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Nächstes Jahr wohl Steuererhöhungen in Hilchenbach
Stadt nimmt fünf Millionen in die Hand

Nicht nur am Kulturellen Marktplatz Dahlbruch soll sich etwas tun, sondern auch am Markt in der Stadtmitte: Der erste Bauabschnitt soll im Norden, unterhalb vom Brunnen, beginnen.
  • Nicht nur am Kulturellen Marktplatz Dahlbruch soll sich etwas tun, sondern auch am Markt in der Stadtmitte: Der erste Bauabschnitt soll im Norden, unterhalb vom Brunnen, beginnen.
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nja Hilchenbach. Steuererhöhungen soll es in diesen Jahr nicht geben, für das kommende Jahr aber zeichnet sich ab, dass die Hilchenbacher für ihren Grund und Boden deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Grundsteuer soll dann um 270 Prozentpunkte auf dann 760 Prozent steigen – vorausgesetzt, dass die Kreisumlage gar nicht oder allerhöchstens maßvoll ansteigt. 2022 soll schließlich der Ausstieg aus dem Haushaltssicherungskonzept gelingen – ohne Defizit! Der Rat wird am Mittwochabend den Haushaltsplan für dieses Jahr diskutieren, für den erstmals Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis und Kämmerer Christoph Ermert verantwortlich zeichnen.

Es sind unruhige Zeiten. Die Höhe der Gewerbesteuer ist kaum berechenbar, kalkuliert wird Pandemie-bedingt vorsichtig mit 3,8 Millionen Euro.

nja Hilchenbach. Steuererhöhungen soll es in diesen Jahr nicht geben, für das kommende Jahr aber zeichnet sich ab, dass die Hilchenbacher für ihren Grund und Boden deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Grundsteuer soll dann um 270 Prozentpunkte auf dann 760 Prozent steigen – vorausgesetzt, dass die Kreisumlage gar nicht oder allerhöchstens maßvoll ansteigt. 2022 soll schließlich der Ausstieg aus dem Haushaltssicherungskonzept gelingen – ohne Defizit! Der Rat wird am Mittwochabend den Haushaltsplan für dieses Jahr diskutieren, für den erstmals Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis und Kämmerer Christoph Ermert verantwortlich zeichnen.

Es sind unruhige Zeiten. Die Höhe der Gewerbesteuer ist kaum berechenbar, kalkuliert wird Pandemie-bedingt vorsichtig mit 3,8 Millionen Euro. Alle Einnahmen von Bedeutung sind im Sinkflug, während die Ausgaben bestenfalls stagnieren. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben beträgt rund 9,8 Millionen Euro, wobei die Corona-bedingten Ausfälle (6,9 Millionen Euro) aber ausgelagert werden und ab 2025 über maximal 50 Jahre zurückgezahlt werden können. Die Kassenkredite für Liquidität belaufen sich auf 12 Millionen Euro. Tendenz: steigend.

"Zu den Investitionen in die Zukunft
zählt auch das Personal."

Kyrillos Kaioglidis
Bürgermeister

Rund 5 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur investiert werden; möglich werden viele der Projekte aufgrund hoher Förderquoten. Zu den größeren Projekten, die anlaufen, weitergeführt oder fertig werden, zählen die folgenden:

  • Sanierung der Winterbacharena in Dahlbruch – Stichwort Erneuerung des Kunstrasens – für 840 000 Euro (Zuschuss: 750 000 Euro);
  • Kultureller Marktplatz Dahlbruch: 700 000 Euro (Gesamtkosten derzeit: rund 12,5 Millionen Euro). Am Montag, 17. Mai, laufen offiziell die Rohbauarbeiten an;
  • Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Vormwald: 155 000 Euro; es soll in diesem Jahr fertig werden;
  • 1. Bauabschnitt Neugestaltung des Marktplatzes Hilchenbach – Stichwort „grüner Norden“: 150 500 Euro (Gesamtkosten: 212 000 Euro, 85-prozentige Förderung). Begonnen wird unterhalb des Brunnens vor der ev. Kirche (Stichworte: Plateau, Baumhain, Biergartenambiente);
  • Erneuerung der Rutsche im Freibad Müsen: 125 000 Euro (Förderantrag über 112 500 Euro wurde gestellt);
  • Neue Steganlage Naturfreibad Müsen samt Lenkradrutsche: 125 000 Euro (Förderantrag läuft);
  • Renaturierung Wälderbach: 117 000 Euro (Gesamtkosten: 561 000 Euro, mit einer 90-Prozent-Förderung wird kalkuliert); es fehlen noch Genehmigungen, Gespräche mit Grundstückseigentümern laufen;
  • Die Neugestaltung des Dorfplatzes Vormwald: 107 200 Euro stehen für 2021 bereit, Förderquote: 85 Prozent;
  • Neubau Feuerwehrgerätehaus Grund an der K 31: 185 000 Euro samt Grunderwerb; die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Der Förderantrag läuft.

Bürgermeister Kaioglidis freut sich, nun als Chef der Verwaltung Projekte der Stadtentwicklung realisieren zu können, die er zum Teil in seiner früheren Funktion als Stabsstellenleiter auf den Weg gebracht habe. Zu den Investitionen in die Zukunft gehört für ihn auch das Personal. Und so schlägt er der Politik vor, rund fünf neue Stellen zu schaffen – Kosten: jährlich rund 200 000 Euro.

Fünf neue Stellen

Woran wird insbesondere gedacht? Je eine halbe Stelle für die Schulsozialarbeit in der Primarstufe, zur Projektbetreuung im Kinder- und Jugendbüro und für die Kulturarbeit. Ein neuer Mitarbeiter – männlich oder weiblich – soll sich zum einen um Fördergelder bemühen, da es zurzeit ja durchaus „Brei“ regnet, zum anderen um das mögliche Regionale-2025-Projekt des Vereins Altenberg und Stahlberg. Stichwort: „Digitalisierung von Bergwerken“.

Gedacht wird auch an zwei „Springerstellen“, die bei Bedarf personell mit Leben erfüllt werden können. Zum Beispiel bei der Übernahme von Azubis. Aber auch die Pandemie habe gezeigt, wie im Handumdrehen neue Aufgaben auf die Verwaltungen zukommen, die so flexibel wahrgenommen werden könnten. In der Politik wird offenbar noch diskutiert – u. a. darüber, ob Stellen nicht auch zeitlich befristet werden könnten.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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