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B 508 in Allenbach und Dahlbruch
Weiterbau wirft Schatten voraus

Sichere Fahrradwege statt ungeregelt genutzter Mehrzweckstreifen: Das gehört zu den wesentlichen Veränderungen, die der Ausbau der Wittgensteiner Straße (B 508) in Dahlbruch und Allenbach mit sich bringt.
  • Sichere Fahrradwege statt ungeregelt genutzter Mehrzweckstreifen: Das gehört zu den wesentlichen Veränderungen, die der Ausbau der Wittgensteiner Straße (B 508) in Dahlbruch und Allenbach mit sich bringt.
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js Hilchenbach. Der Ausbau der B 508 auf Hilchenbacher Stadtgebiet rückt weiter im Tal, ist dieser Tage in Allenbach angekommen und wird dort per Ampelschaltung geregelt. Zu spüren bekommen dies nicht nur die Pendler, sondern vor allem die Anwohner der Wohngebiete, die über die normalerweise über die Alte Landstraße an die Wittgensteiner Straße angeschlossen sind und nun teils sehr beengte Umwege in Kauf nehmen müssen. Im Winter, so versuchte Baudezernent Michael Kleber am Mittwoch im Rat zu trösten, solle die Baustelle pausieren.
Nach dem Kreiselbau kam der Abschnitt entlang des Hammerwerks an die Reihe, nun folgt die Strecke bis Stift Keppel.

js Hilchenbach. Der Ausbau der B 508 auf Hilchenbacher Stadtgebiet rückt weiter im Tal, ist dieser Tage in Allenbach angekommen und wird dort per Ampelschaltung geregelt. Zu spüren bekommen dies nicht nur die Pendler, sondern vor allem die Anwohner der Wohngebiete, die über die normalerweise über die Alte Landstraße an die Wittgensteiner Straße angeschlossen sind und nun teils sehr beengte Umwege in Kauf nehmen müssen. Im Winter, so versuchte Baudezernent Michael Kleber am Mittwoch im Rat zu trösten, solle die Baustelle pausieren.
Nach dem Kreiselbau kam der Abschnitt entlang des Hammerwerks an die Reihe, nun folgt die Strecke bis Stift Keppel. Abermals hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW damit die Bauabschnitte getauscht – eine Folge des zunächst nicht geplanten Kreiselbaus mit grunderwerbsbedingten Verzögerungen, aber auch der Kreuztaler Wasserkrise. Wie berichtet, möchte der Wasserverband Siegen-Wittgenstein (WVS) des politischen Entscheidungsträgern den Bau einer zusätzlichen Hauptversorgungsleitung von der Breitenbachtalsperre durchs Ferndorftal vorschlagen – der Rohrbruch vor einem Jahr war ihm eine bittere Lehre. Diese Leitung, so die Idee, soll im Bereich der B 508 verlaufen. Straßen NRW wartet daher noch mit dem Ausbau des Abschnitts zwischen Stift Keppel und Dahlbruch ab, ob der WVS dort ebenfalls in die Tiefe gehen möchte.

Etwa 1 Mill. Euro städtischer Anteil

Der Hilchenbacher Rat hatte nun schon einmal das Finanzielle zu regeln. Auch wenn die eigentlichen Ausbaukosten der B 508 Sache des Bundes sind, muss auch die Kommune ihren Beitrag leisten. Für Gehwege, Beleuchtung und Parkstreifen hat die Stadt aufzukommen. Auf rund 1 Mill. Euro wird dieser Eigenanteil für alle vier Bauabschnitte zwischen dem Allenbacher Kreisel und dem Abzweig zur Oberen Schweisfurth (Siemag) geschätzt.

Gut 240 000 Euro davon dürften nach derzeitiger Kostenschätzung auf die Anrainer umgelegt werden. Nach jetzigem KAG-Stand würde das etwa 1 bis 2 Euro pro anrechenbarem Quadratmeter Grundstücksfläche bedeuten, hatte die Verwaltung kürzlich im Bauausschuss vorsichtig vorgerechnet. Abgerechnet werden soll für alle Bauabschnitte zusammen; angemessen sei es, erst dann eine Vorausleistung der Beitragspflichtigen zu erheben, wenn zwischen Allenbach und Dahlbruch gebaut wird; derzeit plant Straßen NRW diesen Abschnitt für die Jahre 2021 und 2022 ein. Die Ansätze können sich jedoch grundsätzlich noch verändern – schließlich steht das KAG auf dem Prüfstand, und auch die Anzahl der zunächst geplanten Parkstreifen soll noch verringert werden.

Per Beschluss gab der Rat grünes Licht für die Verteilung der geschätzten Eigenmittel auf die kommenden fünf Haushaltsjahre. 2020 sollen 300 000 Euro im Etat eingestellt werden, 2021 und 2022 sollen es jeweils 200 000 Euro sein, in den beiden Folgejahren jeweils 150 000 Euro. Die Ratsmehrheit stimmte dieser Finanzplanung zu, neben zwei Enthaltungen gab es aber auch drei Neinstimmen aus den Reihen der SPD.

Kritik an gepflasterten Radwegen

Ganz ohne Kritik ging die Vorlage schon in der Diskussion nicht durch: Ernst Heinrich Hofmann (FDP) bezeichnete die Ausgestaltung der Radwege als Schildbürgerstreich. Diese werden sowohl in Kreuztal als auch in Hilchenbach nur dort asphaltiert, wo sie als eigenständige Radwege angelegt werden. Da, wo sie in Kombination mit Gehwegen verlaufen, werden sie gepflastert. Begründung von Straßen NRW ist die Einheitlichkeit in den beiden Stadtgebieten und die bessere Erreichbarkeit der in den Gehwegen verlaufenden Versorgungsleitungen, wenn sie unter Pflaster liegen. „Schon vor 20 Jahren haben wir gepflasterte Radwege bemängelt“, schüttelte Hofmann den Kopf. „Sie werden von den Radfahrern nicht genutzt.“ Inzwischen habe das Radfahren noch eine viel höhere Bedeutung als vor zwei Jahrzehnten erlangt. Das müsse doch berücksichtigt werden. „Das finden Sie nirgends mehr, nur noch hier im nördlichen Siegerland!“ Darüber hinaus sei die gepflasterte Ausführung 30 Prozent teurer als die Alternative. Zu gegebener Zeit werde er beantragen, den Bürgersteig zu asphaltieren, um die Anlieger finanziell zu entlasten, kündigte der Liberale an.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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