Secondhand-Basar

Dahlbruch. Die Eltern des Dahlbrucher AWo-Kindergartens veranstalten ihren ersten Secondhand-Basar. Er findet am Dienstag und Mittwoch, 24. und 25. April, in den Räumen des Kindergartens in der Hillnhütter Straße 32a statt. Ein Teil des Verkaufserlöses ist für den Kindergarten bestimmt. Näheres unter Tel. (02733) 51615 beim Elternrat.Burbach/Wasserscheide. Zu einem Austausch mit Vertretern der drei weiterbildenden Burbacher Schulen traf sich jetzt der »Arbeitskreis Burbacher Unternehmer«. »Die Schüler benötigen im Berufsleben die vier Grundrechenarten, Geometrie, Prozentrechnung, den einfachen Dreisatz, ein vernünftiges Ausdrücken in Wort und Schrift sowie ein allgemeines Zeitungswissen«, forderte Horst Brecher, seit 30 Jahren Ausbildungsleiter der Firma Hering Bau. »Die Ergebnisse sind aber alles andere als gut.« Daher appellierte er an die Schulen, möglichst Ballast abzuwerfen, auch zu Gunsten der jungen Leute, um sie für das Berufsleben besser vorzubereiten.

»Aus immer schwächerem Material lassen sich auch immer schwächere Berufsanfänger produzieren«, erklärte Ludger Gros, Leiter der Realschule Burbach. Das liege auch daran, dass die Eltern nicht den Empfehlungen der Grundschule folgten. So hätte ein Viertel aller zum kommenden Schuljahr an der Realschule Angemeldeten nur eine Empfehlung für die Hauptschule. Und weil immer die ganze Klasse ihr Tempo und ihr Niveau herunterschrauben müsste, damit alle mitkämen, würden die Ergebnisse immer schlechter. »Das schlechte Niveau ist aber auch ein bildungspolitisches Thema«, wies Gros Richtung Düsseldorf. »Die Schulen haben so viele Aufgaben zu übernehmen, von Aids-Aufklärung bis Mofaführerschein. Und nebenbei gibt es noch etwas Deutsch, Mathematik…«

»Wenn man sich das anhört, ist das schon deprimierend«, befand Hartmut Hering, Vorsitzender des Arbeitskreises. »Dann kann man eigentlich keinen Lehrling mehr einstellen.« Die Wirtschaft aber brauche junge Handwerker und Facharbeiter. »Am schlimmsten sind die von der Hellertalschule dran«, berichtete deren Schulleiter Reinhard Jacob. Wenn allein der Stempel der Schule für Lernbehinderte auf dem Zeugnis stehe, sei die Einstellungschance schon gleich Null. Jacob: »Dabei sind die meisten sehr geschickt.«

Manfed Wehn, Schulleiter der Burbacher Hauptschule, wünschte sich für die Zukunft von den Burbacher Unternehmern, dass für Betriebspraktika weiterhin ausreichend Plätze frei gestellt würden und der Dialog zwischen Schule und Unternehmen bestehen bleibe. Auch ihm und seinen Kollegen kämen die Praktika zugute. »Wir lernen die Betriebe und deren Sprache kennen. Wenn der Lehrer sich mal anschaut, was auf der anderen Seite passiert, wird er ja auch nicht dümmer.« Auch er bescheinigte der heutigen »Fun-Generation klare Defizite im schulischen Bereich.« Früher sollten die Kinder lesen und schreiben können, heute sei alles bis ins kleinste Detail in den Lehrplänen vorgegeben.

Im Anschluss an die Diskussion überreichte der Arbeitskreis jeder der drei Schulen einen Scheck in Höhe von 1500 DM »für spezielle technische Ausstattung«. Somit spendete die Unternehmerschaft in den 20 Jahren ihres Bestehens 115000 DM an die Bildungseinrichtungen. Abschließend standen Neuwahlen an. Der bisherige Vorsitzende, Hartmut Hering, stand ebenso wie die drei Beisitzenden nicht mehr zur Verfügung. Neuer Vorsitzende wurde Bruno Klein, neue Beisitzer Heinrich Eikmeyer, Annette Hering und Wolfgang Höse.

matz

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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