TSG-Turner testeten Rothaarsteig

Helberhäuser Mehrtageswanderer legten 80 Kilometer zurück

Helberhausen. Zu einer Herbstwanderung starteten jetzt die „Dienstagsturner” der TSG Helberhausen, die elf Wanderfreunde Andreas, Detlef, Günter, Hartmut, Henning, Horst, Meinhard, Rolf, Stefan, Thomas und Udo trafen pünktlich zur letzten Marschgepäck-Aufnahme im Dorf-Gasthaus ein. Die Tour setzte an der 99erWochenend-Wanderung(Dillenburg–Helberhausen) an und führte über 80 km von Winterberg zurück nach Helberhausen. Somit wurde das Kernstück des insgesamt ca.160 km langen Rothaarsteigs in fünf Tagen von der Gruppe erwandert.

Per Bus ging es zunächst bis Winterberg. Bei mäßigem Herbstwetter starteten die Helberhäuser zur „Aufwärm-Etappe” Richtung Altastenberg (ca. 12 km), vorbei an der Skisprungschanze und über den Kahlen Asten zum Sporthotel Kirchmeier. „Sportler, wie wir nun mal sind, begaben wir uns sogleich in Richtung Schwimmbad und Sauna und bestaunten nach dem Abendessen bis weit in die Nacht hinein den ,Ausdauersport’ der zahlreich im Hotel vertretenen Kegelklubs”, notierte ein Mitwanderer.

Nach dem Wort zum Samstag, relativ kurzer Nachtruhe und ausgiebigem Frühstück brach die Truppe an diesem trüben Morgen pünktlich zur Königsetappe (fast 35 km bis Fleckenberg) auf. Der Regen in der Nacht zuvor hatte seinen Teil dazu beigetragen, dass der Rothaarsteig seinem Namen jetzt auch alle Ehre machte. Von Altastenberg gings zunächst zurück über den Kahlen (und immer noch diesig-trüben) Asten, über Neuastenberg, Langewiese, Albrechtsplatz vorbei an der 55 Tonnen schweren Stahlplastik des frisch eingeweihten Wald-Skulpturenwegs nach Kühhude zur Mittagsrast. „Frau Antje von der Kühhude” bewirtete die Helberhäuser Gruppe vorzüglich mit heimischen Spezialitäten.

Gestärkt ging es weiter Richtung „Millionenbank”. Unterwegs traf die Gruppe auf weitere Errungenschaften des modernen Wanderns, eine Kaaba-förmige Abgrenzung einer Lichtung, die vermutlich für die geplante Skulptur einer Waldmoschee und die grazilen Edelstahlwürfel neben der Wanderhütte an der Millionenbank gedacht war. „Wir diskutierten noch eifrig nachhaltig über die Kunst im Wald und an sich (und deren Kosten) und erreichten nach schwerem Gelände endlich Jagdhaus”, schreibt die TSG weiter.

Nach Fleckenberg nahm die Gruppe nicht die kürzeste Strecke und erreichte trotzdem gegen 18 Uhr einen gepflegten Gasthof. Nach Abend-Menü und kühlendem Gerstensaft kam doch schnell Müdigkeit auf, der geplante Themenabend – Thema ist meistens immer das bekannt Gleiche – mussten alle den Strapazen des Tages Tribut zollen.

Die Schlussetappe hatte es in sich. Erstmals genossen die Mehrtageswanderer das helle Morgensonnenlicht, über die „Mondscheinbank” und den Margarethen-Stein gings zum Rhein-Weser-Turm. „Hier bewährte sich unser gutes Timing, denn wir saßen während des ersten Regenschauers gemütlich in der Turmgaststätte.” Über Panoramapark Kirchhundem und Dreiherrnstein verlief das letzte Teilstück nach Helberhausen – immerhin 27 km. Abends kehrte die marscherprobte Gruppe pünktlich im heimischen Gasthaus ein und erholte sich bei einem Siegerländer Brauprodukt und dem Hausgericht „Rothaarsteigteller spezial”.

Für das nächste Jahr ist geplant, eventuell einen Teil der gelaufenen Strecken mit dem Mountain-Bike „abzufahren”, für das Jahr 2002 soll dann zum zehnjährigen Wander-„Jubiläum” ein Ausflug zur Siegerlandhütte nach Sölden/Ötztal folgen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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