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„Butterfly“ in Hilchenbach
Waren aus Nepal im weltweiten Netz

„Ich habe nie gedacht, dass jemand Klangschalen
online bestellt“, sagt Tanja Hennes
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  • „Ich habe nie gedacht, dass jemand Klangschalen
    online bestellt“, sagt Tanja Hennes
  • Foto: Butterfly
  • hochgeladen von Michael Sauer

schn Hilchenbach. „Butterfly“, Schmetterling. So heißt der Laden von Tanja Hennes und Werner Halft. Sie handeln mit Waren aus Nepal, die sie auch selbst importieren. Zu ihren Produkten gehören Mode, Accessoires, Wohndeko, Schmuck, Räucherwerk und Klangschalen.

Von der Bemusterung bis zur Werbung in den sozialen Netzwerken: „Alles kommt aus einer Hand“, sagt Halft. Die Unternehmer fahren selbst nach Nepal, bleiben mehrere Wochen dort, sprechen alles mit den Produzenten durch, geben dann die Muster in Produktion. „Wir wollen auf Augenhöhe mit den Menschen zusammenarbeiten. Preise müssen wir nicht drücken, aber natürlich erwarten wir, dass die Qualität stimmt“, beschreibt es Hennes.

schn Hilchenbach. „Butterfly“, Schmetterling. So heißt der Laden von Tanja Hennes und Werner Halft. Sie handeln mit Waren aus Nepal, die sie auch selbst importieren. Zu ihren Produkten gehören Mode, Accessoires, Wohndeko, Schmuck, Räucherwerk und Klangschalen.

Von der Bemusterung bis zur Werbung in den sozialen Netzwerken: „Alles kommt aus einer Hand“, sagt Halft. Die Unternehmer fahren selbst nach Nepal, bleiben mehrere Wochen dort, sprechen alles mit den Produzenten durch, geben dann die Muster in Produktion. „Wir wollen auf Augenhöhe mit den Menschen zusammenarbeiten. Preise müssen wir nicht drücken, aber natürlich erwarten wir, dass die Qualität stimmt“, beschreibt es Hennes.

„Butterfly“ in Hilchenbach: Ware kommt per Luftfracht

Die beiden treten für einen fairen Handel ein, aber sie müssen auch davon leben können. Hennes und Halft pflegen einen alternativen Lebensstil, kümmern sich ernsthaft um Fragen der Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide ihr Geschäft hochprofessionell betreiben.

Ihre Ware kommt per Luftfracht, der einfachste Weg aus dem Himalayastaat heraus. Die Grenze zu Indien ist eine unsichere Region, der nächste Hafen für Container ist Kalkutta. Lust auf Abenteuer haben beide, „aber das ist kaum zu kalkulieren, und Luftfracht ist am Ende planbarer“, sagt Tanja Hennes. Wobei man mit Lieferterminen in Nepal locker umgeht. „Just in time arbeitet da keiner“, fügt Halft lachend an. Verzögerungen sind an der Tagesordnung, in der ansonsten schnelllebigen Modebranche eigentlich ein Unding.

„Butterfly“ in Hilchenbach: Online-Shop im Lockdown aufgebaut

„Wir haben das Glück, dass unsere Mode zeitlos ist, bei uns wird eine Kollektion nicht unmodern“, erklärt Hennes. Ist die Ware in Hilchenbach angekommen, beginnt die Vermarktung. Auch die behalten die beiden Unternehmer in den eigenen Händen. Bis ins vergangene Frühjahr reichten dafür ein Ladenlokal und ein Marktstand, der auf Festen aufgebaut wurde. Dann aber kam die Vollbremsung, und beide Vertriebswege fielen zeitgleich aus. „Im ersten Lockdown ging es alles noch“, sagt Halft. „Aber der zweite Lockdown zog sich dann hin und ging richtig an die Substanz“, schiebt Tanja Hennes nach. Also stellte sich die Frage nach alternativen Vertriebswegen.
„Wir wollten nie einen Onlineshop, das entspricht nicht unserer Strategie“, sagt Werner Halft, doch die Einsicht war größer als der Widerstand. Halft, gelernter Informatiker und jahrelang als IT-Berater in der Fraunhofer-Gesellschaft tätig, arbeitete sich in die neue Software ein, der Shop-Aufbau gelang. Doch damit nicht genug, Halft und Hennes gingen einen Schritt weiter und begannen, ihre Produkte selbst zu bebildern.

Tanja Hennes und Werner Halft von „Butterfly“ legten im Lockdown den Turbo bei der Online-Vermarktung ein. Alles kommt aus einer Hand.
  • Tanja Hennes und Werner Halft von „Butterfly“ legten im Lockdown den Turbo bei der Online-Vermarktung ein. Alles kommt aus einer Hand.
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Michael Sauer

„Wir haben schon ganz besondere Bedingungen“, sagt Hennes. Es gibt keinen Zwischenhändler, keine Kette, die gleich Produktfotos mitliefern könnte, dazu ist vieles Handarbeit. „Am Anfang haben wir es mit der Urlaubsknipse und dem Handy versucht, verglichen mit heute sind die Ergebnisse schlimm“, schüttelt Tanja Hennes lachend den Kopf. Ein Zimmer an der Hilchenbacher Bruchstraße ist inzwischen in ein Fotostudio verwandelt. Die Ausrüstung ist professionell, Halft hat sich in die Produktfotografie eingearbeitet: „Das war auch ein Prozess, aber wir wollen diese Dinge nicht auslagern.“

Der Kunde von weit weg wird nicht unbedingt nach Hilchenbach kommen, online Shoppen geht dagegen gut.
Werner Halft
Butterfly

LED-Dauerlichter werfen helles Licht auf die Produkte, die vor einem weißen Hintergrund stehen. Zusätzlich verfügt das Studio über einen Lichtwürfel und einen Leuchttisch. Models für die Präsentation finden sich in der Kundschaft. „Da gibt es tolle Mädels und Jungs“, so Hennes, auch hier greift die Idee „alles aus einer Hand“. Vielleicht noch wichtiger als der Onlineshop sind die Social-Media-Kanäle. Tanja Hennes und Werner Halft präsentieren hier Produkte und platzieren Aktionen. Auch wenn immer viel Understatement dabei ist, der Auftritt in den Netzwerken ist professionell.

„Butterfly“ in Hilchenbach: Hauptsächlich auf Instagram unterwegs

Vor allem hat Instagram, wo „Butterfly“ hauptsächlich unterwegs ist, die Nähe zu den Kunden gehalten. Die sind für das Geschäft ganz wichtig. Viele Käuferinnen und Käufer kommen immer wieder, man kennt sich. „Viele duzen mich“, erzählt Hennes. Auf die alte Nähe hoffen die Unternehmer auch bei den kommenden Festivals.

Werner Halft hat sich in die Produktfotografie eingearbeitet, sodass die Mode nun professionell auf Instagram präsentiert wird
  • Werner Halft hat sich in die Produktfotografie eingearbeitet, sodass die Mode nun professionell auf Instagram präsentiert wird
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Michael Sauer

Die Erfahrung zeigt, dass dort neue Käuferschichten angesprochen werden. „Wir gehen auf Mittelaltermärkte oder Festivals wie Freak Valley.“ Viele, mit denen sie dort sprechen, kommen später in den Laden und kaufen. Werner Halft sieht den Onlineshop auch als Chance: „Der Kunde von weit weg wird nicht unbedingt nach Hilchenbach kommen, online Shoppen geht dagegen gut.“

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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