Musik zum Jahreswechsel

Musiker der Philharmonie Südwestfalen und Gäste begeisterten am Sonntag mit einer Auswahl von Barockstücken in der Hilchenbacher Kirche.  Foto: bjö
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bjö Hilchenbach. Einen runden musikalischen Gesamteindruck hinterließen die acht Musiker, die am Sonntagnachmittag auf Einladung des Gebrüder-Busch-Kreises Dahlbruch in der ev. Kirche Hilchenbach ein „Barockkonzert in der Weihnachtszeit“ gaben. Bettina Dinger (Violine), Gudrun Kröniger (Fagott), Thomas Kiess (Trompete) und Naotaka Maejima (Violoncello), allesamt Instrumentalisten der Philharmonie Südwestfalen, ergänzten für ein durch und durch barockes Programm ihre Besetzung mit der Geigerin Dorothea Kiess, dem Bratscher Wolfgang Groos, dem Cembalisten Torben Klaes und einem der bedeutenden deutschen Barocktrompeter, Friedemann Immer. Der Professor für Trompete an der Hochschule für Musik in Köln und für Barocktrompete am Conservatorium van Amsterdam fügte sich in äußerer Bescheidenheit in das Ensemble, das sich trotz Wetterkapriolen draußen eines großen Publikums erfreuen durfte.

Wenngleich das Programm unter anderem mit Werken hierzulande weniger bekannter Komponisten wie Pavel Josef Vejvanovski und Biagio Marini aufwartete und die Besetzungen des anderthalbstündigen Programms variierten, war das Konzert dennoch eher eine bequem stolpersteinfreie musikalische Begegnung ohne aufwühlende Überraschungen oder energische Kontraste; gemütlich zum besinnlichen Zuhören im besten Sinne und in stilsicherem Gestus dargeboten.

Erwartungsgemäß zählten die Werke in Tutti-Besetzung – vor allem Antonio Vivaldis abschließendes Konzert in C-Dur für zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo – zu den intensivsten Momenten des Abends: Die unaufdringliche Strahlkraft zweier Trompeten, die offenbar gut miteinander harmonierten, verschmolz reibungslos mit dem agilen Orchesterfundament. Im akustisch dankbaren Kirchenschiff bereitete auch die dynamische Balance keinerlei Probleme. Ein musikalisch vornehmer Jahresausklang für Hilchenbach – als Konzert „zwischen den Jahren“ atmosphärisch sicher noch mehr im milden Kerzenschein des Weihnachtsbaumes verhaftet denn im grellen Feuerwerk des Jahreswechsels. Das Publikum nahm das musikalisch galante Präsent dankbar entgegen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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