Kultur steht im Mittelpunkt

Busch-Kreis-Vorsitzender Müller: Interesse an Kultur fördern

gmz Hilchenbach. Er sei nicht angetreten, sagt Hans-Jochen Müller, der neue Vorsitzende des Busch-Kreises, im Gespräch mit der SZ, um mit Veränderungen zu beginnen. Sondern er möchte zunächst einmal eine Bestandsaufnahme machen. Wichtig ist aber für ihn, das Gespräch wieder stärker auf die Hauptsache zu lenken, auf die kulturellen Inhalte, die der Busch-Kreis vermittelt. Natürlich weiß Hans-Jochen Müller, dass ohne die nötigen Finanzen keine Kultur angeboten werden kann, aber sie dürfen nicht wichtiger als das Angebot werden. Dem Busch-Kreis ist durch die Zusage der Städte Hilchenbach und Kreuztal, die Personalkosten ganz zu übernehmen, ein wenig »Luft« verschafft worden (auch wenn das Defizit von 27000 Euro – die SZ berichtete – natürlich abgebaut werden muss). Er will sich deshalb auch dem Problem widmen, das auch den Busch-Kreis drückt – die Mitgliederentwicklung und das geringe Interesse junger, jugendlicher Zuschauer am klassischen Kulturangebot. Als kulturinteressierter Mensch – Hans-Jochen Müller ist ein Mitglied der ersten Stunde im Busch-Kreis, in den er schon als Schüler eingetreten ist, sein Vater gehörte zur »Gründungsmannschaft«, – hat er verschiedene Ideen, wie man auch junge Leute für Konzerte und Theater begeistern könnte: Man muss sie ja auch erst einmal darauf stoßen, dass es so etwas gibt, wie er aus seiner Erfahrung als Lehrer am Hilchenbacher Gymnasium weiß. Es wäre beispielsweise vorstellbar, durch den Blick hinter die Theaterkulissen, in die Bühnentechnik, in den Bühnenbau, die Schneiderei, durch das Verfolgen einer Probenarbeit oder andere »theaterbegleitende Aktionen« Jugendliche auf die Faszination Theater aufmerksam zu machen. Mit klassischer Musik könnten sie (und nicht nur Jugendliche!) durch Gesprächskonzerte in Berührung kommen, durch Begegnung mit Instrumenten oder Musikern, die die Angst vor dem »Hehren«, Schweren, das der Klassik anhaftet, nehmen könnte. Familienkonzerte könnten einen selbstverständlichen Zugang zum Konzert vorbereiten, ... Hans-Jochen Müller will verschiedene Ansätze verfolgen, wie man den »Kultur-Nachwuchs« (und auch seine Eltern) für Veranstaltungen interessieren könnte. Die will er allerdings erst einmal mit dem Vorstand des Busch-Kreises und den anderen Beteiligten abstimmen, bevor er an eine konkrete Umsetzung denkt. Mit solchen Maßnahmen, wenn sie angeboten werden, kann man »Samenkörner« legen, hofft er. Was dann geschieht, muss man abwarten. Deshalb steht auch nicht »Aktivismus« im Vordergrund, sondern das solide Arbeiten für das kulturelle Angebot, das ja auch aus sich überzeugen muss. – Und dafür sind die Voraussetzungen im Busch-Kreis ja hervorragend!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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