Minigolf landete Treffer

js Hilchenbach. Einen guten Abschlag hat die Hilchenbacher Minigolfanlage hingelegt. 40 Tage lang hatte das neue Angebot hinter dem Freibad seit der Inbetriebnahme Ende August geöffnet und dabei so erfolgreich gewirtschaftet, dass ein Überschuss von rund 2000 Euro in der Kasse blieb. Das sagte Kyrillos Kaioglidis, Geschäftsführer des betreibenden Tourismus- und Kneippvereins, im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

An „guten“ Sonntagen, sprich: bei trockener Witterung, seien bis zu 400 Karten verkauft worden, allein im September registrierte die Kasse 1200 Tickets – Familienkarten inklusive. Auch einige Kindergeburtstage wurden bereits auf der 18-Bahnen-Anlage gefeiert. „Das Angebot wurde insgesamt sehr gut angenommen“, freute sich Kaioglidis. Überrascht sei er gewesen, dass drei Viertel der verkauften Tickets an Erwachsene gegangen seien. Minigolf ist in Hilchenbach also keineswegs in erster Linie Kindersache.

Inzwischen befindet sich der Platz in seiner ersten Winterpause. Bis er im April wieder zum Einlochen lädt, ruhen sich die Betreiber nicht auf den Lorbeeren des geglückten Auftakts aus. Sie schauen nach vorn, wollen das Angebot verbessern. „Wir möchten die Infrastruktur mit weiteren Mülleimern und Bänken aufwerten“, sagte Kaioglidis. Auch für die richtige Ausleuchtung möchte der Verein sorgen. Im Oktober mussten die Öffnungs- und Schließzeiten dem Tageslicht angepasst und um eine Stunde nach vorn verlegt werden. Für das neue Jahr wünschen sich die „Minigolfer“ Licht aus Solarlampen. Kaioglidis: „Es muss natürlich finanzierbar sein.“

Dasselbe gelte für die Installation einer Toilette. Die Vorrichtungen neben dem Kassenhaus seien bereits seit dem Bau des Platzes vorhanden. Fürs Erste denke der Verein an ein provisorisches WC, sobald das nötige „Kleingeld“ erspielt worden sei, könne auch über eine bessere Toilette nachgedacht werden. Abgesehen von den Verbesserungen in der Infrastruktur möchten die Betreiber Aktionen wie etwa ein „Mitternachtsgolfen“ mit beleuchteten Bällen organisieren, kombinierte Eintrittskarten mit dem benachbarten Freibad ins Auge fassen und mit Werbung das Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen ausweiten.

Auch im Rat war der Minigolfplatz jetzt Thema. Das Gremium musste der Verwaltung die beim Bau des Platzes entstandenen Mehrkosten von 15 000 Euro genehmigen, die durch aber Spenden- und Fördergelder abgepuffert wurden. Netto erwartet der Bürgermeister eine Zusatzbelastung von 8000 Euro für die Stadt. Kritik an den Kosten äußerte André Jung (CDU). Er warf der Verwaltung vor, das Projekt Minigolfplatz „mit der heißen Nadel gestrickt“ und damit die Kosten aus dem Auge verloren zu haben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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