"Küchentratsch" jeden Donnerstag
„Kuchen geht immer“

Wo wächst was, wer backt was am liebsten, woraus kann man Marmelade kochen? Beim ersten „Küchentratsch“ gab es schon viele Gesprächsthemen.
  • Wo wächst was, wer backt was am liebsten, woraus kann man Marmelade kochen? Beim ersten „Küchentratsch“ gab es schon viele Gesprächsthemen.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sos Hilchenbach. Selbstgebackener Reibekuchen und Bäckel werden gerade angeschnitten, die hausgemachte Erdbeermarmelade steht auf dem Tisch und der Kaffee wurde frisch gebrüht: Sechs Frauen waren am Donnerstagnachmittag der Einladung von Ulrike Neuhaus (Klimawelten) und Gudrun Roth (Senioren-Service-Stelle der Stadt) gefolgt und nahmen am ersten „Küchentratsch“ teil. Künftig soll das Angebot jede Woche donnerstags ab 16 Uhr in der Küche der Klimawelten stattfinden und sich vor allem an Senioren richten, wobei auch generationsübergreifende Aktionen nicht ausgeschlossen sind.

Backen steht im Vordergrund

Der 56-jährigen Ulrike Neuhaus liegen selbstgemachte Gerichte aus regionalen Produkten am Herzen. Mit ihrem Projekt „Küchentratsch“ möchte sie das Wissen von Generationen sammeln und archivieren. „Omas Kuchen ist doch immer der beste“, weiß sie. Aus diesem Grund dürften die Rezepte nicht verloren gehen, sondern müssten im Gedächtnis bleiben und immer wieder angewendet werden. Schön wäre es doch, wenn das Küchenteam irgendwann selbst die eigenen Lieblingsrezepte in einem Buch zusammenfassen würde, findet die Allenbacherin.
Aber natürlich geht es nicht nur darum, Rezepte auszutauschen und Bücher zu wälzen. In erster Linie soll gebacken werden. Ulrike Neuhaus stellt sich vor, dass sie irgendwann auch für Unternehmen, Kliniken oder Privatpersonen Kuchen backen könnten. Sie könne sich auch vorstellen, eine Art Wochenend-Café einzurichten. „Wir sind da völlig frei und können machen, was wir wollen.“

Erlös für neue Zutaten einsetzen

Ulrike Neuhaus ist sicher, dass selbstgemachter Kuchen immer geht. Abgesehen von „Auftragsarbeiten“ könnten sie die Backwaren deswegen auch auf Festen verkaufen. Und aus den Erlösen könnte man neue Zutaten besorgen bzw. den Klimawelten ein Dankeschön dafür übergeben, dass sie die große Küche nutzen dürfen.
In Konkurrenz zu Vereinen, die hier und da auf Märkten ihre Kuchenstände aufstellen, wolle Neuhaus aber definitiv nicht treten. „Es soll auch nicht in einem Vollzeitjob enden“, fügte Gudrun Roth lachend hinzu. An erster Stelle stehe der Spaß. „Das ist eine sinnstiftende und gesellige Sache“, so die Seniorenbeauftragte. Deswegen freue sie sich, wenn sich das Angebot etabliere. Überrascht sei sie zunächst über den Vorschlag gewesen, das Treffen wöchentlich zu veranstalten. „Aber Sie strahlen so viel Zuversicht aus, deswegen unterstütze ich das gerne“, sagte sie in Richtung von Ulrike Neuhaus.

Reger Austausch

Gesprächsthemen gab es bei dem ersten Treffen schon reichlich, denn die Frauen waren ganz und gar nicht unerfahren. Helga Hein beispielsweise backe jedes Jahr zwölf verschiedene Sorten Weihnachtsplätzchen, berichtete sie. „Im November fange ich damit schon an.“ Besonders beliebt seien ihre Florentiner. Und Astrid Otto erzählte, dass sie gerne Himbeeren und Brombeeren im Wald sammle und daraus Marmelade koche. Ulrike Neuhaus wurde gleich neugierig: „Das ist auch so eine Sache: Wir können uns darüber austauschen, wo was wächst“, freute sie sich.

Jeder ist willkommen

Wie sich der „Küchentratsch“ in Zukunft entwickelt, ist offen. Jeder ist willkommen – ausdrücklich auch Männer – solange er oder sie auch tatkräftig mit anpackt. Die Küche bietet jedenfalls Platz für viele Bäcker. Die Termine sind jedoch nicht verpflichtend, sodass es nicht schlimm ist, wenn in wöchentlich wechselnder Besetzung gebacken wird.
Einen ersten Auftrag stellte die 56-Jährige direkt in Aussicht: Dr. Matthias Lagemann von den Klimawelten feiert Ende Juni seinen Geburtstag. „Der fängt mit Kaffee und Kuchen an – da sind wir gefragt!“ Sie selbst habe kein Problem damit, für ihr neues Angebot Klinken putzen zu gehen, sagte sie. Denn klar sei doch, dass das Team nicht alle Kuchen selbst verputzen könne, „dann werden wir kugelrund“. Aber hier und da ein Stückchen zum Probieren muss zwischendurch auch mal sein …

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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