Regen überschwemmte Zeltlager

Zugvögel campierten auf dem Giller – und mussten nach Unwetter nach Birkelbach umziehen

ans Lützel. Das 43. Zeltlager der Zugvögel Wittgenstein auf dem Giller ging jetzt zu Ende. Seit Mitte August campierten hier 46 Kinder aus Wittgenstein im Alter von neun bis 13 Jahren mit 18 Betreuern. Auf dem Programm stand neben Geländespielen und einer zweitägigen Wanderung auch eine Fahrt in den Movie Park Germany nach Bottrop. Darüber hinaus gab es vier verschiedene Interessengruppen: eine Bastel-, Überlebens-, Sport- und Tanz-IG. Doch auch die traditionelle Zugi-Disco, bei der vor allem das Schwofspiel sehr beliebt ist, durfte dieses Jahr nicht fehlen.

Jeder Teilnehmer war auch einmal zum Küchendienst verpflichtet. Das bedeutete: morgens schon vor den anderen aufstehen und Brote schmieren. Doch auch mittags und abends mussten sie mit anpacken: Immerhin galt es, jeden Tag dreimal 64 hungrige Münder zu stopfen. So wurden zum Beispiel für ein Mittagessen fünf bis sieben Kilo Fleisch und drei Kilo Rotkraut benötigt. »Jeder Teilnehmer kommt einmal dran und muss Verantwortung übernehmen«, so Marius Beitzel, der mit Christoph Torno das Lager leitete. Das Gleiche galt für die Wimpelwache. Wenn abends, nach dem Lagerabend, alle Kinder im Bett lagen, mussten ein paar Auserwählte noch am Feuer sitzen und die Wimpel der Zugvögel bewachen.

Die Betreuer bewiesen großes Improvisationstalent. Besonders, als an einem Tag ein großes Unwetter fast die Hälfte aller Zelte überschwemmt hatte. »Natürlich saß der Schock erstmal tief. Von vielen sind Wertsachen, wie Handys und MP3-Player, zerstört worden«, schilderte Christoph Torno, »in manchen Zelten stand das Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch.« Das gesamte Zeltlager musste schließlich nach Erndtebrück verlegt werden – in das Zugvögel-Heim an der Backofenstraße. Aus Platzmangel aber bezogen die Zugvögel schon bald in der Mehrzweckhalle in Birkelbach Quartier. Dort wurde dann tagsüber Fußball gespielt oder man stellte Gesichtsabdrücke aus Gips her. Eine kleine Disco mit anschließender Video-Nacht durfte natürlich auch nicht fehlen.

Zum Abschluss des Zeltlagers wurden das am besten und am schlechtesten aufgeräumte Zelt prämiert, da Disziplin und Ordnung bei den Zugvögeln immer groß geschrieben werden. »Zusammenfassend kann man sagen, dass das Unwetter die Gemeinschaft nur noch weiter gestärkt hat«, so Alexander Wagner, Vorsitzender der Zugvögel. Auch im nächsten Jahr wollen die Zugvögel Wittgenstein daher erneut ein Zeltlager auf dem Giller veranstalten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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