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Probleme vor Freibadstart in Hilchenbach
Splittergefahr statt Badespaß

Das neue Schmuckstück im Freibad sorgt für Verdruss.
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js Hilchenbach. Wir schreiben den 11. Juni 2021. Ganz Nordrhein-Westfalen freut sich über die aktuellen Lockerungen der Corona-Notbremse, die Freibäder der Region können ihre Besucher bei sommerlichen Temperaturen und ab sofort auch ganz ohne lästigen Test-Nachweis in Empfang nehmen. Ganz Nordrhein-Westfalen? Nein! Eine kleine, aber feine Badeanstalt im nördlichen Siegerland lässt just an diesem sonnigen Tag noch einmal die Bagger anrollen. An Schwimmen ist in Hilchenbach noch nicht zu denken.

Gleich zwei Baustellen haben dem TuS Hilchenbach als Betreiber des städtischen Freibads den lang ersehnten Saisonauftakt verhagelt.

js Hilchenbach. Wir schreiben den 11. Juni 2021. Ganz Nordrhein-Westfalen freut sich über die aktuellen Lockerungen der Corona-Notbremse, die Freibäder der Region können ihre Besucher bei sommerlichen Temperaturen und ab sofort auch ganz ohne lästigen Test-Nachweis in Empfang nehmen. Ganz Nordrhein-Westfalen? Nein! Eine kleine, aber feine Badeanstalt im nördlichen Siegerland lässt just an diesem sonnigen Tag noch einmal die Bagger anrollen. An Schwimmen ist in Hilchenbach noch nicht zu denken.

Gleich zwei Baustellen haben dem TuS Hilchenbach als Betreiber des städtischen Freibads den lang ersehnten Saisonauftakt verhagelt. Da ist das Technikgebäude, das aufgrund von Statikmängeln vorerst aus dem Verkehr gezogen werden musste und den noch ausstehenden Einlauf des Frischwassers verzögert – am 26. Juni, so der aktuelle Stand, soll das Freibad endlich öffnen dürfen. Und dann ist da noch diese eine Baustelle, die den rührigen Ehrenamtlern des Vereins die Tränen in die Augen treiben.

Ersatzsteine werden zum Problem

Der rund 40 000 Euro teure Wasserspielplatz, als Ikek-Projekt finanziert mit Fördermitteln und aus Zuwendungen des Fördervereins, sieht auf den ersten Blick fertig aus. Nutzbar ist er allerdings nicht. Nicht nur, dass er nicht ganz an der richtigen Stelle platziert wurde und daher die benachbarten Klettergeräte verrückt werden mussten. Nicht nur, dass der Wasserablauf nicht funktioniert und sich nach Benutzung große Lachen bilden – die mächtigen Steine, die als Einfassung und zudem als Sitzgelegenheiten am Wiesenrand dienen, sind vollkommen unbrauchbar.

Der Wasserspielplatz wurde nicht nur falsch platziert, sondern auch mit absplitternden Steinen umrandet.
  • Der Wasserspielplatz wurde nicht nur falsch platziert, sondern auch mit absplitternden Steinen umrandet.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

Es gab Lieferprobleme bei den für den Baustart im Herbst bestellten Blöcken, sodass kurzerhand andere eingebaut worden sind, die offenbar noch irgendwo auf Halde lagen. Der Winter zeigte dann, was von diesem Materialtausch zu halten war: Die Steine platzten auf, splitterten ab, bildeten scharfe Schnittkanten. Wer auf ihnen sitzt, raspelt sich Badehose oder Bikini auf. Schlimmer: Für den Spielbereich, der barfuß und nicht mit festem Wanderschuh betreten werden soll, ist er ein erhebliches Verletzungsrisiko.

Stadt gesteht Fehler

Das sei im Februar aufgefallen, berichtet Ralf Limper vom Freibadteam. Er ärgert sich, dass lange nichts passiert sei, als das Bad sich noch in der Winterpause befand. Immer wieder seien die Aktiven des Vereins vertröstet worden, ein versprochener Reparaturtermin nach dem nächsten sei ungenutzt verstrichen. „Man hätte doch zumindest schon mal die falschen Steine entfernen können.“

Die Stadtverwaltung gesteht gegenüber der SZ, dass falsches Material eingesetzt und zunächst abgenommen worden sei – sie müsse diesen Fehler auf ihre Kappe nehmen. „Wir finden das auch sehr unerfreulich“, räumt Sprecher Hans-Jürgen Klein ein. „Daraus müssen wir lernen.“

Wettlauf mit der Zeit

Jetzt gilt es, bis zur geplanten Saisoneröffnung am 26. Juni zu retten, was zu retten ist. Die Bauarbeiten sind auf 14 Tage angesetzt. Den Wasserspielplatz bis dahin ans Laufen zu bringen, ist also ein extrem sportliches Ziel. „Ich befürchte, dass wir dann noch immer einen Bauzaun haben“, grummelt Ralf Limper. Dabei sei der späte Start nach der verhagelten Coronasaison 2020 schon ärgerlich genug angesichts der vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die hier geleistet würden. „Wer kauft denn dann noch eine Jahreskarte?“

Das neue Schmuckstück im Freibad sorgt für Verdruss.
Der Wasserspielplatz wurde nicht nur falsch platziert, sondern auch mit absplitternden Steinen umrandet.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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