Lernpfad erläutert Kulturhistorie

26 Info-Tafeln zwischen Oberbach und Ruckersfelder Sportplatz aufgestellt

Ruckersfeld. Nicht allein auf dem Rothaarsteig lässt es sich prima wandern, eine vorzügliche und noch dazu seit gestern mit Informationen reich gespickte Route bietet sich zwischen dem Parkplatz »Oberbach« und dem Ruckersfelder Sportplatz an. Ein kulturhistorischer Lernpfad führt über 6,7 Kilometer von der Allenbacher Höhe durch Fichtenbestände und die freie Feldflur ins idyllische Doppeldorf Ruckersfeld/Oechelhausen.

26 Tafeln informieren Spaziergänger ausführlichst, ein Jahr lang hat das Westfälische Amt für Landschafts- und Baukultur im Auftrag des Zweckverbands Naturpark Rothaargebirge das Projekt entworfen, mit den Betroffenen erörtert und realisiert.

Gestern nun war der große Tag gekommen, Planerin Dr. Margit Philipps konnte den offiziellen Gästen und den zahlreich erschienenen Ruckersfelder und Oechelhäuser Bürgern Vollzug melden, ehe sie im Rahmen der Premieren-Wanderung an jeder Tafel Details erläuterte. Die Geografin aus Arnsberg versuchte in launigen Worten klar zu machen, worauf es ankommt: »Der Mensch lebt in der Landschaft, er muss sie nutzen.« Entsprechend habe man den Lehrpfad so arrangiert, dass sowohl Familien mit Kindern als auch Biologie-Studenten Neues erfahren könnten.

Modellhaft biete die Umgebung von Ruckersfeld ein Spiegelbild der seit Jahrhunderten von Menschen geprägten Landschaft. Der Themen-Bogen spanne sich von der Wald- und Vegetationsgeschichte über die frühe Eisen-Industrie bis zur Abfall-Entsorgung in der Zukunft. Bezeichnenderweise liegt die Oberbach genau im Zentrum zwischen zwei »Kippen«, der alten Allenbacher Deponie und der neuen in Herzhausen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die typische Siegerländer Haubergs-Bewirtschaftung.

Eberhard Eickhoff, Leiter des Westfälischen Amtes für Landschaftsschutz und Baukultur, würdigte die Ruckersfelder mit ihrem Lehrpfad so: »Sie haben hier wirklich eine ausdrucksvolle Landschaft.« Dem Gast aus der Flachland-Metrolpole Münster war offenbar der wohltuende Wechsel zwischen Wald, Wiesen und Feldern, den Tälern und Höhen besonders ins Auge gefallen.

Bei all den lobenden Worten erwähnte Dr. Philipps viele Namen, ausdrücklich nannte sie die Mitwirkung von Stadt, Forstamt, Waldgenossenschaft und Heimatverein sowie Ortsvorsteher. Mit allen Beteiligten, auch den Ruckersfelder und Oechelhäuser Bürgern, habe sie ihre Vorstellungen besprochen und gerade aus den Dörfern so manche gute Idee mit auf den Weg bekommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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