Krypteria und Magnavia

Die Dorfbewohner Krypterias werden von den Dienern des bösen Königs Vrakulus Mortok festgehalten.  Foto: soph
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soph Allenbach. Es gibt einen Ort, an den die Seelen der Verstorbenen kommen, die ihre Aufgabe noch nicht erledigen konnten. Krypteria heißt diese wundersame Welt, eine Zwischenwelt, die durch drei Tore mit dem Jenseits verbunden ist. Ein Tor führt in die Erlösung, nach Magnavia. Ein anderes Tor schickt die armen Seelen direkt nach Abyssos, in die Hölle. Das letzte Tor würde zurück in die Welt der Lebenden führen, jedoch ist durch dieses noch niemand gegangen.

Vor langer Zeit legten drei dunkle Gestalten einen Fluch auf die Tore und versiegelten sie. Seitdem warten die Bewohner hoffnungslos auf ihre Erlösung. Nur das „Licht“ soll den Bann lösen können. Und als Melissa aus der Welt der Lebenden zu den Dorfbewohnern um Lisette und Gula kommt und ihr Geliebter Eric ihr folgt, scheint die Erlösung greifbar nahe zu sein. Denn die Vorahnung der Seherin bestätigt: Melissa und Eric sind die angekündigten Retter, die die Siegel brechen können.

Die Schüler des Gymnasiums Stift Keppel in Allenbach führten am vergangenen Freitag- und am gestrigen Montagabend in der Aula der Schule das Stück „Magnavia“ auf. Die Vorlage stammt von der Band „Krypteria“, die die Geschichte von Melissa und ihrem geliebten Eric bereits 2003 in Liedern erzählte. Eine Aufführung des Musicals wurde aber erst durch Schüler aus Bremen umgesetzt. Cathy Just, Schülerin am Stift, schrieb den Text um, Benjamin Scheckel spielte in der Begleitband nicht nur Piano, sondern schrieb auch die Chorsätze. Der vokalpraktische Kurs der Jahrgangsstufe 12 wurde gesanglich unterstützt vom Stiftchor unter der Leitung von Christina Kolberg-Böhm. Die elf Schauspieler studierten das Stück in eigner Regie ein, nur in der Endphase unterstützt von Kristina Ermert. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen: Alle Akteure beweisen durchaus schauspielerisches Talent. Die beiden Hauptdarsteller mimen das Liebespaar nicht nur während ihrer Gesangsszenen gekonnt. Von Scheu vor Soli keine Spur, im Gegenteil: Die Schauspieler scheinen alle Musicalblut in den Adern zu haben.

Die Stücke auf Englisch oder Latein werden vom Chor und der Band begleitet und sind durchweg sehr rockig, zum Teil mit Einflüssen aus den noch härteren Bereichen. Das Bühnenbild wird minimalistisch gehalten, die Requisiten und Kostüme reichen vollkommen aus, um den Zuschauer mit auf die Reise in die Welt Krypteria zu nehmen.

Dort erlebt Eric auf der Suche nach Melissa einiges, immer wieder erhält er Hilfe von dem geheimnisvollen Bragu und trifft auf den bösen König Vrakulus Mortok, der einst an der Versiegelung der drei Tore beteiligt war. Am Ende bleibt alles relativ offen, man darf sich selbst Gedanken machen, wie es wohl mit Krypteria weiter geht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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