Musik schlägt Brücken

Ein Tablett mit Salzbrot überreichte Heinz Gilgen von der Musikgesellschaft Laupen-Mühleberg mit Tochter Nina und Sohn Tobias an Tina Weber, Vorsitzende des Stadtorchesters Hilchenbach.  Foto: hmw
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hmw Hilchenbach. Unter regelrechtem „Volldampf“ feierte am Samstagabend das Stadtorchester Hilchenbach (Dirigat: Michael Kreutz) im Rahmen eines Musik- und Tanzabends sein 75-jähriges Bestehen. Und dazu waren Konzertgäste nicht nur aus der heimischen Region, sondern sogar aus der Schweiz gekommen: der Spielmannszug des TuS Hilchenbach unter Stabführung von Rainer Konrad, der Gospel-Chor Chorious des Liederkranzes Hilchenbach unter Chordirektor Ralf Stiebig und nicht zuletzt die Musikgesellschaft Laupen-Mühleberg aus der Nähe von Bern mit ihrem Dirigenten Werner von Niederhäusern. Seitens der heimischen Politik waren Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab und sein Stellvertreter Klaus Stötzel, der auch als Fördermitglied mit durch das Programm führte, erschienen.

Ein großartiges Musikrepertoire war nun zu hören, das alle Aktiven und Gäste nicht so schnell vergessen werden. Zu Beginn ließ man dem Spielmannszug den Vortritt, der etliche Marschmelodien auf Lager hatte. Den folgenden „Rütz-Marsch“ spielte das Stadtorchester mit dem Spielmannszug gemeinsam.

Es folgten zwei Vorträge des Stadtorchesters mit dem Marsch „Everest“ (nach jener Kneipe in New York, nicht dem welthöchsten Gipfel) sowie einem tollen Medley mit Melodien von Udo Jürgens. Alles in allem sehr harmonische Darbietungen, die sich hören (und sehen) lassen konnten. Gemeinsam mit den Musikfreunden aus der Schweiz gab es noch einen Vortrag für Herz und Gemüt mit der „Südböhmischen Polka“.

Dann allerdings überließ man die Bühne vollständig den Eidgenossen. Die musikalische (und auch menschliche) Verbindung zu der Musikgesellschaft Laupen, die derzeit mit den Mühlebergern zusammen musiziert, besteht schon seit 46 Jahren. Der langjährige Kontakt entstand durch Erich Klein aus Hilchenbach, der einst als Malergeselle im schweizerischen Laupen (Kanton Bern) tätig war. Die jetzige Gesellschaft entstand als Projekt aus den Musikvereinen von Laupen und Mühleberg. Bezeichnend, dass man verschiedene Uniformen trägt: die Laupener Jacken in dezentem Grau mit Bordüren und die Mühleberger schicke Westen in Frühlingsgrün. Aus der Instrumentierung stach besonders ein mächtiges Sousaphon hervor, dessen Schalltrichter mit dem Schweizer Wappen verziert worden war. Durch das Programm führten für die Gesellschaft Heinz Gilgen und Kurt Meder, die auch Worte des Grußes und Dankes sprachen.

Wie es auch schon Klaus Stötzel betont hatte, waren die Darbietungen der Schweizer die Highlights des Abends, und das konnte man auch hören. Es erklangen viele Melodien aus dem Tessin und auch der schwungvolle „Bern-Marsch“. Sogar eine vierköpfige Tamburin-Gruppe hatten die Schweizer mitgebracht, die mit ihren rhythmischen Darbietungen auf den Trommeln gut beim Publikum ankamen. Den Abschluss machte die Musikgesellschaft mit dem fetzigen „Happy-Birthday-Marsch“, „Frau Mayer“ und der Oberkrainer Polka „Guten Morgen“. Dabei waren die Schweizer Musikfreunde nicht mit leeren Händen gekommen: Tina Weber, Vorsitzende des Stadtorchesters, nahm aus den Händen von Heinz Gilgen sowie dessen Tochter Nina und Sohn Tobias ein Tablett mit Salzbrot entgegen, das sich neben dem Verzehr auch als Dekoration eignen soll. Und nach so viel guter Instrumentalmusik gab es auch guten Gesang: nämlich mit dem dynamischen Chor Chorious, der einige starke Beiträge ablieferte, zuletzt mit dem Stück „I Get Around“.Musik schlägt Brücken und verbindet über Landesgrenzen hinweg. Es gab zum Ausklang einen gemeinsamen Auftritt von Spielmannszug, Stadtorchester und der schweizerischen Musikgesellschaft. „In die weite Welt“ lautete der Titel der letzten Zugabe. Zu den Klängen des Duos Mascha & Michael mit vielen Evergreens wurde noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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