Hilfe für Straßenkinder

Anna-Lena Kahmann und Sara Oezogul sowie Kinobetreiber Jochen Manderbach engagieren sich für das „Butterflies“-Projekt in Indien.  Foto: privat
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sz Dahlbruch. Zum Filmstart von „Slumdog Millionär“ im Viktoria Kino in Dahlbruch am kommenden Freitag, 24. April, stellen dort Schülerinnen das MIisereor-Straßenkinderprogramm „Butterflies“ vor. „Slumdog Millionär“, der bei den Oscar-Verleihungen gleich acht der begehrten Preise abräumte, erzählt das Leben des jungen Jamal, der seine geliebte Freundin Latika sucht. Er hofft, sie mit Hilfe der überall in Indien bekannten Show „Wer wird Millionär“ zu finden; als Straßenkind keine einfache Aufgabe. Misereor, „Prokino“ und die „Wise Guys“ unterstützen mit ihrem „Butterflies“- Projekt Kinder wie Jamal.

„Es geht darum, etwas für die indischen Straßenkinder zu bewegen“ erklärt Anna-Lena Kahmann. „Mit einer einmaligen, oder einer dauerhaften Spende von 2 Euro pro Monat, kann vielen Kindern geholfen werden“. Ihre Freundin Sara Oezogul nickt bestätigend: „Das ist ein Betrag, den jeder entbehren kann.“ Bereits seit 14 Jahren setzt sich „Butterflies“-Gründerin Rita Panicker für Straßenkinder in Indien ein. Seitdem hat sich auf Delhis Straßen einiges verändert.

Momentan betreuen 22 Mitarbeiter rund 1400 Kinder. Zwölf Kontaktpunkte auf Straßen und Plätzen, ein Gesundheitsdienst, eine Straßenkinder- küche, ein Radioprogramm, Tanz- und Sportgruppen, sowie eine Kinderbank wurden gegründet. Streetworker unterrichten die Straßenkinder an öffentlichen Plätzen. Neben der schulischen Bildung stehen Lerneinheiten über Drogenmissbrauch und Spargemeinschaften auf dem Stundenplan; Unterrichtsmethoden, die auf die Lebenssituation der Kinder zugeschnitten sind.

„Ein großes Problem ist die Ausbeutung der Straßenkinder“, erklären Sara und Anna-Lena. Die Kinder, die sich oftmals unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen mit „Müllsammeln“ über Wasser halten müssten, seien ihren „Arbeitgebern“ schutzlos ausgeliefert. Das nutzen viele schamlos aus. Straßenkinder seien den Schikanen von Auftraggebern und Polizei ausgesetzt und werden häufig wegen falscher Anschuldigungen geschlagen, heißt es in einem Informationstext über das Projekt.

Für die Vorführungen von „Slumdog Millionär“ (heute, Freitag, 24. April, bis Dienstag, 5. Mai, freitags, samstags, sonntags und dienstags um 20 Uhr) hofft Kinobetreiber Jochen Manderbach auf „besseres Wetter“, also auf Regentage und gefüllte Kinosäle. Nähere Informationen zum „Butterflies“ Projekt sind heute an einem Stand im Kino, oder im Internet unter www.2-euro-helfen.de erhältlich.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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