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Kommunalwahl (mit Kommentar)
Kaioglidis und Blümel in Hilchenbach in der Stichwahl

Wer wird hier demnächst dem Rat vorstehen? Kyrillos Kaioglidis und Edelgard Blümel gehen in die Stichwahl.
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  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Hilchenbach. Die Hilchenbacher müssen in zwei Wochen noch einmal ran. Bei einer Wahlbeteiligung von 60,91 Prozent (2014 waren es 54 Prozent) haben sie unter fünf Bürgermeisterkandidaten zwei Finalisten gekürt, die sich am 27. September noch einmal in der Stichwahl behaupten müssen: Kyrillos Kaioglidis (parteilos, unterstützt von der SPD) kam im ersten Durchgang auf 44,14 Prozent der Stimmen. Edelgard Blümel (parteilos, für CDU, UWG und FDP im Rennen) kam auf 35,23 Prozent. Weit abgeschlagen waren Uwe Limper (Einzelbewerber, 8,28 Prozent), Karsten Barghorn (Grüne, 7,72 Prozent) und Sven Wengenroth (Linke, 4,61 Prozent).

js Hilchenbach. Die Hilchenbacher müssen in zwei Wochen noch einmal ran. Bei einer Wahlbeteiligung von 60,91 Prozent (2014 waren es 54 Prozent) haben sie unter fünf Bürgermeisterkandidaten zwei Finalisten gekürt, die sich am 27. September noch einmal in der Stichwahl behaupten müssen: Kyrillos Kaioglidis (parteilos, unterstützt von der SPD) kam im ersten Durchgang auf 44,14 Prozent der Stimmen. Edelgard Blümel (parteilos, für CDU, UWG und FDP im Rennen) kam auf 35,23 Prozent. Weit abgeschlagen waren Uwe Limper (Einzelbewerber, 8,28 Prozent), Karsten Barghorn (Grüne, 7,72 Prozent) und Sven Wengenroth (Linke, 4,61 Prozent).

SPD bleibt stärkste Kraft im Rat der Stadt Hilchenbach

Bei der Sitzverteilung im Rat hat sich auch etwas getan – nicht nur, weil der wegen geringerer Einwohnerzahl von regulär 38 auf 32 Sitze schrumpft. Stärkste Kraft ist und bleibt die SPD mit 36,27 Prozent (2014: 37,8) und nunmehr zwölf Sitzen. Die CDU legt mit 25,23 Prozent (20,6) zu und bleibt bei acht Sitzen. Federn lassen müssen indes die übrigen politischen Kräfte: Die UWG schafft es auf 14,32 Prozent (20,3) der Stimmen, umgerechnet sind das fünf Sitze – drei weniger als bislang. Den Grünen stehen für ihre 10,81 Prozent (11,2) nur noch drei Sitze zu (bislang waren es fünf). Die FDP bekommt nur zwei Sitze (6,85 Prozent, 2014: 7,9), die Linke nur noch einen (4,05 Prozent).

Am Donnerstag entscheidet das Los

Die genaue Sitzverteilung steht derzeit aber nicht nicht fest: Kurioserweise kommt es im Wahlbezirk Lützel, Grund, Oechelhausen und Ruckersfeld zu einer Stimmengleichheit zwischen dem Einzelbewerber Martin Born und SPD-Mann Dirk Becker. Das Los wird entscheiden, wer dieses Direktmandat erhält – am Donnerstag im Wahlausschuss. Damit wird sich auch zeigen, ob die SPD all ihre zwölf Sitze mit Direktmandaten besetzen kann oder ob doch noch ein Kandidat von ihrer Reserveliste in den Rat zieht. Die CDU holte vier Direktmandate, die übrigen Fraktionen keins.

Kommentar: Intern gegen extern Eine Überraschung ist das nicht. Dass in zwei Wochen Kyrillos Kaioglidis und Edelgard Blümel eine Ehrenrunde im Wahlkampfring drehen müssen, war absehbar. Beide sind parteilos (das hat der Hilchenbacher gern), beide haben aber starke Partner an ihrer Seite. Davon konnte Uwe Limper, der dritte Parteilose, nicht profitieren. Karsten Barghorn (Grüne) hat sich selbst wahrscheinlich nie wirklich an der Verwaltungsspitze gesehen. Mut oder Idealismus ließen Sven Wengenroth kandidieren, der auf den Tag genau fünf Jahre zuvor schon einmal mit einem sicher geglaubten SPD-Ticket Holger Menzel (parteilos, s. o.) unterlegen war. Der Wechsel zur Linken machte ihn nicht populärer. Bis zur Stichwahl bleibt die Frage: Wer von den Übriggebliebenen kann nun die Wähler der Ausgeschiedenen für sich mobilisieren? Mann oder Frau? Nebensache. Vielmehr geht es um diese Unterschiede: Innenperspektive oder externer Blick? Im etablierten Netzwerk wirken oder mit neuem Besen durchfegen?

Das deutlichste Ergebnis fährt übrigens Neuzugang Torsten Klotz in Hadem/Helberhausen/Oberndorf ein: 57,09 Prozent der Stimmen sprechen sich für den CDU-Mann aus. Zu den neuen Gesichtern im Rat gehört auch ein alter Bekannter: Udo Hoffmann, der bis zum Sommer noch als Kämmerer auf der Verwaltungsbank saß, holte den Wahlbezirk Dahlbruch-Süd.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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