Mit Pastor in der Bütt kamen »Augustinus«-Narren in Fahrt

Neben Assauer gab Ex-Studienrat Katzenberger sein Debüt

sib Dahlbruch. Der Vorsitzende Ludger Dömer hatte statt des üblichen Anzuges einen kunterbunten Frack, Hütchen und Sonnenblume gewählt. Und Pastor Martin Assauer hatte seiner gewohnten Garderobe ebenfalls eine Generalüberholung angedeihen lassen; er erschien im Scheichskostüm. Die beiden Männer hatten nebenbei noch eine ganze Menge gute Laune ins »Augustinus«-Heim mitgebracht, ebenso wie die anderen Gäste. So konnte nichts mehr schief gehen bei der Karnevalsfeier der Chorgemeinschaft »St. Augustinus«.

Punkt 20.11 Uhr eröffnete der Vorsitzende das närrische Treiben und ließ den Haus- und Hofmusikanten Rolf Diehl erst mal ein paar Takte zum Schunkeln anschlagen. Derart in Wallung gebracht, konnten die Gäste die Gymnastikgruppe der Frauengemeinschaft unter Leitung von Petra Bahr anständig begrüßen. Die heizten den Zuschauern mit zwei Tanzeinlagen zu »It`s raining men« und »Hey Baby« nach Kräften ein.

Ein waschechter »Augustiner« und Sangesbruder stieg in Gestalt von Alois Katzenberger erstmals in die Bütt und berichtete dort vom hohen pädagogischen Stellenwert der Chorgemeinschaft. Es war amüsant zu hören, wie die einstudierten Lieder ihn beeinflussen bzw. Ruhe und Frieden in das Leben des pensionierten Studienrats bringen.

Büttgeprüft und chorgestählt setzte hernach Anni Coersmeyer zum flammenden Fanal gegen das Raucherunwesen an. Das Ergrimmen über das dampfende Laster ihres Ehegatten führte zu begeisternden Lachsalven bei der Gästeschar. »De Nasse« alias Gerhard Klein und Klaus Hoffmann nahmen in Reimform das Vereinsleben des vergangenen Jahres mit seinen Höhen und Ausrutschern auf den Kieker.

Besonders gut kam auch die närrische Rede des Pastors an, auch er ein Neuling in der »Augustiner- Bütt«, trat er doch erst im vergangenen Jahr seine Dienste in der Dahlbrucher Gemeinde an. Ob Realschulpläne in Hilchenbach, die Schrullen der heimischen Politiker oder die Eigenheiten der Sangesbrüder und -schwestern; nichts war sicher vor des Pfarrers pfeilspitzer Zunge.

Einen lieb gewonnenen Bekannten aus der Vorjahren des Augustiner- Karnevals konnten die Gäste in Gottfried Sklorz begrüßen, der über seine Erfahrungen als Babysitter berichtete. Ob Breichen füttern oder Windeln wechseln - das Leben ist reich an kleineren und größeren Fallstricken, aber mit Humor gewürzt direkt genießbar.

Den krönenden Abschluss des Programms bildete der Auftritt von fünf Paaren um den Organisationswart Rainer Schelle, die mit einem Ulktanz das Alter über 40 auf die Schippe nahmen. In entsprechend bedruckte T-Shirts gehüllt und von Petra Bahr systematisch in die höheren Weihen des Tanzes eingeführt, trotzten die Tänzern zu »Wir sind alle über 40« von Brunner und Brunner, allen Unkenrufen über ihre besten Jahre. Noch bis in die frühen Morgenstunden genossen die Närrinnen und Narren das bunte Treiben im »Augustinusheim«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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