Rohrbruch in Müsen
„Überm Wasser“ sprudelte es verdächtig

Immer dem Wasser nach: Mitarbeiter der Stadtwerke Hilchenbach mussten mit einem Tiefbauunternehmen das Leck im Rohr lokalisieren.  Foto: Jan Schäfer
  • Immer dem Wasser nach: Mitarbeiter der Stadtwerke Hilchenbach mussten mit einem Tiefbauunternehmen das Leck im Rohr lokalisieren. Foto: Jan Schäfer
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js Müsen. Verwundert mag sich der eine oder andere Hundehalter die Augen gerieben haben, als er am Montagmorgen am Waldrand nahe der Grube Brüche bei Müsen Gassi ging. Nach lang anhaltender Trockenheit mag es in den vergangenen Tagen zwar immer wieder einmal geregnet haben, dass es aber dermaßen stark sprudelt am Rande des Weges – das war dann doch etwas verdächtig.

In der Tat, die erste Vermutung bestätigte sich: Eine Wasserleitung der Stadt Hilchenbach war leckgeschlagen. Als die ersten Spaziergänger bei den Hilchenbacher Stadtwerken anriefen und das Problem meldeten, wussten diese bereits Bescheid. „Unser Überwachungssystem hatte schon einen Fehler gemeldet“, erklärte Werner Otto, Leiter der Stadtwerke, im SZ-Gespräch. Die Versorgungsleitung zwischen den Hochbehältern Witschenberg (Dahlbruch) und Stahlberg (Müsen) war geborsten, das Wasser trat aus, quoll an die Oberfläche.

Ab dem Vormittag begaben sich Mitarbeiter der Stadtwerke mit einem Tiefbauunternehmen auf die Suche nach dem Leck. Ausgangspunkt war die Stelle, an der das Wasser austrat und auf den asphaltierten Wirtschaftsweg gedrückt wurde. Ein paar Stunden sollten ins Land gehen, bis die genaue Örtlichkeit des Rohrbruchs lokalisiert werden konnte, ein etwa sechs Meter großes Loch musste dafür aufgebaggert werden, schätzte Otto. Das defekte Leitungsstück wurde ausgetauscht, anschließend wurde das Rohr gespült und ging in Betrieb.

Werner Otto und sein Team konnten den Montag über einigermaßen gelassen bleiben. Der Hochbehälter Stahlberg, der aus zwei 460-Kubikmeter-Kammern besteht und den Stadtteil Müsen versorgt, war zur Zeit der Leckage prall gefüllt und beinhaltet einen Wasservorrat für etwa zwei Tage. Die Verbraucher an den Wasserhähnen dürften also nichts mitbekommen haben vom Rohrbruch. Die Leitung selbst stammt aus den 1970er-Jahren und ist bei den Stadtwerken schon seit einiger Zeit unter Beobachtung. Sie gilt als sanierungsbedürftig, Planungsarbeiten für eine Erneuerung sind bereits bei den Haushaltsplanungen berücksichtigt.

Dass sich die Nachricht vom Rohrbruch am Montag schnell „überm Wasser“ ausgebreitet hat, dürfte nicht zuletzt der Sensibilität geschuldet sein, mit der seit dem vergangenen Herbst auf das Wasserversorgungssystem in der Region geblickt wird: Der weitaus gravierendere Rohrbruch einer Leitung des Wasserverbands im Ferndorftal, aus dem sich die Kreuztaler „Wasserkrise“ entwickelt hatte, dürfte bei den meisten Siegerländern noch in bester Erinnerung sein.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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