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Lösung für die Ginsburg in Sicht?
Noch bröckelt der Putz munter

Unübersehbar sind die Putzschäden am Bergfried.
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js Grund. Ein Hauch von Vintage-Optik darf schon sein auf der Ginsburg. Auch wenn der Bergfried kaum älter als fünf Jahrzehnte ist, gehört das Ruinenareal auf dem Schlossberg bei Grund doch zu den geschichtsträchtigsten Orten der Region. Dass der Putz des beliebten Aussichtsturms jedoch schon kurz nach seiner letzten aufwändigen Sanierung 2009 und damit seit mehr als zehn Jahren bröckelt, ist allerdings nach wie vor nicht im Sinne des Erfinders. Ob jetzt eine Lösung in greifbare Nähe rückt, wird sich in einem Monat zeigen. Am 28. Februar wird feststehen, ob es zwischen der Stadt Hilchenbach und den bauausführenden und planenden Firmen zu einem Vergleich kommt.

js Grund. Ein Hauch von Vintage-Optik darf schon sein auf der Ginsburg. Auch wenn der Bergfried kaum älter als fünf Jahrzehnte ist, gehört das Ruinenareal auf dem Schlossberg bei Grund doch zu den geschichtsträchtigsten Orten der Region. Dass der Putz des beliebten Aussichtsturms jedoch schon kurz nach seiner letzten aufwändigen Sanierung 2009 und damit seit mehr als zehn Jahren bröckelt, ist allerdings nach wie vor nicht im Sinne des Erfinders. Ob jetzt eine Lösung in greifbare Nähe rückt, wird sich in einem Monat zeigen. Am 28. Februar wird feststehen, ob es zwischen der Stadt Hilchenbach und den bauausführenden und planenden Firmen zu einem Vergleich kommt. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich am Mittwoch in seinem nichtöffentlichen Teil dafür ausgesprochen, dass die Stadt einem kürzlich vom Landgericht Siegen vorgeschlagenen Vergleich zustimmt. Das bestätigte Baudezernent Michael Kleber auf Anfrage.

Sollte auch die beklagte Gegenpartei keinen Widerruf einlegen, würde die Bröckelpartie nach SZ-Informationen folgendermaßen beendet: Die Baufirma würde fünf verschiedene Putzmischungen auftragen und über den kommenden Winter beobachten. Wenn dann die geeignetste Rezeptur fest steht, wird der Turm in Gänze ausgebessert – und zwar bis September 2021.

Sollte der Vergleich tatsächlich auf beiderseitige Zustimmung treffen, wäre das Ende einer mehrjährigen Geduldsprobe in Sicht. Bereits seit Dezember 2013 versucht die Hilchenbacher Stadtverwaltung, auf juristischem Wege eine Ausbesserung der Fassadenschäden zu erstreiten. Der neue Putz war seinerzeit bereits nach dem ersten Winter wieder abgeplatzt, der von einer Arbeitsbühne an tonnenschwerem Kran ausgeführten Flickversuche waren gescheitert. Aus städtischer Sicht wurde eine juristische Aufarbeitung nötig, weil es um Fördergelder geht. Knapp 60.000 Euro waren für die insgesamt 200.000 Euro teuren Sanierungsarbeiten vor elf Jahren von der Bezirksregierung ins Siegerland überwiesen worden. Mit der Fassade drohte auch der Förderzweck zu bröckeln, eine Rückforderung stand zu befürchten.

Die Stadt ist zwar nicht Eigentümerin der Burg, das ist der Siegerländer Burgenverein. Dieser aber konnte selbst nicht die Zuschüsse des Landes beantragen, sodass die Kommune in die Bresche gesprungen war. Daher hat die Verwaltung nun den Schwarzen Peter und musste vor Gericht ziehen.

Der Verein selbst ist übrigens nur indirekt als Zeuge am Verfahren beteiligt und feilt derzeit munter und fleißig an den Umbauplänen für ein Großprojekt: Die Ginsburg soll in naher Zukunft zu einer barrierefreien Höhenburg ausgebaut werden – und zum mit 770.000 Landes-Euro geförderten „Heimatzeugnis“.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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