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Handlungsbedarf am Schülhügel
Haltestelle für Elterntaxis

Große Markierungen reichen nicht aus: Die Verkehrssituation am Hilchenbacher Schulhügel muss mit weiteren Maßnahmen entschärft werden.
  • Große Markierungen reichen nicht aus: Die Verkehrssituation am Hilchenbacher Schulhügel muss mit weiteren Maßnahmen entschärft werden.
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js  Hilchenbach.  Abenteuer Schulweg: Nicht die eigentliche fußläufige Verbindung von der Bushaltestelle oder der Wohnung zum Klassenraum sorgt für die brenzligsten Situationen – vielmehr ist es der Trend der Mütter und Väter, ihre Kinder mit dem Auto möglichst nah an die Schule heranzufahren. Auch die Stadt Hilchenbach hat in Sachen Elterntaxis Handlungsbedarf erkannt, wie Andrea Klein von der Verwaltung jetzt im Verkehrsausschuss berichtete.
Stadt möchte auf die Bremse tretenDie Stadt richtet ihren Blick insbesondere auf die Jung-Stilling-Allee am sogenannten Schulhügel. Dort oben thront nicht nur das einstige Lehrerseminar, in dem die Carl-Kraemer-Realschule mit ihren derzeit rund 400 Schülern untergebracht ist.

js  Hilchenbach.  Abenteuer Schulweg: Nicht die eigentliche fußläufige Verbindung von der Bushaltestelle oder der Wohnung zum Klassenraum sorgt für die brenzligsten Situationen – vielmehr ist es der Trend der Mütter und Väter, ihre Kinder mit dem Auto möglichst nah an die Schule heranzufahren. Auch die Stadt Hilchenbach hat in Sachen Elterntaxis Handlungsbedarf erkannt, wie Andrea Klein von der Verwaltung jetzt im Verkehrsausschuss berichtete.

Stadt möchte auf die Bremse treten

Die Stadt richtet ihren Blick insbesondere auf die Jung-Stilling-Allee am sogenannten Schulhügel. Dort oben thront nicht nur das einstige Lehrerseminar, in dem die Carl-Kraemer-Realschule mit ihren derzeit rund 400 Schülern untergebracht ist. Auch die Florenburg-Grundschule mit 215 Jungen und Mädchen hat dort ihr Domizil. Etwa 60 Lehr- und Betreuungskräfte kommen hinzu. Vormittags ist also jede Menge los auf diesem Hügel oberhalb der Rothenberger Straße – insbesondere dann, wenn mehr Autofahrer als unbedingt nötig die Steilstrecke zu den Schultoren unter die Räder nehmen. Genau dort möchte die Verwaltung nun auf die Bremse treten.

Anfangszeiten bleiben wie sie sind

Eine Entzerrung bei den Anfangszeiten des Unterrichts sei nicht möglich, verdeutlichte Klein. Das liege daran, dass Kinder aus den entfernteren Ortschaften gemeinsam mit dem Bus ins Stadtzentrum gebracht würden. Mehr als eine Hinfahrt pro Schultag ist im Linienbündel Mitte nicht drin – weitere Fahrten müssten aus dem schmalen Stadtsäckel bezahlt werden. Um die Situation an und auf der Jung-Stilling-Allee zu entschärfen, wurden vor Jahren bereits Geländer angebracht sowie Querungshilfen und Warnmarkierungen aufgetragen. Bei Elternabenden werde die Problematik immer wieder vorgetragen, in Elternbriefen werde darum gebeten, die Kinder nicht allzu nah an den Klassenraum heranzufahren. Erfolgreich seien solche Appelle höchstens temporär.

Hol- und Bringzone

Deshalb möchte die Stadt nun eine Hol- und Bringzone einrichten, die den Autoverkehr auf dem Schulhügel eindämmt. Diese Zone soll unten an der Rothenberger Straße, in einem eigens markierten Bereich der Bushaltestelle am alten Friedhof, markiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen dann zu Fuß den Rest der Strecke gehen, entweder über die Allee zur Realschule oder über den verkehrsberuhigten Eberhard-Jung-Weg zur Grundschule. Zudem soll eine Ausbildung von Schülerlotsen angestrebt werden. Darüber hinaus möchte die Stadt Lehrerparkplätze ausweisen, sodass vormittags nur diejenigen auf dem Schulberg parken, die dort zu tun haben. Nachmittags soll diese Einschränkung nicht gelten, dann sollen auch die Nutzer der Sporthallen – Vereinsmitglieder etwa – die Parkplätze nutzen können. Eine Verkehrsschau mit den zu beteiligenden Akteuren wurde bereits anberaumt.

"Bepuderung" der Kinder moniert

Die Politik stimmte dem Vorgehen der Verwaltung zu. Die übermäßige „Bepuderung“ der Kinder sei schlimm, meinte Barbara Roth (SPD). Den Berg hochzulaufen, mache den Kopf frei. Bärbel Dörr (Grüne) hakte bei der Örtlichkeit für die Hol- und Bringzone nach. Ob der Platz dafür nicht zu klein sei, wollte sie wissen. Uwe Limper vom Ordnungsamt verneinte. Dort könnten auch nach der Einrichtung einer solchen Zone zwei lange Busse halten. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW werde das aber noch einmal genau ausgemessen. Ulrich Bensberg (UWG) plädierte für Aufklärungsarbeit. „Wir können ja keine Gesichtskontrolle einführen“, sagte er mit Blick auf ein mögliches Durchfahrtverbot für Eltern.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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