Jugendforum Hilchenbach
Mitspracherecht andernorts kein Problem

js Hilchenbach. Kein Rederecht für das Jugendforum in den Hilchenbacher Ausschüssen – das ist der Stand der Dinge, und so sollte es nach Auffassung der Verwaltung auch bleiben. Wie berichtet, hat sich der Bürgermeister nach einem eindeutigen Beschluss des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales und Gleichstellungsfragen vom Mai dieses Jahres beim Städte- und Gemeindebund beraten lassen. Demnach sei das gewünschte Beteiligungsrecht des Jugendforums nicht zulässig, hieß es in einer Mitteilung zur Ausschusssitzung am Dienstag.

Das wollten zumindest die Grünen und die Linken nicht auf sich beruhen lassen. „Warum soll in Hilchenbach nicht erlaubt sein, was in anderen Kommunen selbstverständlich ist?“, fragen sie nach. Die Argumente der Verwaltung „halten einer Prüfung aus unserer Sicht nicht stand“. Dies zeige ein Blick auf die Praxis in anderen Kommunen des Kreises: „In Siegen und Kreuztal haben etwa eine Reihe von Institutionen und Verbänden Rederecht.“ Außerdem hätten in Hilchenbach bereits jetzt Sportverbände, Chöre und Gebrüder-Busch-Kreis einen Platz in Ausschüssen. „Die einzige Voraussetzung dafür ist die Volljährigkeit, die durch das Jugendforum Hilchenbach problemlos gewährleistet werden kann.“ Es gebe also überhaupt keinen Grund, dem Jugendforum das vom Fachausschuss geforderte Rederecht vorzuenthalten. „Zudem ist es höchste Zeit, dem deutlich vernehmbaren Wunsch junger Menschen nach politischer Teilhabe zu entsprechen.“ Die Einbeziehung in die Beratungen der Fachausschüsse des Hilchenbacher Rats sei „längst überfällig“.

Der Bürgermeister lässt den Haupt- und Finanzausschuss am 4. Dezember über die Beteiligungsfrage abstimmen, ließ dieser knapp schriftlich ausrichten.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden, dass das Rederecht so abgeschmettert wird“, monierte Katrin Fey (Linke). Es müsse einen Weg geben, dem klaren politischen Willen zu folgen. Die Verwaltung müsse dies eingehend prüfen und kreativ nach Möglichkeiten suchen. Ausschussvorsitzende Susanne Kues-Gertz (Grüne) plädierte ebenfalls dafür, der Jugend den Weg in die Gremien zu öffnen. „Es bleibt nicht ohne Schaden, wenn wir es nicht tun.“

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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