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Bauspielplatz Hilchenbach trotzt Corona
Kinder bauen auf Virenschutz

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js Hilchenbach. Die Erde im Jahr 2020: Selten war die Stimmung auf diesem Planeten so angespannt wie in dieser merkwürdigen Zeit. Das Coronavirus hat den Kalender über Wochen außer Gefecht gesetzt, hat alle Pläne zunichte gemacht, uns die Laune verdorben, das Miteinander genommen. Umso schöner ist es, dass es es langsam aber sicher wieder aufwärts geht – und dass die Pandemie nicht alle Projekte in den Orbit geschossen hat. Im alten Rathauspark von Hilchenbach jedenfalls wird wieder gehämmert. Der Bauspielplatz trotz der Krise!

Dabei hatte es zwischenzeitig gar nicht so rosig ausgesehen um die Aussichten für die „Expeditionen ins Weltall“, die als Motto für die 17. Auflage dienen. Eine Hundertschaft Sieben- bis 13-Jähriger versammeln zu dürfen, schien über Monate völlig ausgeschlossen.

js Hilchenbach. Die Erde im Jahr 2020: Selten war die Stimmung auf diesem Planeten so angespannt wie in dieser merkwürdigen Zeit. Das Coronavirus hat den Kalender über Wochen außer Gefecht gesetzt, hat alle Pläne zunichte gemacht, uns die Laune verdorben, das Miteinander genommen. Umso schöner ist es, dass es es langsam aber sicher wieder aufwärts geht – und dass die Pandemie nicht alle Projekte in den Orbit geschossen hat. Im alten Rathauspark von Hilchenbach jedenfalls wird wieder gehämmert. Der Bauspielplatz trotz der Krise!

Dabei hatte es zwischenzeitig gar nicht so rosig ausgesehen um die Aussichten für die „Expeditionen ins Weltall“, die als Motto für die 17. Auflage dienen. Eine Hundertschaft Sieben- bis 13-Jähriger versammeln zu dürfen, schien über Monate völlig ausgeschlossen. Umdenken war also angesagt, als es langsam aber sicher wieder lockerer wurde mit den Beschränkungen. „Wir ware uns einig, dass wir den Kindern und Familien wieder etwas anbieten möchten, wenn das möglich ist“, berichtet Stadtjugendpfleger Roman Mengel – gemeinsam mit seiner Kollegin Heike Kühn erfahrener Bauleiter im alten Rathauspark. Ein coronakonformes Konzept musste her.

Und so teilten die Organisatoren die vielen angemeldeten Kinder in mehrere Gruppen auf. A, B und C heißen diese, jeweils noch einmal unterteilt in fünf Bezugsgruppen mit festen Betreuern – ein etwa 20-köpfiges Team macht’s möglich. Begegnungen werden auf diese Weise auf ein Minimum begrenzt. Denn: Diesmal sind nicht alle Jungen und Mädchen gleichzeitig auf dem Bauspielplatz, sondern in Drei-Stunden-Schichten. Gruppe A ist seit Montag und noch bis Donnerstag vormittags im Park, Gruppe B kommt nachmittags. Gruppe C kommt erst am Freitag zum Zuge, darf aber auch noch Montag bis Mittwoch kommender Woche bauen. Das Wochenende bleibt frei. Kein gemeinsames Mittagessen, keine Übernachtung, kein Ausweichquartier für schlechtes Wetter, kein Abschlussfest: ein nüchternes Bauspieljahr ist das – aber eben weitaus besser als gar keines.

Den Kindern, so viel ist sicher, macht es Spaß. Mit sichtbarer Freude werkeln sie in ihren Gruppen vor sich hin, bauen Raketen, Raumstationen und Häuser. Untereinander müssen sie den 1,50-Meter-Abstand nicht einhalten, nur wenn sie sich aufmachen zu den anderen Planeten – erreichtbar über strenge, flattergebändigte Einbahnlaufwege – gilt es, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das ist wichtig, denn sowohl im echten Leben als auch im Spiel muss eine Infektion vermieden werden. Denn wer weiß schon, mit welchen Viren die Bewohner der anderen Planeten um sich schleudern?

Nach Feierabend müssen die gebauten Teile in Sicherheit gebracht werden – offiziell um sie vor elektromagnetischen Stürmen zu schützen; ganz praktisch aber, um Platz zu machen für die anderen Gruppen des Bauspielplatzes. Anders als in den Vorjahren nämlich wird kleinteiliger, mobiler gebaut.

Und wenn es schon kein gemeinsames Abschlussfest geben kann in Zeiten interplanetarischer Ansteckungsgefahr, dann soll der ganze Spaß doch wenigstens festgehalten werden für die Kinder und ihre Familien. Kerstin Balzer, Schulsozialarbeiterin der Carl-Kraemer-Realschule, und Julius Leuthold drehen mit den Kindern einen Film. Alles deutet somit darauf hin: Der Corona-Bauspielplatz bekommt sein verdientes Happy-End.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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