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Weitere Windräder in Hilchenbach
Sieben Anlagen geplant

Auf dem Höhenzug im östlichen Hilchenbacher Stadtgebiet (im Archivbild vom September 2008 rechts von der hinteren Anlage des bestehenden Bürgerwindparks zu sehen) sind sieben weitere „Mühlen“ geplant.
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  • Auf dem Höhenzug im östlichen Hilchenbacher Stadtgebiet (im Archivbild vom September 2008 rechts von der hinteren Anlage des bestehenden Bürgerwindparks zu sehen) sind sieben weitere „Mühlen“ geplant.
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js Hilchenbach. Jahrelang war das Thema im Stadtentwicklungsausschuss beheimatet, nun übernimmt der Bauausschuss. Sieben weitere Windräder könnten künftig ihre Rotoren über den Bergen von Hilchenbach drehen. Das jedenfalls ist das Ziel eines Antrags auf Vorbescheid gemäß Bundesimmmissionsschutzgesetz (BImSchG), der am Mittwoch im nunmehr zuständigen Fachgremium einhellige Zustimmung fand.

Demnach sind sechs Windkraftanlagen Typ Enercon E-138 mit einer Nabenhöhe von etwa 130 Metern und eine weitere gleichen Typs mit 110 Metern Nabenhöhe geplant – jeweilige Nennleistung: 3500 Kilowatt. Zur besseren Einordnung: Verglichen mit den bestehenden fünf „Mühlen“ auf der Lümke sitzen die Naben tiefer auf den Türmen;

js Hilchenbach. Jahrelang war das Thema im Stadtentwicklungsausschuss beheimatet, nun übernimmt der Bauausschuss. Sieben weitere Windräder könnten künftig ihre Rotoren über den Bergen von Hilchenbach drehen. Das jedenfalls ist das Ziel eines Antrags auf Vorbescheid gemäß Bundesimmmissionsschutzgesetz (BImSchG), der am Mittwoch im nunmehr zuständigen Fachgremium einhellige Zustimmung fand.

Demnach sind sechs Windkraftanlagen Typ Enercon E-138 mit einer Nabenhöhe von etwa 130 Metern und eine weitere gleichen Typs mit 110 Metern Nabenhöhe geplant – jeweilige Nennleistung: 3500 Kilowatt. Zur besseren Einordnung: Verglichen mit den bestehenden fünf „Mühlen“ auf der Lümke sitzen die Naben tiefer auf den Türmen; die Gesamthöhen der Anlagen sind mit knapp 180 Metern aber in etwa gleich, da die neuen Rotoren länger sind, um auf größerer Fläche mehr Wind „ernten“ zu können.

Die Standorte der Anlagen befinden sich im östlichen Stadtgebiet. Wie berichtet, hatte die Stadt Hilchenbach die Windkraftplanung nach vielen Jahren mühevoller Arbeit aufgegeben. Immer wieder kamen neue gesetzliche Bestimmungen ins Spiel, brachten neue Tabukriterien und am Ende vor allem Rechtsunsicherheit. Daher zog die Stadt, mit politischem Segen des Rates, die Notbremse und schloss die Planungsakte endgültig. Ohne eine städtische Bauleitplanung, die weitere Konzentrationszonen hätte festlegen sollen, können die Investoren nunmehr die Genehmigung neuer Windräder nach Bundesimmissionsschutzgesetz beantragen.

Das Risiko hierbei: Auch andernorts im Stadtgebiet könnte die Genehmigung für Windkraftanlagen beantragt werden, die Kommune hat die Steuerungsgewalt aus der Hand gegeben. Furcht vor einer „Verspargelung“ der Landschaft hat das Rathaus allerdings nicht – zu viele Kriterien sprechen laut Verwaltung gegen andere Standorte im Stadtgebiet, das im Rahmen des nunmehr zu den Akten gelegten Bauleitverfahrens genauestens auf Eignung untersucht worden war. In Gesprächen mit Grundstückseigentümern und Waldgenossenschaften hatte die Verwaltung kein Interesse erkannt, dass weitere Flächen für mögliche Windräder hergegeben würden. Einzelstandorte seien denkbar, aber nicht wirtschaftlich zu realisieren.

Die sieben im Vorbescheidverfahren skizzierten Windradstandorte entsprächen den im Bauleitverfahren herauskristallisierten, rief Baudezernent Michael Kleber in Erinnerung. „Diese Flächen waren nach der Bestimmung der harten und weichen Tabukriterien als mögliche Konzentrationszone festgestellt worden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die geringsten Abstände zur Wohnbebauung in Helberhausen und Oberndorf betragen bei zwei der Anlagen etwa 1100 Meter, die restlichen sieben Windräder liegen 1400 Meter und weiter von Siedlungsbereichen entfernt.

Im jetzigen Verfahren seien noch nicht alle Belange geklärt, insbesondere im naturschutzfachlichen Bereich müsse noch nachgearbeitet werden – wie „Windmüller“ Günter Pulte als Investor im September im Stadtentwicklungsausschuss erläutert hatte, muss noch ein Artenschutzgutachten erstellt werden. Ein neu entdeckter Schwarzstorchhorst mache dies notwendig.

Auf dem Höhenzug im östlichen Hilchenbacher Stadtgebiet (im Archivbild vom September 2008 rechts von der hinteren Anlage des bestehenden Bürgerwindparks zu sehen) sind sieben weitere „Mühlen“ geplant.
Die sieben geplanten Windradstandorte befinden sich im östlichen Stadtgebiet (siehe Markierungen). Karte: Stadt Hilchenbach
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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