Kreisjugendring kritisiert Hilchenbach
Jugend braucht echte Partizipation, keine Spielwiesen

Im Rathaus soll die Hilchenbacher Jugend kein echtes Mitspracherecht bekommen.
  • Im Rathaus soll die Hilchenbacher Jugend kein echtes Mitspracherecht bekommen.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

sz Hilchenbach. Die Entscheidung von Verwaltung und politischer Mehrheit, dem Hilchenbacher Jugendforum ein generelles Mitspracherecht in den städtischen Gremien zu verweigern, stößt auf Kritik des Kreisjugendrings Siegen-Wittgenstein. Dieser meldete sich nun mit einer Stellungnahme zu Wort. „Jugendliche sind nicht das Problem, sondern die Lösung, weil sie die Zukunft sind!“, sagte von Bundesministerin Manuela Schwesig bei der Auftaktveranstaltung „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ im Juli 2015 in Berlin.

Die Stadt Hilchenbach solle sich eigentlich glücklich schätzen: Es gibt ein aktives Jugendforum, unzählige Projekte und Initiativen von und mit Jugendlichen und eine offene Kinder- und Jugendarbeit in zwei Jugendtreffs mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Also eine vorbildliche Jugendarbeit und Vertretung von Interessen von Jugendlichen. Leider wird dies von der Politik und der Verwaltung in Hilchenbach ignoriert.“

Nicht ernst genommen

Immer und immer wieder würden die Jugendlichen nicht ernst genommen und übergangen. Dabei gene es seit 2018 durch die Rahmenkonzeption für kontinuierliche Jugendbeteiligung im Kreis Siegen-Wittgenstein, die vom Jugendhilfeausschuss und auch mit Zustimmung der Bürgermeisterkonferenz beschlossen wurde, eine Grundlage für Jugendbeteiligung im Kreisgebiet: „Beteiligung von Jugendlichen zu gewährleisten, ist das erklärte Ziel des Kreises sowie der kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Erfolgreiche Beteiligung (Entstehung und Pflege einer Beteiligungskultur in einer Kommune) erfordert, dass Jugendliche ernst genommen und begleitet werden. Dafür stellt die Konzeption kontinuierliche Jugendbeteiligung einen Rahmen her, der auf Kreisebene eine Struktur schafft, in der sich Jugendliche artikulieren können und die vor Ort sicher stellt, dass die Anliegen der Jugendlichen weiter getragen werden“.

Der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein und dessen angeschlossene Organisationen „erachten es als wichtig, sich an die beschlossenen Konzeptionen zu halten und damit eine eigenständige Jugendpolitik zu entwickeln, die darauf abzielt, Jugendlichen Zugänge zur kommunalen Öffentlichkeit zu erschließen und ihre Anliegen zum Ausgangspunkt für kommunalpolitisches Handeln zu machen“. Jugendliche bräuchten echte Partizipation und keine „Spielwiesen, um demokratisches Handeln zu üben“.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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