Sozialdienst bleibt in Hilchenbach

Aber: Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten

matz Hilchenbach. »Der Kreis Siegen-Wittgenstein beabsichtigt, die schon seit Jahrzehnten bestehende Außenstelle des Regionalen Sozialdienstes (Jugendamt) bzw. des sozialpsychiatrischen Dienstes (Gesundheitsamt) in der Hilchenbacher Bruchstraße zu schließen, so dass die Aufgaben der beiden Dienste nur noch von Netphen wahrgenommen werden sollen.« Das behauptete in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses Carsten Brombach (FDP).

Der Mietvertrag mit dem Vermieter der Außenstelle sei bereits zum 31. Dezember 2006 gekündigt worden, berichtete Brombach. »Um im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes des Kreises Kosten einzusparen, soll die Außenstelle in Hilchenbach ganz aufgegeben werden, wie dies in anderen Städten und Gemeinden ab 1. Januar 2007 geschieht.«

Für Hilchenbach sei die Außenstelle wegen ihrer jahrzehntelangen Präsenz »eine wichtige Anlaufstelle« gerade für sozial Schwache. Für sie seien »kurze Wege zwingend notwendig«, argumentierte Brombach, »um frühzeitig Hilfestellungen zu geben.« Schwer erreichbare Anlaufstellen würden zu spät oder gar nicht angenommen, »was zu fatalen Folgen führt«. Brombach: »Gerade wo der öffentliche Fokus wegen der Fälle aus Bremen, Hamburg und Köln auf diese Dienste gerichtet ist, und die Forderung nach einem engen sozialen Netz lauter wurde, halten wir es für fatal, diese Außenstelle dem Rotstift zu opfern.« Daher beantragten die Liberalen, »dass der Bürgermeister umgehend Kontakt mit dem Landrat aufnimmt«, um die Außenstelle zu erhalten.

»Es ist sinnvoll, die Außenstelle hier zu halten«, befand Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab. Er habe bereits mit dem Kreis gesprochen. Demnach gebe es »keine konkreten Überlegungen, die Außenstelle nach Netphen zu verlagern«. Nichtsdestotrotz »setzen wir alles daran, den Regionalen Sozialdienst vor Ort zu halten«.

Das wird nicht besonders schwierig sein. Denn wie Kreis-Pressesprecher Thorsten Manges auf Anfrage der Siegener Zeitung mitteilte, will »niemand die Außenstelle kündigen. Im Gegenteil: Wir wollen sie erhalten«. Richtig sei jedoch: »Der Kreis überprüft regelmäßig die Wirtschaftlichkeit der angemieteten Räume.« Um zu sparen.

Daher habe man den Mietvertrag über die bisherigen Räumlichkeiten zum 31. Dezember gekündigt und sei derzeit auf der Suche nach einem neuen, günstigeren Domizil.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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