„Vereinte Nationen“ gastierten im Ratssaal

Abstimmungen standen am Ende von langen Beratungen, bei denen die Realschüler gestern UN-Delegierte spielten.  Foto: js
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js Hilchenbach. Wenn im Hilchenbacher Ratssaal getagt wird, dann dreht sich in der Regel alles um das, was das Leben zwischen Lützel und Müsen, zwischen Oberndorf und Oechelhausen betrifft. Deutlich globaler war hingegen der Blick derjenigen, die gestern die Sitze des Stadtparlaments in Beschlag nahmen. Bei einem fünfstündigen UNEP-Planspiel mussten sich Zehntklässler der Carl-Kraemer-Realschule in die Rolle von UN-Abgeordneten versetzen und sich des Themas Klimaschutz annehmen.

Zwei Ziele verfolgen die Initiatoren des Planspiels der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW bei diesem Thementag, der gestern erstmals in Siegen-Wittgenstein Station machte. Zum einen sollen die Jugendlichen sich mit den Problemen des Umweltschutzes beschäftigen. Über diesen inhaltlichen Gesichtspunkt hinaus sollihnen bewusst werden, wie Entscheidungsprozesse eines internationalen Gremiums wie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ablaufen. Die Schüler des Sozialwissenschaftskurses schlüpften in die Rollen von UN-Delegierten verschiedener Phantasieländer à la „Deutland“, „Emarika“ oder „Agentorien“. Eines dieser Länder hatte einen Resolutionsentwurf für die CO2-Reduzierung für den Klimaschutz eingebracht, den es zu prüfen, zu beraten und zu diskutieren galt. Schlussendlich formulierten die Delegierten in ihren Ländergruppen verschiedene Anträge, über die sie abzustimmen hatten. Am Ende stand mit mehrheitlichem Votum fest, dass der CO2-Ausstoß pro Kopf und Jahr in den Industriestaaten zu halbieren ist.

Um die fiktive Weltbühne wieder im tatsächlichen Lebensumfeld der Jugendlichen zu verankern, ging es nach der Mittagspause darum, die Bedeutung von UN-Klima-Resolutionen auf die lokale Ebene herunterzubrechen. Dabei brachten die Jungen und Mädchen einige Punkte aufs Tapet, die nicht nur in ihrer fiktiven Resolution, sondern auch in ihrem persönlichen Lebensumfeld relevant sind. Schließlich spielte auch bei regionale Ereignissen wie „Kyrill“ das UNEP-Top-Thema Klimawandel eine bedeutende Rolle. Baudezernent Michael Kleber setzte sich als kommunaler Experte aufs Podium und erläuterte den Schülern, wie wichtig und aktuell das Thema Energie auch für die Stadtverwaltung ist. Beispielhaft nannte er die Bemühungen, die städtischen Gebäude trotz des leeren Säckels energetisch auf den neuesten Stand zu bringen oder die Frage, ob ein Dienstfahrrad für die Rathausmannschaft denkbar ist. Und so ging es schließlich doch noch um das, was die Menschen zwischen Lützel und Müsen, zwischen Oberndorf und Oechelhausen unmittelbar beschäftigt...

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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