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In der alten Florenburgschule
Nabu eröffnet eine Geschäftsstelle

Geschenke-Austausch zur Begrüßung: Prof. Dr. Klaudia Witte (l.) überreicht Ingrid Lagemann ein druckfrisches Wildbienen-Quartett des Nabu – und bekommt dafür einen Präsentkorb mit nachhaltigen Produkten.
  • Geschenke-Austausch zur Begrüßung: Prof. Dr. Klaudia Witte (l.) überreicht Ingrid Lagemann ein druckfrisches Wildbienen-Quartett des Nabu – und bekommt dafür einen Präsentkorb mit nachhaltigen Produkten.
  • Foto: Nabu
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js Hilchenbach. Eine jahrzehntelange Homeoffice-Phase ist Geschichte: Der Naturschutzbund (Nabu) Siegen-Wittgenstein hat lange genug von den heimischen Schreibtischen der Eheleute Helga und Michael Düben im Wittgensteiner Dörfchen Rinthe gewirkt. Ab sofort hat er eine feste Anlaufstelle, zentraler im Kreisgebiet gelegen und sowohl verkehrstechnisch als auch thematisch bestens angebunden. Im ersten Stock der alten Florenburgschule in Hilchenbach, im Domizil der Klimawelten, hat der Nabu nun eine Geschäftsstelle eröffnet. Das blaue Klassenzimmer ist seins.
Zwei feste Arbeitsplätze im blauen KlassenzimmerFrisch renoviert strahlen die Wände des 70 m2 großen Zimmers, dessen altes Parkett von einer Linoleumschicht befreit und aufgearbeitet wurde.

js Hilchenbach. Eine jahrzehntelange Homeoffice-Phase ist Geschichte: Der Naturschutzbund (Nabu) Siegen-Wittgenstein hat lange genug von den heimischen Schreibtischen der Eheleute Helga und Michael Düben im Wittgensteiner Dörfchen Rinthe gewirkt. Ab sofort hat er eine feste Anlaufstelle, zentraler im Kreisgebiet gelegen und sowohl verkehrstechnisch als auch thematisch bestens angebunden. Im ersten Stock der alten Florenburgschule in Hilchenbach, im Domizil der Klimawelten, hat der Nabu nun eine Geschäftsstelle eröffnet. Das blaue Klassenzimmer ist seins.

Zwei feste Arbeitsplätze im blauen Klassenzimmer

Frisch renoviert strahlen die Wände des 70 m2 großen Zimmers, dessen altes Parkett von einer Linoleumschicht befreit und aufgearbeitet wurde. Die neuen Nutzer freuen sich, dass sie nun nicht nur zwei feste Arbeitsplätze, sondern auch die Gelegenheit haben, Vorträge, Veranstaltungen und Projekte zu organisieren, Informationen zu geben und zu beraten – und sich schlicht und ergreifend zu präsentieren und zu vernetzen. Zweimal wöchentlich ist Geschäftsstellenleiterin Eva Lisges nun in Hilchenbach: montags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

Sichtbarkeit des Naturschutzbundes soll erhöht werden

„Wir möchten die Sichtbarkeit des Nabu steigern“, erklärte Vorsitzende Prof. Dr. Klaudia Witte bei der offiziellen Eröffnung der Geschäftsstelle, an der die meisten Gäste Corona- aber auch wetterbedingt nur virtuell teilnahmen. In Siegerland und Wittgenstein zählt der Nabu rund 2800 Mitglieder, sieht in dieser Hinsicht aber durchaus noch Luft nach oben. „Dies soll ein lebendiger Ort des Austauschs werden“, wünscht sich Witte.

Dies soll ein lebendiger Ort des Austauschs werden.
Klaudia Witte
Nabu-Vorsitzende
Siegen-Wittgenstein

Dass die Klimawelten die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, sei ein Glücksgriff. Thematische Überschneidungen zwischen der Arbeit des Naturschutzbundes und der um Nachhaltigkeit und Klimabildung bemühten Initiative liegen auf der Hand. „Wir können hier gemeinsame Ideen und Projekte entwickeln.“ Zudem gibt es auch einen ganz praktischen Nutzen: Mit einer festen Geschäftsstelle kann sich der Nabu auch personell erweitern – er darf nun auch eine Bundesfreiwilligendienst-Stelle ausschreiben.

In der Hilchenbacher Schule gibt es auch eine Klimaküche sowie ein Repair-Café 

„Auch wir sind froh, dass der Nabu hier eingezogen ist“, bekundete Ingrid Lagemann, Vorsitzende der Klimawelten. Die unteren Etagen der alten Schule werden bereits neu genutzt: Neben der Klimaküche gibt es das grüne Klassenzimmer für das Repair-Café, seinerzeit das erste im Kreisgebiet, und das gelbe Klassenzimmer für den Themenkomplex Müll und Nachhaltigkeit. Als sich die Frage stellte, was in den oberen Zimmern geschehen sollte, kamen die Naturschützer gerade recht. Das rote Zimmer nebenan, das derzeit noch saniert wird, bleibt jedoch in Hand der Klimawelten – hier sollen Ausstellungen zum jeweiligen Jahresthema Platz finden. 2022/23 soll die Überschrift „lokal handeln, global wirken“ lauten.

Kooperation mit der Uni Siegen geplant

Ideen für gemeinsame Projekte gebe es schon, berichtete die Nabu-Vorsitzende. Konkret sei bereits eine Kooperation, an der auch die Uni Siegen beteiligt sei. Im Siegener Tiergarten soll Natur digital begreifbar gemacht werden. Per Smartphone sollen Waldbesucher die Möglichkeit haben, über Live-Bilder beispielsweise in eine Spechthöhle zu linsen. Auch soll es einen „twitternden Baum“ geben. Der wird mit Sensoren an seinen wasserführenden Gefäßen ausgestattet, zudem wird der tagesaktuelle Stammumfang gemessen (der ist nicht immer gleich!). Die ermittelten Daten werden auf einer Website visualisiert, und der Baum soll auch „Kurznachrichten“ senden, in denen er etwa über seinen aktuellen Trocken- oder Hitzestress informiert. Die Projektbegleiter setzen auf Fördermittel im Zuge der Regionale 2025.

Das Infotelefon des Nabu wird weiterhin von Michael und Helga Düben geführt.
► www.nabu-siwi.de

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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