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Ökumenische Initiative zieht um
Hilchenbacher Kleiderstube packt die Koffer

Seit anderthalb erfolgreichen Jahrzehnte bietet die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach bestens erhaltene Kleidung für kleines Geld an. Ende Januar hat das von der Pfarrkirche St. Augustinus „bewachte“ Ladenlokal an der B 508 ausgedient – die Gelegenheit für einen Umzug war günstig.
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  • Seit anderthalb erfolgreichen Jahrzehnte bietet die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach bestens erhaltene Kleidung für kleines Geld an. Ende Januar hat das von der Pfarrkirche St. Augustinus „bewachte“ Ladenlokal an der B 508 ausgedient – die Gelegenheit für einen Umzug war günstig.
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  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Dahlbruch. Von einer solch geringen Fluktuation können andere ehrenamtliche Initiativen nur träumen: Seit über 15 Jahren schon machen mehr als zwei Dutzend Frauen und Männer in Sachen Mode, sorgen in der ökumenischen Kleiderstube Hilchenbach dafür, dass auch weniger gut Betuchte nicht in Garderobennöte geraten und sich mit gespendeter, aber bestens erhaltener gebrauchter Kleidung ausstatten können. Während die angebotene Ware stetig rein und raus getragen wird und somit viel Bewegung herrscht im ehemaligen Schreibwarenladen an der B 508 in Dahlbruch, blieb das Team in all der Zeit weitgehend bei der Stange. Und das soll auch so bleiben, obwohl – und vielleicht auch gerade weil – eine große Veränderung ins Haus steht: der Umzug in ein neues Ladenlokal.

js Dahlbruch. Von einer solch geringen Fluktuation können andere ehrenamtliche Initiativen nur träumen: Seit über 15 Jahren schon machen mehr als zwei Dutzend Frauen und Männer in Sachen Mode, sorgen in der ökumenischen Kleiderstube Hilchenbach dafür, dass auch weniger gut Betuchte nicht in Garderobennöte geraten und sich mit gespendeter, aber bestens erhaltener gebrauchter Kleidung ausstatten können. Während die angebotene Ware stetig rein und raus getragen wird und somit viel Bewegung herrscht im ehemaligen Schreibwarenladen an der B 508 in Dahlbruch, blieb das Team in all der Zeit weitgehend bei der Stange. Und das soll auch so bleiben, obwohl – und vielleicht auch gerade weil – eine große Veränderung ins Haus steht: der Umzug in ein neues Ladenlokal.

„Es läuft nach wie vor hervorragend“, freut sich Mitinitiator Karl-Josef Rump, der sich von Anfang an beim Gemeinschaftsprojekt der beiden ev. Kirchengemeinden Müsen und Hilchenbach sowie der kath. Kirchengemeinde St. Augustinus Dahlbruch engagiert und gemeinsam mit Martin Debus und Friedrich Wilhelm Kunze die Fäden zusammenhält. Wesentliche Grundlage für den Erfolg sei „das tolle Engagement der Helfer“.

Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2004 waren Vertreter der beteiligten Kirchengemeinden zusammengetreten, um einen Ersatz für die einstige städtische Kleiderstube in Müsen zu finden. Die Stadtverwaltung, damals geführt von Bürgermeister Günter Schlabach (†), sagte seinerzeit die Betriebskostenübernahme zu und ist damit von Anfang an mit im Boot.

Das Projekt entwickelte sich ausgesprochen positiv – die Nachfrage der Kundschaft war stets vorhanden, ehrenamtliche Helfer machten den Betrieb der karitativen „Boutique“ möglich. Für ihre Arbeit nehmen sie alle keinen Cent. Die Einnahmen aus dem Verkauf zu „Anstandspreisen“, die daher nach Abzug der Miet- und Betriebskosten übrigbleiben, können also für gemeinnützigen Zwecke gespendet werden. Immer wieder hat das Kleiderstubenteam Einrichtungen in der Region und weltweit unterstützt. Der Nutzen des kleinen Sozialmodehauses strahlt somit weit über die Dahlbrucher Ortsgrenzen hinaus.

Der Wunsch nach einem Umzug bestand nun schon seit einigen Jahren, berichtet Karl-Josef Rump – die Kleiderstube sei aus ihrem Laden schlichtweg herausgewachsen. „Die gemieteten Räume sind zu klein geworden.“ Die schönen Kleidungsstücke könnten nicht mehr in gebührender Weise präsentiert werden. Schon als der ökumenische Tisch, der Außenposten der Siegener Tafel und eines der Partnerprojekte aus dem ökumenischen Helferkreis Hilchenbach, 2017 aus dem Keller der ev. Kirche in den ehemaligen Nahversorgungsladen Neus an der Dahlbrucher Wiesenstraße zog, hatten die Ehrenamtler bereits ein Auge auf die noch freien Nebenräume geworfen. Die Kontaktaufnahme zum Eigentümer, Unternehmer Heinrich Weiss (SMS group), führte schließlich im vergangenen Jahr zum erhofften Erfolg – in Kürze können Kleiderstube und Tisch räumlich eng aneinander rücken.

Ende Januar, so sieht es der Zeitplan vor, wird der Laden an der Wittgensteiner Straße 114 letztmalig geöffnet. Die erste Februarhälfte wird für den Umzug genutzt, bevor der Laden an der Wiesenstraße feierlich eröffnet wird. Diesen Tag, Rosenmontag, 24. Februar, möchte das Team dafür nutzen, die Kleiderstube nicht nur den Kunden, sondern der Bevölkerung allgemein zu präsentieren. Die zehn zwischendurch in der Flüchtlings-Kleiderausgabe „Haus ErnA“ genutzten Kleiderständer aus dem früheren Modehaus Kressner werden in der neuen Stube zum Einsatz kommen; darüber hinaus schafft die Initiative Regale und Stellwände an, um den neuen Laden für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen. Auch die SMS group habe ordentlich investiert und den Verkaufsraum auf Vordermann gebracht, freut sich Karl-Josef Rump.

Auf eine wichtige Änderung müssen sich Kunden und Kleiderspender gleichermaßen einstellen: Während die Donnerstagsöffnungszeit (10 bis 12 Uhr) erhalten bleibt, wird statt dienstags bald montags (15 bis 18 Uhr) aufgeschlossen. Dies ist der Zentralisierung geschuldet: Den Eingangsbereich teilen sich Tisch und Kleiderstube. Da die Lebensmittelausgabe bereits am Dienstag etabliert ist und sich die Kundschaften nicht in die Quere kommen sollen, wird kurzerhand der Montag zum neuen Modetag.

Seit anderthalb erfolgreichen Jahrzehnte bietet die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach bestens erhaltene Kleidung für kleines Geld an. Ende Januar hat das von der Pfarrkirche St. Augustinus „bewachte“ Ladenlokal an der B 508 ausgedient – die Gelegenheit für einen Umzug war günstig.
Im ehemaligen Lebensmittelladen an der Dahlbrucher Wiesenstraße, direkt gegenüber des großen Siemag-Parkplatzes, wird die Kleiderstube im Februar direkt neben ihrem Partnerprojekt, dem ökumenischen Tisch Hilchenbach, wiedereröffnen.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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