Werbetafeln in Hilchenbach
Regelwerk für Reklame

js Hilchenbach. Die Werbetafeln im neuen Hilchenbacher Einkaufszentrum an der Herrenwiese sind illegal errichtet worden. Nachträglich möchte die Stadt Hilchenbach sie nun genehmigen. Der Stadtentwicklungsausschuss gab jetzt einstimmig grünes Licht dafür, die Satzung über die örtlichen Bauvorschriften in diesem Teilbereich des Zentrums anzupassen. Der Rat muss dieser Empfehlung am 2. Oktober noch zustimmen.

Die bisherige Satzung trat kurz vor Weihnachten 1978 in Kraft – zu einer Zeit, in der die neue Nutzung des ehemaligen Leimfabrikgeländes nicht absehbar war. Die neue Satzung soll nun dazu beitragen, Werbeanlagen „zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenzufassen“. Auch eine zeitliche Begrenzung gehört zu den Vorschriften: Die Logos und Buchstaben der Geschäfte dürfen nur zu deren Öffnungszeiten leuchten.

Laut Baudezernent Michael Kleber haben sich die Bewohner des Hauses jenseits der Bahnschienen gemeldet, die sich von den Webeanlagen gestört fühlten. Da ihr Gebäude jedoch in einem „nicht unbeträchtlichen Abstand“ von der Leuchtreklame stehe, könne ihrem Einwand nicht Rechnung getragen werden. „Ansonsten müssten wir in der Konsequenz auch anderswo auf Werbeanlagen verzichten.“ Zudem frage er sich, ob der Anblick vorher schöner gewesen sei.

„Die Stadt legalisiert damit also bestehende Werbeanlagen?“, hakte Dr. Peter Neuhaus (Grüne) nach. Das sei richtig, räumte der Baudezernent ein. „Nach der uralten Gestaltungssatzung sind sie nicht genehmigt.“ Das sei aber kein Einzelfall: „Nicht jede ausgeübte Nutzung in Hilchenbach ist legalisiert“, sagte Kleber nebulös. Neuhaus versuchte, sich Klarheit zu verschaffen und bat um die Nennung konkreter Fälle. „Zum Beispiel in der Gerbergasse“, schmunzelte Kleber – und meinte damit das von Peter Neuhaus mitinitiierte ehrenamtlich betriebene Projekt „Café Herzstück“. „Gut gekontert“, lachte der Grüne, ließ sie aber noch letzte Bedenken ausräumen: „Sind noch größere Werbeanlagen geplant?“ Das habe die Stadt den Betreibern ausreden können. Ob sie denn rechtlich möglich seien, bohrte auch Sven Wengenroth von den Linken nach. Kleber: Eine Werbeanlage in der Größenordnung einer Ikea-Stele sei nicht drin.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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