JU gegen Wunsch des Jugendforums
Nicht repräsentativ

sz Hilchenbach. Zum Kennenlernen trafen sich kürzlich Mitglieder der Jungen Union (JU) Kreuztal und Hilchenbach mit dem Hilchenbacher Jugendforum. Besonders das beantragte Rederecht des Jugendforums in allen Hilchenbacher Ausschüssen sowie die Planungen des Projekts Kultureller Marktplatz Dahlbruch (KMD) standen im Vordergrund. Zwar lehne die JU mehrheitlich ein Rederecht des Forums in allen Ausschüssen ab, plädiere aber trotzdem dafür, dessen wertvolle Arbeit mehr zu fördern, heißt es in einer Pressemitteilung der Nachwuchs-Christdemokraten. „Wir schließen uns hier der Stellungnahme des Rings politischer Jugend des Kreises Siegen-Wittgenstein an”, sagte der Hilchenbacher JU-Chef Lukas Klimke. „Der geäußerte Vorschlag ist für uns nicht mit dem bewährten Prinzip einer repräsentativen Demokratie vereinbar.“

Das Jugendforum mit etwa 20 Mitgliedern sei „selbstverständlich“ ein „wichtiges politisches Sprachrohr, das sich sehr lobenswert für die Interessen von Hilchenbacher Jugendlichen“ einsetze. Es müsse hierbei allerdings angemerkt werden, dass das Jugendforum nicht – wie von einigen formuliert – „die Jugend“ darstelle und selbst nicht den Anspruch habe, „im demokratisch gewählten Sinne repräsentativ zu sein, aber durchaus eine jugendliche Meinung“ abbilde.

Ersteres sei aber das Kriterium dafür, wie sich ein Ausschuss zusammensetze. Für Rats- und Ausschussarbeit seien in erster Linie diejenigen verantwortlich, die von Bürgern gewählt worden seien. Es sei zudem möglich, sich in Parteien und/oder deren Jugendorganisationen zu engagieren.

Das Jugendforum biete jedoch eine gute und außerordentlich wichtige Möglichkeit, auch außerhalb parteilicher Strukturen kommunalpolitisch sowohl im Jugendausschuss als auch darüber hinaus partizipieren zu können. „Der enge Draht zu den Jugendzentren und die bestens organisierten Arbeitsgruppen bieten allen Grund für eine stärkere Zusammenarbeit bei jugendpolitischen Anliegen, die seitens der Jungen Union in dieser Art zukünftig intensiviert wird.“ Ein Rederecht des Jugendforums sei dafür nicht notwendig. Vielmehr gelte nach Auffassung der JU für die Parteien, das Vertrauen in sie zu stärken und Zugänge publiker zu machen.

Bei den KMD-Planungen etwa hätte eine deutlich bessere Zusammenarbeit stattfinden müssen: „Es ist schon fast beschämend, wie dieses so wichtige Projekt durch mehr als mangelhafte Kommunikation vor allem seitens der Verwaltungsspitze immer mehr verzögert wurde und man anscheinend vergaß, Nutzer wie etwa das Jugendzentrum vernünftig zu beachten.“ Es sei unverschämt, Ideen des Jugendforums „einfach so wegreden zu wollen“; schließlich seien die Vorschläge erstmal nur „Idealvorstellungen”, die eine gute Grundlage dafür geboten hätten, sich mit einem Kompromiss zu einigen. „Eine bessere Planung und auch eine bessere Kooperation mit dem Jugendforum hätte so manches heute auftretende Problem verhindern können.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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