Personeller Energieschub

nja Hilchenbach. Vier Wochen lang hat sie sich in Hilchenbach bereits umgesehen und erste Kontakte geknüpft, gestern nun stellten Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab und Baudezernent Michael Kleber jene neue Fachkraft im Rathaus vor, die in den kommenden drei Jahren ihre berufliche Energie dafür einsetzen wird, dass die Hilchenbacher Energiebilanz und damit auch der Umweltschutz verbessert werden: Seit 1. März ist Birgit Frerig-Liekhues städtische Klimaschutzmanagerin. Die Bau-Ingenieurin (mit dem Studien-Schwerpunkt Wasser- und Abfallwirtschaft) ist somit für die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts zuständig.

Das Thema ist nicht neu für sie: War sie doch zuvor schon zwei Jahre als Klimaschutzmanagerin der Stadt Warendorf im Münsterland tätig. "Energievermeidung, Energie-Effizienz und erneuerbare Energien", dies sind Schlagworte, die Birgit Frerig-Liekhues und somit Hilchenbach beschäftigen werden. Dabei hofft sie auf Impulse aus der Bürgerschaft; Anregungen und Kritik nimmt sie auch telefonisch unter (0 27 33) 288-149 oder per Mail (mailto:liekhues@hilchenbach.de) entgegen. Drei Leitziele werden ihre Arbeit bestimmen: So soll, wie berichtet, der CO2-Ausstoß bis 2025 um 30 Prozent gesenkt werden, wobei alle Bereiche des Stadtgebiets mit ins Boot geholt bzw. berücksichtigt werden sollen - von der Wirtschaft über den Verkehr bis zum privaten Haushalt. Teilziele sind explizit die Etablierung eines klimaneutralen Stadtteils und einer Klimaschule. Welcher Stadtteil einmal das Prädikat "klimaneutral" erhalten wird, steht noch nicht fest: "Wir suchen uns aber nicht den größten aus", räumte Hasenstab ein. Michael Kleber fügte sinngemäß hinzu, bürgerschaftliches Engagement sei dabei auch nötig.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion soll bis 2020 bei 60 Prozent ansteigen - so ist Leitziel 2 formuliert. Zurzeit werden vor Ort etwa 30 Prozent des Gesamtstrombedarfs (und etwa 70 Prozent des Strombedarfs der Haushalte, landwirtschaftlichen Betriebe und Kleinbetriebe) durch regenerative Energien gedeckt: Der Gesamtanteil soll also verdoppelt werden - mit einem "moderaten Bau von Photovoltaikanlagen und moderatem Ausbau der durch Windkraft erzeugten Strommenge".

Last but not least soll die Stadtverwaltung - "all inclusive" sozusagen - bis 2022 CO2-neutral betrieben werden. Ein Teilziel hierbei: die Planung und Umsetzung eines klimaneutralen Schul- und Sportzentrums "Jung-Stilling-Allee". Birgit Frerig-Liekhues wird sich nun zunächst u. a. in der Umweltbildung in Schulen und Kitas engagieren sowie Energieverbräuche und Kohlendioxid-Belastungen ermitteln. Sie plant Aktionstage mit E-Bikes und E-Autos und die Teilnahme am Projekt "Ökoprofit", das sich zum Ziel gesetzt hat, Unternehmen nachhaltig und ökologisch zu stärken.

Der Projektzeitraum erstreckt sich zunächst über drei Jahre. Die Gesamtsumme der Personalkosten liegt bei 151 344 Euro, der städtische Eigenanteil beläuft sich auf rund 22 700 Euro. Die restlichen knapp 129 000 Euro sind über die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gedeckt. Weitere 10 700 Euro Zuschuss stehen der Klimaschutzmanagerin für Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsbedarf zur Verfügung; der städtische Eigenanteil liegt hier bei 1605 Euro.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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