Hilchenbach soll schöner werden
Markt bietet Möglichkeiten

Zu viel Parkplatz auf dem Marktplatz? Sollen die Abstellflächen auf der rechten Seite lieber anders genutzt werden?
  • Zu viel Parkplatz auf dem Marktplatz? Sollen die Abstellflächen auf der rechten Seite lieber anders genutzt werden?
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  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Hilchenbach. Die Stadt Hilchenbach soll bis Januar 2020 ein Maßnahmenbündel vorlegen, mit dem die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz gesteigert werden kann. Dafür sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch aus und folgte damit einem Antrag der Grünen.

Der Marktplatz dürfe kein Parkplatz sein, erklärte Fraktionssprecher Dr. Peter Neuhaus. Daher sollten zeitnah und kostenneutral ein paar Verbesserungen umgesetzt werden. Eine völlige Befreiung vom Autoverkehr sei unrealistisch, werde daher nicht gefordert. „Bescheiden und zurückhaltend“ seien die Forderungen, eine Teilentlastung des Marktes hinzubekommen. Konkret denken die Grünen an die Streichung der Parkplätze auf der Nordseite, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder für Diskussionen gesorgt haben. An ihrer Stelle solle mit Kreativität Neues entstehen.

Ausschussvorsitzender Michael Stötzel (SPD) erinnerte daran, dass bereits an einem Regionale-2025-Pilotprojekt gearbeitet werde, bei dem es um die Umgestaltung der Stadtmitte gehe. Es solle nichts übers Knie gebrochen werden. Andreas Bolduan (UWG) hingegen rief in Erinnerung, dass der Ausschuss bereits im März bei einem Ortstermin die Verwaltung um mögliche Verbesserungsvorschläge gebeten habe. „Wir müssen etwas Tempo aufnehmen und unseren Ruf aufpolieren.“

Parkplätze nicht einfach streichen

Bevor die Stadt die Initiative ergreife und Parkplätze streiche, meinte Birgit Weiß (SPD), sollte erst noch einmal mit den betroffenen Händlern und Gastronomen gesprochen werden. „Das Leben besteht nicht nur aus Aufenthaltsqualität.“ Die Bürger hätten eine knapp bemessene Zeit und seien daher froh, wenn sie nah an den Geschäften parken könnten.  Auch Peter Gebhardt (FDP) sprach sich dagegen aus, die Parkplätze von heute auf morgen zu streichen. „Wir bekommen die Hilchenbacher Bürger nicht verändert – sie werden niemals stundenlang über den Markt flanieren.“ Das bestehende Problem mit Dauerparkern könne hingegen durch schärfere Kontrollen gelöst werden. Andreas Bolduan verwies indes auf die vielen Parkplätze in der Innenstadt, rund 600 hat die Wirtschaftsförderung gezählt. „Ein Parkleitsystem wäre eine einfache Aufgabe.“

Der Antrag gehe in die richtige Richtung, befand André Jung (CDU). Auswärtige attestierten ihm aber immer wieder, dass Hilchenbach einen „tollen Marktplatz“ habe. An Parkplätzen störe sich da niemand. Die Probleme mit Dauerparkern und Rasern allerdings sollten angegangen werden. „Den großen Wurf aber brauchen wir nicht.“ Martin Born (fraktionslos) erinnerte an Gestaltungsvorschläge der Uni, das Ikek und die neuen Regionale-Ideen zum Marktplatz. Sie alle hätten gemeinsam, dass Parkplätze verschwinden und Raum für anderweitige Gestaltung hergeben müssten. „Der Markt hat doch ein Riesenpotenzial, sich positiv zu verändern.“ Peter Neuhaus warb darum, in enger Abstimmung mit Betroffenen Nägel mit Köpfen zu machen. Sven Wengenroth (Linke) sah in dem Grünen-Antrag ein „hervorragendes Gesamtpaket“, das in keinem Punkt die Aufgaben der Regionale-Arbeitsgruppe konterkariere.

Auch den Bus vom Markt lenken?

Lukas Debus (SPD) unterstützte die generelle Zielrichtung des Antrags, plädierte aber dafür, den Busverkehr weiter über den Markt zu leiten. Peter Kraus (UWG), selbst tagtäglicher Busnutzer, winkte ab. Er sei klar dafür, dass der ÖPNV vom Markt wegbleibe. Die enge Bruchstraße sei eine Zumutung für die Busfahrer und bedeute immer wieder Zeitverlust.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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