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Kita in Hilchenbach saniert
"Kuckuckskinder" sind zurück im Nest

Kinder und Erzieher fanden vorübergehend Unterschlupf in der Kita „Wicki“ und fühlen sich nun wieder wohl in ihrem Domizil: Sie haben die Zeit gut überbrückt.
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  • Kinder und Erzieher fanden vorübergehend Unterschlupf in der Kita „Wicki“ und fühlen sich nun wieder wohl in ihrem Domizil: Sie haben die Zeit gut überbrückt.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
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nja Dahlbruch. Stickig, feucht – schimmelig – das war einmal! Die Kinder, Erzieherinnen und Eltern der Kita „Kuckucksnest“ fühlen sich wieder rundum wohl in ihrem „Nest“. Aufregende Monate liegen hinter ihnen – nicht erst, seit der Altbau aus dem Jahr 1911, in direkter Nachbarschaft zur ev. Pfarrkirche Dahlbruch, saniert wurde. Ein Brandbrief des Trägervereins an die Stadt Hilchenbach als Vermieterin brachte im Frühherbst vergangenen Jahres Bewegung in eine Situation, die Vereins-Geschäftsführerin  Alexandra Denecke rückblickend als „fast aussichtslos“ empfand.

Feuchte Wände, die ausblühten, Schimmelsporen in der Luft und ein durchweichter Bodenbelag im Kellergeschoss führten dazu, dass die Elterninitiative ernsthaft daran dachte, ihr Kuckucksnest anderswo zu bauen.

nja Dahlbruch. Stickig, feucht – schimmelig – das war einmal! Die Kinder, Erzieherinnen und Eltern der Kita „Kuckucksnest“ fühlen sich wieder rundum wohl in ihrem „Nest“. Aufregende Monate liegen hinter ihnen – nicht erst, seit der Altbau aus dem Jahr 1911, in direkter Nachbarschaft zur ev. Pfarrkirche Dahlbruch, saniert wurde. Ein Brandbrief des Trägervereins an die Stadt Hilchenbach als Vermieterin brachte im Frühherbst vergangenen Jahres Bewegung in eine Situation, die Vereins-Geschäftsführerin  Alexandra Denecke rückblickend als „fast aussichtslos“ empfand.

Feuchte Wände, die ausblühten, Schimmelsporen in der Luft und ein durchweichter Bodenbelag im Kellergeschoss führten dazu, dass die Elterninitiative ernsthaft daran dachte, ihr Kuckucksnest anderswo zu bauen. „Es ging ja um die Gesundheit!“

Innen runderneuert

Die Stadt reagierte – und so führten Denecke und Kita-Leiterin Kerstin Truscheit am Montag begeistert durch nicht nur schimmelfreie und trockene, sondern auch aufgehübschte Etagen. „Als ich kam, gingen alle weg“, erklärt Truscheit lachend: Sie leitet die Zwei-Gruppen-Kita erst seit Anfang des Jahres – übernahm den Job also, als die Kinder ins Asyl gingen, um einer schnellen Behebung der Schäden nicht im Wege zu stehen. Ein Dank geht an die Alf-Kita „Wicki“, die den „Kuckuckseiern“ einen Gruppenraum im Neubau und einen ihrer leer gezogenen Container an der Wiesenstraße zur Verfügung stellten. Im Laufe des Februar kehrten Kinder und Erzieher an die Wittgensteiner Straße zurück.

Das Schimmel-Epizentrum im Keller wurde in der Zwischenzeit kernsaniert, Küche und Waschmaschine können wieder genutzt werden, der Hausmeister hat sich eine Werkstatt eingerichtet, in der auch gewerkelt wird. Und auch auf den oberen Etagen hielt frischer Wind Einzug: Die sehnlichst erwartete Brandschutztür im Obergeschoss wurde eingebaut, die Stadt habe einiges mehr „geliefert“ als zunächst abgesprochen worden war, sagt Denecke. Unter anderem einen neuen Bodenbelag in der Spielecke. Mehrere Tage lang wirbelte nach Abschluss der Sanierungen ein städtisches Reinigungsteam durch alle Etagen.

"Diese Kita ist ein lebendiger Ort"

Und auch der Verein traut sich nun wieder in die Zwei-Gruppen-Anlage für derzeit 32 Kinder zu investieren. „Wir wollen bleiben“, betont Denecke. „Diese Kita ist ein lebendiger Ort, ein kleines Zuhause.“ Wände wurden gestrichen, zwei Container voller Müll schon Ende des Jahres entsorgt: Mobiliar und Spielzeug, das im Verdacht stand, mit den Schimmelsporen Kontakt gehabt zu haben.

Alexandra Denecke, Geschäftsführerin des Trägervereins,  und Kita-Leiterin Kerstin Truscheit fühlen sich nun endlich wieder wohl in der schimmelfreien und sanierten Kita Kuckucksnest.
  • Alexandra Denecke, Geschäftsführerin des Trägervereins, und Kita-Leiterin Kerstin Truscheit fühlen sich nun endlich wieder wohl in der schimmelfreien und sanierten Kita Kuckucksnest.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
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„Wir haben sicherlich 2500 Euro investiert“, sagt die Vereinsvorsitzende. Kuscheltiere, Puppen, Kasperletheater, Bastelmaterialien, Weihnachts-Deko, Karnevalskostüme – stellv. Kita-Leiterin Heike Houf zählt auf, was alles neu angeschafft werden muss. „Alles, was Stoff hatte, ist z. B. entsorgt worden.“ Nicht nur auf die Stadt, sondern auch auf die Eltern sei Verlass gewesen. Sie halfen beim Umzug mit und übernahmen zuvor auch schon den Waschdienst: Handtücher, Waschlappen, Lätzchen werden auch in Coronazeiten schmutzig.

„Es kam viel zusammen“, blicken Truscheit und Denecke auf sehr anstrengende Zeiten zurück. Mit der Stadt sei nun ein toller Dialog entstanden. In diesem Jahr solle dann auch endlich das Außenareal neu gestaltet werden. Das ist schon seit vielen Jahren ein Wunsch – wurde nun aber noch einmal dringender, nachdem im Boden Schadstoffe entdeckt worden waren.

Stadt investiert rund 90.000 Euro

Die Stadt Hilchenbach hat insgesamt rund 90.000 Euro in die Sanierung der Kindertagesstätte Kuckucksnest investiert. Größter Ausgabeposten war dabei die Putz- und Estrichsanierung im Keller mit rund 58.000 Euro.

Kinder und Erzieher fanden vorübergehend Unterschlupf in der Kita „Wicki“ und fühlen sich nun wieder wohl in ihrem Domizil: Sie haben die Zeit gut überbrückt.
Alexandra Denecke, Geschäftsführerin des Trägervereins,  und Kita-Leiterin Kerstin Truscheit fühlen sich nun endlich wieder wohl in der schimmelfreien und sanierten Kita Kuckucksnest.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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