Tierschützer im Verborgenen

Dr. Karen von Holleben und Dr. Martin von Wenzlawowicz wurden gestern mit dem Hilchenbacher Tierschutzpreis ausgezeichnet, der im Gedenken an den Hilchenbacher Vater des Tierschutzgesetzes, Carl Kraemer (im Gemälde zu sehen), verliehen wird. Foto: js
  • Dr. Karen von Holleben und Dr. Martin von Wenzlawowicz wurden gestern mit dem Hilchenbacher Tierschutzpreis ausgezeichnet, der im Gedenken an den Hilchenbacher Vater des Tierschutzgesetzes, Carl Kraemer (im Gemälde zu sehen), verliehen wird. Foto: js
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js Hilchenbach. Wer sich für den Tierschutz engagiert, muss sich nicht nackt ohne Pelz ablichten lassen, Demonstrationszüge gegen Laborversuche anführen oder Walfängern im Schlauchboot den Weg abschneiden – auch im Alltag, im Verborgenen und wenig publikumswirksam setzen sich Menschen für einen würdevollen Umgang mit der Tierwelt ein. So auch das Beratungs- und Schulungsinstitut für den schonenden Umgang mit Zucht- und Schlachttieren (kurz: „bis“) mit Sitz in Schwarzenbek (Schleswig-Holstein), das gestern in Hilchenbach mit dem Tierschutzpreis der Carl-Kraemer-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Das 1993 gegründete Institut beschäftigt sich mit dem Tierschutz beim Transport und bei der Schlachtung von Nutztieren. Die beiden Institutsleiter, Dr. Karen von Holleben und Dr. Martin von Wenzlawowicz, und ihre Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Personal von Schlacht- und Transportunternehmen so zu schulen, dass diese die Tiere in einer möglichst schonenden Weise behandeln. Zudem entwickelt „bis“ Anlagen und Geräte, die den Tieren ein „gutes Sterben“ ermöglichen.

„Die Carl-Kraemer-Stiftung hat mit ihrer Preisvergabe die richtige Wahl getroffen“, befand Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Eckart Körner in seiner Laudatio. „Sie hat Tierärzte der jüngeren Generation ausgewählt, die mit Mut und Entschlossenheit neue Wege beschritten haben, kreativ, ideenreich und zielstrebig, praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert, den Tierschutz in den Bereichen Transportwesen und Schlachtung auf eindrucksvolle Weise vorwärts gebracht haben.“

Die beiden Tierärzte, denen Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab als „Zusatzprämie“ noch eine Wolfsskulptur überreichte, sind nach fünfjähriger Pause die ersten Empfänger des Hilchenbacher Tierschutzpreises, der mit 3000 Euro dotiert ist. Dieser wurde erstmals 1998 verliehen und sollte im jährlichen Turnus überreicht werden. „Damals hatte man es sich noch wesentlich leichter vorgestellt, in jedem Jahr einen geeigneten Preisträger zu finden“, erinnerte Annelie-Maria Homrighausen, Vorsitzende des Stiftungskuratoriums.

Die bisherigen Preisträger waren Robert Sauter, Katrin Wrba, Horst Danker, der Initiativkreis gegen Tierferntransporte, das Projekt „Tierschutz im Unterricht“, Marianne Klappert, Alexandra Oetker und die Berliner Carl-Kraemer-Grundschule.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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