Heimspiel für Hauptschüler: Infos rund um die Ausbildung

Firmen und Institutionen stellten gestern Berufe vor

Dahlbruch. Als Teenager wünscht man sich meist nichts sehnlicher, als den Klang des letzten Gongschlags, der das Ende der Schulzeit verkündet. Doch sollte man auf diesen Moment vorbereitet sein. Mit einem unterzeichneten Ausbildungsvertrag in der Tasche lässt sich der letzte Schultag deutlich fröhlicher feiern. Aus diesem Grund haben sich Jungen und Mädchen der Adolf-Reichwein-Schule Dahlbruch gestern in ihrer »Penne« über Möglichkeiten auf dem heimischen Arbeitsmarkt informiert. Gedacht war der Workshop unter Beteiligung einiger Firmen und Institutionen für die Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 und deren Eltern.

Es war die zweite Aktion dieser Art, wie Schulleiter Helmut Kaufmann und Projektleiterin Ute Strackbein berichteten. Neu dabei: »Diesmal haben die Schüler die Vorbereitungen selbst in die Hand genommen. Sie waren ein aktiver Teil der Berufsvorbereitung«, freute sich Kaufmann. Nicht ganz so glücklich war er über das Interesse der Eltern: Nur sehr wenige Mütter und Väter ließen sich blicken.

Die Informationen in den Betrieben, so Kaufmann, sei hervorragend, würden aber von den Schülern nicht gut genug genutzt. Daher sei ein solches »Heimspiel« in der Schule von Vorteil und wichtig für die aktuelle Phase der Berufsvorbereitung. Kaufmann dankte den beteiligten Firmen und Institutionen (SMS-Demag, Sieper-Werke, Hilma-Römheld, Gebr. Rath Werkzeugbau, Volksfürsorge, Aus- und Weiterbildungszentrum Bau, Handwerkskammer Olpe, ev. Klinik Kredenbach und Arbeitsamt Siegen) für ihr Kommen.

Die Zehntklässler hatten die Ziele dieser Aktion selber definiert: Ausbildungsmöglichkeiten im Raum Hilchenbach/Kreuztal und Alternativen zum »Traumberuf« sollten aufgezeigt werden. Von den Experten erhofften sie sich u.a. Infos über die Anforderungsprofile bestimmter Jobs, aber auch Fakten zu Übernahmemöglichkeiten nach der Lehre und Chancen zur Weiterbildung.

Praktikum ein wichtiger Meilenstein

Die Schüler suchten den Dialog mit den Experten, doch wurde auch Werkzeug in die Hand genommen, um das eigene Geschick zu überprüfen. Die Bedeutung der Schulpraktika betonte dabei z.B. Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ Bau in Fellinghausen: »Wenn man in der Klasse 8 weiß, wo man in der 9 ein Praktikum macht und dies in der Klasse 10 wiederholt – das ist schon die halbe Lehrstelle.«

Dass Hauptschülerinnen besondere Probleme hätten, einen Ausbildungsplatz zu finden, darauf wies Ute Strackbein hin. In ihren Traumberufen, z.B. im sozialen Bereich, im Kindergarten oder Büro, hätten sie schlechte Karten. In Kooperation mit Sandra Thiemt vom Kreisjugendamt betreut Strackbein seit April das Projekt »Moderne Mädchen gehen in die Politik«, das bei der Berufswahl helfen soll. Am Montag habe jedes der neun Mädchen in den Reihen der Hilchenbacher Ratsfraktionen einen Paten gefunden, der bei der Lehrstellensuche helfen werde, freute sie sich.

nja

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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