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Schulen in Hilchenbach warten auf Glasfaseranschluss
Mehr als eine Klasse kann nicht online gehen

Nicht gut angeschlossen: Die Realschule Hilchenbach muss sich noch gedulden, bis die mit der benötigten Glasfaseranbindung ans Netz kommt.
  • Nicht gut angeschlossen: Die Realschule Hilchenbach muss sich noch gedulden, bis die mit der benötigten Glasfaseranbindung ans Netz kommt.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Hilchenbach/Siegen. Seit mehr als einem Jahr schon hält Corona die Welt in Atem. Die Gesellschaft und mit ihr die Schulen befinden sich mitten drin in einem zweiten langen Lockdown. Distanzunterricht mit digitaler Hilfe bestimmt den Stundenplan. Die dafür notwendige Ausstattung der Schulen aber hinkt nach wie vor hinterher, so auch in Hilchenbach.
Der zentral gelegene und im Internetzeitalter doch sehr abgehängte Schulhügel, auf dem neben der Florenburg-Grundschule mit der Carl-Kraemer-Realschule (CKR) die einzig verbliebene kommunale weiterführende Bildungseinrichtung thront, wartet noch immer auf seinen Breitbandanschluss. Mehr als eine Klasse kann nicht online gehen, weiß CKR-Rektor Joachim Steinebach. „Das ist eine Katastrophe. Zu Hause habe ich mehr Bandbreite.

js Hilchenbach/Siegen. Seit mehr als einem Jahr schon hält Corona die Welt in Atem. Die Gesellschaft und mit ihr die Schulen befinden sich mitten drin in einem zweiten langen Lockdown. Distanzunterricht mit digitaler Hilfe bestimmt den Stundenplan. Die dafür notwendige Ausstattung der Schulen aber hinkt nach wie vor hinterher, so auch in Hilchenbach.
Der zentral gelegene und im Internetzeitalter doch sehr abgehängte Schulhügel, auf dem neben der Florenburg-Grundschule mit der Carl-Kraemer-Realschule (CKR) die einzig verbliebene kommunale weiterführende Bildungseinrichtung thront, wartet noch immer auf seinen Breitbandanschluss. Mehr als eine Klasse kann nicht online gehen, weiß CKR-Rektor Joachim Steinebach. „Das ist eine Katastrophe. Zu Hause habe ich mehr Bandbreite.“ Nebenan, an der Grundschule, sieht es momentan nicht besser aus.

Stadt Hilchenbach will Glasfaser für ihre Schulen

Dass dies nicht so bleiben soll, ist bei der Stadt Hilchenbach als Schulträgerin keine Frage. Mithilfe von Zuschüssen von Land und Bund soll die Glasfaseranbindung der Schulen geschaffen werden. Damit ist die Kommune nicht allein, auch in der Nachbarschaft gibt es in dieser Hinsicht noch einiges zu tun. Die Stadt Siegen beispielsweise kann keinesfalls Vollzug melden: 15 Grundschulen möchte die Krönchenstadt mit bewilligten Landeszuschüssen ans schnelle Netz bringen, bislang ist dies aber bei keiner gelungen – bis zum Jahresende, so fordert es der Zuwendungsbescheid des Landes, muss dies aber noch geschehen.
Für Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis steht die Breitbandanbindung der kommunalen Schulen weit oben auf der Wunschliste. Knapp 168.000 Euro stehen der Stadt aus einem Landsfördertopf zur Verfügung, um die beiden in ihrer Trägerschaft befindlichen Grundschulen in Hilchenbach und Müsen ans Glasfasernetz anzubinden. Derzeit müsse die Stadt jedoch abwarten, bis die Arbeiten ausgeführt werden können. Die Auftragsbücher der Tiefbauunternehmen sind voll. Momentan geht die Verwaltung davon aus, dass die Bagger im Frühjahr anrollen können.

Realschule Hilchenbach greift auf anderen Topf zu - das hat Folgen

Ob die Realschule, direkte Nachbarin der „Florenburg“, dann auch in den Genuss der schnellen Netzanbindung kommt, muss sich noch zeigen. Denn: Deren Breitbandanschluss wird aus einem ganz anderen Topf, aus dem Infrastrukturprogramm des Bundes, finanziert. Dafür ist jedoch nicht die Stadtverwaltung zuständig, sondern der Kreis Siegen-Wittgenstein. Dessen Breibandkoordinator ist hier federführend – und ist noch nicht ganz so weit wie die Stadt. Die Ausschreibung des Kreises befindet sich noch in der Submission, also einer früheren Phase des Verfahrens.
„Wir gehen davon aus, dass wir Mitte des Jahres sagen können, zu welchem Zeitpunkt die Anbindung erfolgen wird“, heißt es auf SZ-Anfrage aus dem Kreishaus. Da aber die benachbarte Grundschule schon schneller ans Netz gehen könnte, ist auch ein Synergieeffekt nicht auszuschließen. „Es wird derzeit eruiert, ob in dem Zuge auch die Realschule bereits angebunden werden kann.“ Dies zu prüfen, liegt tatsächlich nahe: Die Leitung für die Grundschule muss praktisch direkt vor dem Realschultor verlegt werden.
Joachim Steinebach und seine Kollegen würde es freuen – auch wenn sie sich so oder so noch Geduld üben müssen. Eine Alternativvorschlag hat er bereits an die Verwaltung herangetragen: Vielleicht könnte ja eine Richtfunktstrecke zum Rathaus eingerichtet werden? „Als Idee haben wir das aufgegriffen“, erklärt Rathaussprecher Hans-Jürgen Klein. Zunächst aber setze die jedoch Stadt darauf, Plan A umzusetzen. Ihr Ziel wäre es, möglichst beide benachbarten Schulen gleichzeitig anzubinden. Und das möglichst schnell.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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