Kultureller Marktplatz Dahlbruch
Redebedarf überschaubar

Wann der Abriss der Turnhalle den Bau des Kulturellen Marktplatzes Dahlbruch einläutet, ist nach wie vor unklar.  Foto: Jan Schäfer
  • Wann der Abriss der Turnhalle den Bau des Kulturellen Marktplatzes Dahlbruch einläutet, ist nach wie vor unklar. Foto: Jan Schäfer
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js Dahlbruch. Die „unerfreuliche Entwicklung“ mit erheblicher Kostensteigerung, die das Projekt Kultureller Marktplatz Dahlbruch abermals ausgebremst hat, war in der vergangenen Woche nur kurze Randnotizen wert in den Sitzungen zweier Ausschüsse.

Im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Gleichstellung nannte Katrin Fey (Linke) am Dienstag die vor einigen Wochen geführte Debatte um einen Probenraum als Farce in dem neuen finanziellen Kontext. „In welcher Relation steht das?“, bedauerte Fey, dass die 60 000 Euro für einen solchen Probenraum nicht mehr drin waren. Diese Summe verblasse nun gegenüber der Kostensteigerung.

Die Politik müsse sich selbst den Vorwurf machen, nicht Teil des Planungsstabs des Projekts zu sein, meinte Karl-Heinz Jungbluth (FDP). „Dann wären wir nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden, hätten eventuell noch Einfluss nehmen können.“ Zu gutgläubig sei die Politik gewesen, zu sehr habe sie der Verwaltung vertraut.

„Es gibt doch so viele tolle Leute im Rathaus“, meinte Barbara Roth (SPD). „Die hätten doch besser kontrollieren können.“ Der Kulturelle Marktplatz Dahlbruch (KMD) habe andere Dimensionen als ein Einfamilienhaus, konstatierte der Kämmerer. Man müsse einfach bestimmte Entwicklungen zur Kenntnis nehmen. Die Kostensteigerung ergebe sich auch aus der Fachplanung heraus, Stichwort: Lüftungstechnik. „Das hätten die Leute aus unserem Haus nicht besser erkennen können.“

Die Stadt habe nun Zeit gewonnen, dem Gesamtprojekt eine Seele zu geben, versuchte Frank Luschei (Grüne), dem Aufschub des Baustarts etwas Positives abzugewinnen. Markus Köppen (SPD) bedauerte einen „Fehler im System“. „Es wurde mit Kosten geplant, obwohl die Fachleute erst viel später belastbare Summen liefern konnten.“ Somit sei direkt mit Fehlern kalkuliert worden.

Im Bauausschuss, er tagte am Mittwoch, stand der KMD ebenfalls auf der Tagesordnung. Redebedarf hatte in diesem Fachgremium allerdings niemand.

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