Veranstaltungsraum, Schwimmbad, Gastronomie und einem Haus der Alltagskultur mache es zu einem „einzigartigen Projekt in der Region, das seinem Namen alle Ehre macht“.

Auch für Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur ist der Kulturelle Marktplatz nach wie vor ein Herzensprojekt. Bereits in der Bewerberphase zur Regionale 2013 habe ihr das Konzept, mehr Kultur ins Dorf zu holen, gefallen. Nach etlichen Höhen und Tiefen in der Bau- und Planungsphase zeigte sie sich bei der Grundsteinlegung erleichtert: „Es freut mich, dass jetzt auch das letzte Projekt der Regionale 2013 große Fortschritte macht.“

In Dahlbruch kann man Besonderes erleben

Das funktioniert auch dank der Spenden- und Fördergelder, die die Stadt Hilchenbach erreicht haben. 3,6 Millionen Euro kamen durch die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bezirksregierung Arnsberg zusammen. Die reine Spendensumme beläuft sich einschließlich bestehender Zusagen zudem auf 3,2 Millionen Euro. „Sie alle haben dafür gesorgt, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene hier in Dahlbruch Besonderes erleben können“ bedankt sich Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis bei allen beteiligten Sponsoren, Spendensammlern und Bauexperten.

Als einer dieser Bauexperten gilt auch der Architekt Reinhard Angelis. Auch an ihm sind die Strapazen der letzten Jahre nicht spurlos vorübergegangen. Er betont jedoch: „Wenn am Ende des Tages die Hilchenbacher stolz sein können, dann hat sich die ganze Mühe gelohnt.“

Trotz häufiger Bauverzögerungen kann die Stadt Hilchenbach nun die Grundsteinlegung des Großprojektes feiern.
Durch eine Zeitkapsel, in welcher sich unter anderem Baupläne und eine Tageszeitung befinden, soll die Nachwelt die Grundsteinlegung erfahren.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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