SZ

Schließung in Düsseldorf
SMS in Dahlbruch sitzt fest im Sattel

Ganz früher war SMS in der Düsseldorfer Innenstadt ansässig, aber seit vielen Jahren bildet das im Stadtteil Düsseltal gelegene Bürogebäude das repräsentative Standbein des Unternehmens am Rhein. In drei Jahren zieht die Firma hier aus.
  • Ganz früher war SMS in der Düsseldorfer Innenstadt ansässig, aber seit vielen Jahren bildet das im Stadtteil Düsseltal gelegene Bürogebäude das repräsentative Standbein des Unternehmens am Rhein. In drei Jahren zieht die Firma hier aus.
  • Foto: Unternehmen
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

ihm Dahlbruch/Düsseldorf/Mönchengladbach. Eine schicke „Firmenzentrale“ am Rhein ist nicht geplant, das unterstreicht SMS-Sprecher Thilo Sagermann gegenüber der SZ gleich mehrfach. Heinrich Weiss als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses und das Management hielten an der Strategie der zwei großen Standorte fest. Der Stammsitz im Siegerland sei in dieser Strategie fest verankert, versichert Sagermann.
Gleichwohl blicken die 1695 SMS-Mitarbeiter und 163 Azubis, die in Dahlbruch ihren Arbeitsplatz haben, mit Spannung an den Rhein. Das ambitionierte Bauprojekt, das schon vor Jahren Schlagzeilen machte, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens aber dann auf Eis gelegt wurde, geht nun doch in die Realisierung.

ihm Dahlbruch/Düsseldorf/Mönchengladbach. Eine schicke „Firmenzentrale“ am Rhein ist nicht geplant, das unterstreicht SMS-Sprecher Thilo Sagermann gegenüber der SZ gleich mehrfach. Heinrich Weiss als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses und das Management hielten an der Strategie der zwei großen Standorte fest. Der Stammsitz im Siegerland sei in dieser Strategie fest verankert, versichert Sagermann.
Gleichwohl blicken die 1695 SMS-Mitarbeiter und 163 Azubis, die in Dahlbruch ihren Arbeitsplatz haben, mit Spannung an den Rhein. Das ambitionierte Bauprojekt, das schon vor Jahren Schlagzeilen machte, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens aber dann auf Eis gelegt wurde, geht nun doch in die Realisierung.

SMS zieht sich aus Düsseldorf zurück

Gleichzeitig zieht sich SMS vollständig aus der Landeshauptstadt Düsseldorf zurück. Fünf bisher genutzte Liegenschaften an der Rheinschiene werden in Mönchengladbach zusammengezogen.
Aufgegeben wird auch das markante, in roter Backstein-Optik errichtete Gebäude an der Eduard-Schloemann-Straße im Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal. Das rund 40 Jahre alte, repräsentative Bürohaus hätte bei einer Weiternutzung hohe Investitionen erfordert. Gleichzeitig sei das ebenfalls in Düsseldorf gelegene „Tangram“-Haus nur von SMS angemietet, der Mietvertrag laufe 2023 aus. Sagermann: „Diese Umstände haben zu der Entscheidung für eine Zentralisierung am Standort Mönchengladbach geführt. Grundstück und Gebäude an der Eduard-Schloemann-Straße befinden sich in unserem Eigentum, das können wir jetzt günstig vermarkten.“
1500 moderne Arbeitsplätze sollen am neuen Standort entstehen, den das Unternehmen „Campus“ nennt. Diese Bezeichnung unterstreicht den innovativen Charakter des Neubaus, korrespondierend mit den Arbeitsfeldern der Zukunft und der auf Kommunikation ausgerichteten Arbeitsorganisation. Fünf Gebäudemodule sind ringförmig um einen überdachten Innenhof angeordnet, der als Begegnungsraum kreative Prozesse fördern soll. Dafür brauche man „ein gemeinsames Umfeld, in dem wir uns inspiriert fühlen“, sagte Torsten Heising, Mitglied der SMS-Geschäftsführung, anlässlich des Spatenstichs in Mönchengladbach.

SMS-Standorte in Mönchengladbach und Dahlbruch bleiben

Bei dem Termin griff neben Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners auch Firmenpatriarch Heinrich Weiss persönlich zur Schaufel. Nicht verraten wollte der Firmensprecher die Kosten für den Neubau und die Modernisierung der Mönchengladbacher Bestandsimmobilien. Es sei aber die effizienteste Lösung für die Zukunft, heißt es.
1500 Mitarbeiter sollen ab 2023 am Campus arbeiten. Er erstreckt sich über 44.000 Quadratmeter Fläche, ein Mitarbeiterparkhaus – ausgestattet mit Ladestationen für E-Autos und E-Bikes – gehört dazu. Die Stadt Mönchengladbach will in die Infrastruktur investieren und eine gute Anbindung an den ÖPNV garantieren. Ziel ist ein Technologie-, Service- und Digitalisierungszentrum.
Dabei geht es nicht nur um Forschung und Entwicklung, sondern in Mönchengladbach wird, wie bisher schon, auch „richtig“ produziert.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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