Jahr 2002 war viel zu warm

Hobby-Wetterfrosch Moll: neun Monate über Durchschnitt

sz Allenbach. Angesichts der klirrenden Januar-Kälte mag man kaum glauben, was der Allenbacher Hobby-Wetterfrosch Werner Moll aus seinen Klimaaufzeichnungen des vergangenen Jahres gefiltert hat: Neun Monate waren in 2002 zu warm! Die Aussage von der globalen Erderwärmung erhält somit einen weiteren Beleg.

Konkret ermittelte Moll für Allenbach eine Jahresmitteltemperatur von 9,15 Grad, der Wert liegt 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel (2001: 8,7 Grad). Zugleich war damit 2002 das zweitwärmste Jahr, seit Moll 1984 mit seinen Aufzeichnungen begonnen hat. Nur das Jahr 2000 war mit einem Mittel von 9,3 Grad noch wärmer (wärmstes Jahr in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren).

Das Jahr 2002 hatte nur 57 Frosttage, darunter elf Eistage mit Dauerfrost. Weniger gab es nur im Jahr 2000 mit 52 Frosttagen. Normal sind laut Moll etwa 100 Tage. An 28 Tagen gab es in Allenbach eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter, wobei die größte Menge noch vom starken Schneefall im Dezember 2001 stammte. Immerhin wurde mit 44 Zentimetern Höhe die höchste Januar-Schneedecke der vergangenen 19 Jahre gemessen.

Doch zurück zum Thema Wärme: Das Jahr 2002 lieferte 29 Sommertage mit mindestens 25 Grad (2001: 41; 1995: 45; 1987: 11). Unter den 29 Sommertagen ragten sechs Tropentage heraus, an denen die Temperatur auf über 30 Grad stieg. Normal sind Molls Angaben zufolge drei bis vier Tropentage. Ein paar Besonderheiten zu den einzelnen Monaten: Der Januar erinnerte mit einer Mitteltemperatur von 4,9 Grad fast schon an den Frühling. Der Februar gilt eigentlich als Schneemonat. Im Jahr 2002 hatte er allerdings nur vier Schneetage. Der Niederschlag war trotzdem extrem; mit 244,8 Liter fiel die dreifache Menge des Üblichen.

Der März blieb in den Tallagen unter 360 m Seehöhe ohne Schnee, war insgesamt 1,7 Grad zu warm und hatte dennoch 14 Frosttage. Auch der April und der Mai fielen zu warm aus, der Wonnemonat hatte sogar drei Sommertage zu bieten.

Der Juni fiel sogar 2,5 Grad zu warm aus, es wurde am 18. ein Spitzenwert von 34,2 Grad gemessen. Der Ausgleich kam im Juli, der mit 16,2 Grad Mitteltemperatur fast normal ausfiel, aber ein halbes Grad unter dem Juni-Wert lag. Mit 133,2 Litern Regen war der Juli recht nass. Der August dagegen gestaltete sich ausgesprochen warm (17,6 Grad im Mittel). Der September lag dagegen nahe dem langjährigen Durchschnitt, trotz einer kalten Nacht mit 0 Grad.

Der Oktober wiederum ragte mit 173 Litern Regen heraus, der November blieb erstmals ohne Frost. Im Dezember gab es zwar 13 Frosttage (davon fünf Eistage), trotzdem war der Monat 0,9 Grad zu warm, mit fast 160 Liter Regen (normal: 126 Liter) sehr feucht und nahezu schneefrei.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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