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Die schönsten Gärten
Karin Klamma ist Expertin für Stauden

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sp Dahlbruch. Sie kennt ihre Pflanzen genau, ihre Namen, den deutschen und den botanischen. Sie weiß, wo sie sich wohlfühlen, was sie brauchen und mit welchen „Nachbarn“ sie sich gut vertragen. Karin Klamma ist eine Expertin für Stauden und Rosen. Ihr Wissen hat sie sich selbst angeeignet, ihr Versuchsfeld ist ihr 1200 Quadratmeter großer Garten in Dahlbruch. Hier sind Pflanzen von der Stange kaum zu finden.

Karin Klamma ist immer auf der Suche nach besonderen Stauden, Rosen und Co., und die gibt es nicht im Baumarkt nebenan, sondern in speziellen Gärtnereien. Für die fährt die Gartenfreundin nicht nur durch ganz Deutschland, sondern auch bis in die Niederlande und nach Österreich. Sie möchte eine möglichst große Vielfalt haben.

sp Dahlbruch. Sie kennt ihre Pflanzen genau, ihre Namen, den deutschen und den botanischen. Sie weiß, wo sie sich wohlfühlen, was sie brauchen und mit welchen „Nachbarn“ sie sich gut vertragen. Karin Klamma ist eine Expertin für Stauden und Rosen. Ihr Wissen hat sie sich selbst angeeignet, ihr Versuchsfeld ist ihr 1200 Quadratmeter großer Garten in Dahlbruch. Hier sind Pflanzen von der Stange kaum zu finden.

Karin Klamma ist immer auf der Suche nach besonderen Stauden, Rosen und Co., und die gibt es nicht im Baumarkt nebenan, sondern in speziellen Gärtnereien. Für die fährt die Gartenfreundin nicht nur durch ganz Deutschland, sondern auch bis in die Niederlande und nach Österreich. Sie möchte eine möglichst große Vielfalt haben. So hat sie beispielsweise 20 verschiedene Arten Phlox, sechs verschiedene Lungenkraut-Arten und über 25 verschiedene Storchschnäbel.

Ihre Begeisterung geht so weit, dass sie 2014 mit zwei Bekannten die Regionalgruppe Siegerland der Gesellschaft der Staudenfreunde gründete. Fünf Jahre lang war sie im Vorstand tätig. In dem Verein kann sie sich mit anderen über ihre Pflanzen austauschen, und die ein oder andere Staude wechselt bei den Treffen ihren Besitzer.

Blütenpracht entfaltet sich 

Als Karin Klamma mit dem Gärtnern begann, hatte sie hinter ihrem Haus einen für die 70er-Jahre typischen Garten mit Fichten, Rhododendron und Edelrosen. Nach und nach kamen die Stauden und Rosen hinzu. Rambler-Rosen beispielsweise klettern in den Sträuchern hoch hinaus, in der entsprechenden Jahreszeit entfalten sie ihre ganze Blütenpracht.

Die 70-Jährige achtet auf ein stimmiges Gesamtbild in ihren Beeten. Inmitten des Rasens hat sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Ginkgo gepflanzt, der eine Höhe von etwa 12 Metern misst. Unter seiner Krone hat Karin Klamma Stauden in Gelb-, Orange- und Rosttönen gepflanzt, weiße Tupfer lockern auf. Ein harmonisches Farbspiel – darauf legt die Staudenfreundin viel wert. Auch in den anderen Beeten achtet sie darauf, dass es nicht zu bunt wird, Rot ist beispielsweise (fast) aus ihrem Garten verbannt worden.

Ein schönes Zusammenspiel von Clematis und Rosen

Mit einer Rose, die sie zu einem Geburtstag geschenkt bekommen hatte, begann ihre Liebe zu der Königin der Blumen. Zeitweise hatte die Dahlbrucherin über 300 Rosen und auch jetzt noch ziehen zahlreiche von ihnen die Blicke der Betrachter auf sich. An der ein oder anderen Stelle schlingen sich Waldreben (Clematis) um die Lieblingsblume vieler Deutscher – ein schönes Zusammenspiel. „Aber man muss den Rosen ein paar Jahre Vorlauf geben“, rät die Expertin.

Das Schattenbeet hat seinen Reiz

Nicht weniger stimmig bepflanzt ist das Schattenbeet. Es sind vor allem Hostas (insgesamt sind im Garten rund 40 Sorten zu finden) in verschiedenen Grüntönen und mit unterschiedlichen Blattformen, die diese Fläche zieren, dazwischen stehen Farne, Frauenmantel und Elfenblume. Und etwas ganz Besonderes beginnt zurzeit seine Schönheit zu entfalten: Die Staudenclematis erblüht zwar schon jetzt, zeigt aber erst im Herbst ihre volle Wirkung, wenn die anderen Pflanzen sich langsam zurückziehen.

Karin Klammas Mann hat in den Hang des Gartens, der an der Ferndorf liegt, ein Holzplateau auf Stelen gebaut. Hier hat das Ehepaar einen herrlichen Blick auf den Bach und die Beete. Die 70-Jährige klettert sogar selbst in den steilen Hang, um ihn zu pflegen. Das macht ihr nichts: „Ich kenne da ja jeden Quadratmeter.“ Überhaupt macht sie am liebsten alles selbst: „Ich würde niemanden alleine hier arbeiten lassen“.

Gesucht und gefunden

Auf der Suche nach den schönsten Gärten in der Region ist die Siegener Zeitung gleich siebenmal fündig geworden: Die idyllischen Oasen, bunten Blütenflächen und parkähnlichen Gärten, die wir in unserer kleinen, heute endenden Serie vorgestellt haben, waren allesamt sehr abwechslungsreich. Weil alle Hobbygärtner ihre ganz eigenen Schwerpunkte gesetzt und viel Liebe und Engagement in die Gestaltung gesteckt haben, hat sich die Jury gegen eine Platzierung entschieden – Sie als Leser haben aber vielleicht ihren persönlichen „Liebling“ gefunden.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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