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Ökumenische Kleiderstube an neuem Standort
Modehaus fürs kleine Geld

Sie sorgen dafür, dass die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach nun auch am neuen Standort bestens ankommt.  Foto: Jan Schäfer
  • Sie sorgen dafür, dass die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach nun auch am neuen Standort bestens ankommt. Foto: Jan Schäfer
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js Dahlbruch. Freundlich hell, einladend, klar strukturiert: Die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach hat am Rosenmontag ihr neues Ladenlokal an der Wiesenstraße in Dahlbruch eröffnet – und ihre Gäste bei einem Festakt mit Imbiss begrüßt. Ab sofort befinden sich die beiden zentralen Angebote der konfessionsübergreifenden Gruppe aus Ehrenamtlern unter einem Dach – einen Raum weiter verteilt dienstags der ökumenische Tisch die Waren der Siegener Tafel (die SZ berichtete).

Über die „gelebte Ökumene“, die durch ein offenes Miteinander gelungen sei, freute sich Karl-Josef Rump in seiner Begrüßungsansprache. Nicht nur die von ihm vertretene kath. Kirchengemeinde St. Augustinus gehört zu den Trägern der Einrichtung, sondern auch die ev. Kirchengemeinden Hilchenbach und Müsen.

js Dahlbruch. Freundlich hell, einladend, klar strukturiert: Die ökumenische Kleiderstube Hilchenbach hat am Rosenmontag ihr neues Ladenlokal an der Wiesenstraße in Dahlbruch eröffnet – und ihre Gäste bei einem Festakt mit Imbiss begrüßt. Ab sofort befinden sich die beiden zentralen Angebote der konfessionsübergreifenden Gruppe aus Ehrenamtlern unter einem Dach – einen Raum weiter verteilt dienstags der ökumenische Tisch die Waren der Siegener Tafel (die SZ berichtete).

Über die „gelebte Ökumene“, die durch ein offenes Miteinander gelungen sei, freute sich Karl-Josef Rump in seiner Begrüßungsansprache. Nicht nur die von ihm vertretene kath. Kirchengemeinde St. Augustinus gehört zu den Trägern der Einrichtung, sondern auch die ev. Kirchengemeinden Hilchenbach und Müsen. „Wir sind dankbar und auch etwas stolz auf das, was wir hier geschaffen haben“, sagte Rump auch im Namen seiner Lenkungskreiskollegen aus den ev. Gemeinden, Martin Debus und Friedrich Wilhelm Kunze.

Geschaffen haben sie und die Mitstreiter des rund 100-köpfigen ökumenischen Helferkreises folgendes: In zwei früheren Garagen an der Wiesenstraße hat die Firma SMS Group als Eigentümerin ein Ladenlokal eingerichtet, das der Kleiderstube nach ihrem beengten bisherigen Standort, dem früheren Schreibwarenladen Quinke an der Bundesstraße 508, mehr Entfaltungsmöglichkeiten einräumt. Der Mietpreis, der mit SMS vereinbart wurde, entspricht genau dem für das bisherige Ladenlokal. Die Räumlichkeiten des „Tischs“ stellt das Unternehmen sogar mietkostenfrei zur Verfügung, das ist auch weiterhin der Fall.

Mietzahlungen sind aber kein Problem für die Kleiderstube, denn sie hat durchaus Einnahmen. Die Hosen, Blusen, Hemden, Jacken und Schuhe, die hier den Besitzer wechseln, werden gespendet. Bürger, die noch gut erhaltene Kleidung übrig haben, geben sie in Dahlbruch ab. Dort wird die Ware gesichtet, sortiert, ausgestellt – und zum kleinen Preis verkauft. Verschenkt wird nichts, feilschen ist auch nicht angesagt. Spendabel sind die Helfer indes nach dem Kassensturz. So manches soziale Projekt wurde schon aus Erlösen der Kleiderstube unterstützt.

Ein Besuch an der Wiesenstraße lohnt sich, betont das Verkaufsteam. Karl-Josef Rump beispielsweise hat schon so manches Schnäppchen erspäht, wie er sagt. „So gute Anzüge habe ich selbst nicht im Schrank“, lacht er. Die Kleiderstube sei daher auch keinesfalls nur für Bedürftige gedacht – anders als der „Tisch“, bei dem Bedürftigkeit tatsächlich nachgewiesen werden muss –, hier dürfen alle zuschlagen. Die Öffnungszeiten, sowohl fürs Abgeben als auch fürs Einkleiden, sind montags von 15 bis 18 und donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Der SMS-Parkplatz, das sei abgesprochen, dürfe genutzt werden.

„Tue Gutes und habe Spaß daran“ – das Motto, das schon bei der Eröffnung der ersten Kleiderstube im Frühjahr 2004 ausgerufen wurde, zählt bis heute. Das Verkaufsteam um Christel Reinke ist mit Herzblut bei der Sache, freut sich auf seine neue Wirkungsstätte – die nicht nur für die Kundschaft Vorteile bedeutet: Auch beim Ein- und Auspacken, beim Auswählen und Einsortieren genießen die Damen aus dem Verkaufsraum nun mehr Bewegungsfreiheit.

Als Vertreter der Kirchengemeinden kamen die Pfarrer Friedhelm Rüsche, Hans-Jürgen Uebach, Andreas Weiß und Herbert Scheckel mit Segenswünschen nach Dahlbruch. Bürgermeister Holger Menzel dankte SMS-Unternehmer Heinrich Weiss und vor allem den engagierten Ehrenamtlern im Namen der Stadt Hilchenbach, auf deren Unterstützung sie auch künftig zählen könnten. „Auch für uns ist dies eine Herzensangelegenheit“, sagte der Rathauschef und überreichte Rump ein symbolisches Schieferherz.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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