Tierschutz für Jedermann

Lisa Marie Thomas, Regina Bonstein, Katharina Menzel und Svenja Lattek (v. l.) aus der Klasse 9 a der Hilchenbacher Carl-Kraemer-Realschule engagieren sich in der Tierschutzgruppe und haben am Film mitgewirkt.  Foto: js
  • Lisa Marie Thomas, Regina Bonstein, Katharina Menzel und Svenja Lattek (v. l.) aus der Klasse 9 a der Hilchenbacher Carl-Kraemer-Realschule engagieren sich in der Tierschutzgruppe und haben am Film mitgewirkt. Foto: js
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js Hilchenbach. „Natur entdecken, verstehen, schützen“ lauten die Schlagworte des Films, mit dem die Carl-Kraemer-Stiftung mit Sitz in Hilchenbach sich selbst und ihr Engagement einem breiten Publikum präsentieren möchte. Etwa 20 000 Euro hat die Stiftung in die Hand genommen und eine DVD produzieren lassen, mit der sie Jugendlichen den Tierschutz näherbringen möchte. Gestern fand im Hilchenbacher Ratssaal die Uraufführung des Films statt. Das Publikum bildeten vor allem Drittklässler der Florenburg-Grundschule und Mitglieder der selbstorganisierten Tierschutzgruppe der Carl-Kraemer-Realschule.

„Wir möchten mit diesem Film zeigen, wer unser Namensgeber ist, was Tierschutz bedeutet und was jeder selbst dazu beitragen kann“, schickte die Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Annelie-Maria Homrighausen, vorweg. Sie und ihre Mitstreiter seien sehr daran interessiert, dass der Film möglichst weit verbreitet wird. „Ihn bundesweit an jede Schule zu verschicken, übersteigt leider unser Budget.“ Daher beschränke sich die Stiftung vorerst auf die Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein – sie alle werden demnächst ein kostenloses Exemplar der DVD erhalten. Zudem solle der Film auf Bestellung versandt und ins Internet gestellt werden.

Die Idee zum Film hatte Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Eckart Körner. Er entwarf eine Drehbuchskizze und überließ die eigentliche Filmproduktion einem Profi. Jörg Kiesetow, Filmemacher aus Altena, übernahm das Ruder und drehte in Drolshagen, Düsseldorf, Bonn, Siegburg, an der Bigge und an den beiden nach Carl Kraemer benannten Schulen – einer Grundschule in Berlin und der Realschule in Hilchenbach.

Der Film, der sich gezielt an Schüler richtet, zeichnet anhand von einigen einfachen, aber wirksamen Beispielen nach, wie sich Kinder und Jugendliche konkret für Tierschutz engagieren können. Der Filmemacher besucht eine Schulklasse im Rheinland, die Nistkästen bauen und diese mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr an Bäumen befestigen. Kiesetow durchkämmt mit einer anderen Schülergruppe eine Wiese kurz vor der Mahd, um in ihr verborgenen Rehkitzen das Leben zu retten. Ein Besuch bei einem Imker ist ebenso Thema wie ein Gewässerschutzprojekt und die Notwendigkeit einer vernünftigen Hunde-Erziehung.

Zu den „Darstellern“ des Films gehören Mitglieder der Tierschutzgruppe an der Carl-Kreamer-Realschule. Sie haben die Patenschaft über das Feuchtbiotop übernommen, das noch zu Zeiten des Jung-Stilling-Gymnasiums im Rahmen einer Projektwoche angelegt worden war. Einige Tage im Jahr pflegen die selbstorganisierten Schüler die Anlage. Zudem engagieren sie sich mit Waffelbackaktionen, deren Erlös dem Tierschutz zugute kommt, oder als Repräsentanten des örtlichen Tierschutzvereins.In einem Schülerinterview umreißt Veterinär Prof. Körner das Lebenswerk des gelernten Sattlermeisters Carl Kraemer, des in Hilchenbach geborenen Namenspatrons der Stiftung, der sich im vergangenen Jahrhundert maßgeblich für die Verbesserung des Tierschutzes eingesetzt hat. Auf die Frage, was die DVD bewirken solle, antwortet Körner im Film: „Wir möchten Kinder an Carl Kraemer erinnern und ihnen den Zugang zur Natur und zum Tierschutz erleichtern.“ Wichtig sei es, dass auch die junge Generation eine „Ehrfurcht vor dem Leben“ entwickle.

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